Alemannia Aachen GmbH

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland hat sich im zweiten Halbjahr 2008 deutlich verschlechtert. Die für das laufende Jahr abgegebenen Prognosen der verschiedenen Institute lassen eine Aufhellung der konjunkturellen Lage kurzfristig nicht erwarten. Für das Kalenderjahr 2009 wird im Allgemeinen ein Rückgang der wirtschaftlichen Gesamtleistung und der Beschäftigung in Deutschland erwartet.

Der im Jahr 2008 von der DFL veröffentlichte Bundesliga Report, basierend auf den Auswertungen der Spielzeit 2006/07, weist für die Teilnehmer der ersten und zweiten Bundesliga einen Rekorderlös von € 1,75 Mrd. bei einer Steigerung von 15% gegenüber dem Vorjahr aus. Dabei konnte die Bundesliga zum sechsten Mal in Folge die Besucherzahlen in den Stadien erhöhen.

Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Situation auf die Fußballbranche in Deutschland lassen sich für die abgeschlossene Hinrunde der Spielzeit 2008/09 nicht durch Kennzahlen belegen. Ein Rückgang des Zuschauerzuspruchs ist nach unserer Auffassung gegenwärtig nicht zu verzeichnen. Die wesentlichen Verträge im Bereich der Rechtevermarktung und des Sponsorings der laufenden Spielzeit wurden bereits vor Beginn dieser Saison abgeschlossen.

Das Geschäftsjahr 2008 der Alemannia Aachen GmbH war geprägt durch den Verbleib der Lizenz-Fußball-Mannschaft in der 2. Bundesliga und die weitreichenden Vermarktungs- sowie organisatorischen Vorbereitungsmaßnahmen für den laufenden Stadionbau (Spatenstich Mai 2008).

Ertragslage

Der Umsatz der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008 verringerte sich aufgrund der ganzjährigen Spielklassenzugehörigkeit zur 2. Bundesliga und fehlender Sondereffekte (wie beispielsweise Transfererlöse oder Erlöse aus DFB-Pokal) auf rd. € 17,7 Mio. gegenüber rd. € 27,4 Mio. im Vorjahr.

Die bisher erzielten Umsätze in den Bereichen Ticketing, Sponsoring und TV-Vermarktung für die Hinrunde der Saison 2008/09 liegen unterhalb der entsprechenden Einnahmen während der Zweitliga-Zugehörigkeit im zweiten Geschäftshalbjahr 2007.

Die betrieblichen Erträge verteilen sich dabei wie folgt:

Angaben in T€

Geschäftsjahr

Spielzeiten

GJ 2008

GJ 2007

Hinrunde 08 / 09
(2. BL, 17 Spiele)

Saison 07 / 08
(2. BL, 34 Spiele)

Saison 06 / 07
(1. BL, 34 Spiele)

Ligaspielbetrieb

2.160

2.959

986

3.040

4.032

Werbung

5.651

6.930

2.415

6.080

9.702

Handel/Merchandising

1.331

2.090

776

1.618

2.517

TV-Vermarktung

6.327

10.765

2.950

6.703

13.995

Pokalwettbewerbe

734

1.277

376

931

3.226

Transfer

228

2.530

188

2.549

105

sonstige

1.274

925

1.033

810

763

Gesamt

17.705

27.476

8.724

21.731

34.340

 

Die betrieblichen Aufwendungen konnten zum Vorjahresvergleich von € 24,7 Mio. auf € 21,4 Mio. reduziert werden. Wegen der erheblichen Aufwendungen im Hinblick auf die Vermarktung, Finanzierung und den Betrieb des neuen Stadions konnten die Aufwendungen nicht proportional zu den Erlösen reduziert werden. Zudem wird das handelsrechtliche Ergebnis durch die Abschreibungen auf den im Rahmen der Ausgliederung aktivierten Geschäftswert um rd. € 1,0 Mio. unverändert zum Vorjahr gemindert.

Angaben in T€

Geschäftsjahr

Spielzeiten

GJ 2008

GJ 2007

Hinrunde 08 / 09
(2. BL, 17 Spiele)

Saison 07 / 08
(2. BL, 34 Spiele)

Saison 06 / 07
(1. BL, 34 Spiele)

Personalaufwand Lizenzkader

8.171

9.826

4.157

8.336

10.741

Sonstiger Personalaufwand

2.377

2.096

1.259

2.229

1.981

Materialaufwand

1.893

1.882

1.174

1.750

322

Sonstiger betrieblicher Aufwand

5.923

7.565

3.002

7.375

11.795

Abschreibungen

3.060

3.371

1.321

3.656

3.267

Gesamt

21.424

24.740

10.913

23.346

28.106

 

Im Geschäftsjahr 2008 waren einmalige Aufwendungen für die Beendigung von Dienstverträgen (Abfindungen, Gehaltsfortzahlungen, außerplanmäßige Abschreibungen auf Spielerwerte) in Höhe von € 0,7 Mio. sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anleihenemission (Beratung, Prospekterstellung, Werbung) in Höhe von € 0,7 Mio. zu verzeichnen.

Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2008 ein Jahresfehlbetrag von € 3,6 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss von € 1,3 Mio.).

Liquiditätslage

Laut der folgenden Tabelle hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008 die folgenden Cashflows erwirtschaftet.

Angaben in T€

Geschäftsjahr

GJ 2008

GJ 2007

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

115

1.565

Cashflow aus Investitionstätigkeit (Stadion-Neubau)

-6.063

926

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

4.111

-194

Gesamt

-1.837

2.297

 

Im Geschäftsjahr 2008 hat die Alemannia eine mit 6% verzinsliche Anleihe mit einer Laufzeit bis zum 16. August 2013 im Gesamtvolumen von rd. € 4,1 Mio. platzieren können. Die Zuflüsse aus der Emission werden für die Finanzierung des neuen Stadions verwendet. Aus für die folgende Spielzeit abgeschlossenen Sponsoringverträgen sind der Alemannia zudem Anzahlungen in Höhe von T€ 2.420 zugeflossen.

Die Alemannia hat der Projektgesellschaft im Geschäftsjahr 2008 Eigenkapital in Höhe von € 5,7 Mio. zugeführt.

Zum Abschlussstichtag verfügt die Gesellschaft über eine Liquidität von rd. € 1,5 Mio.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Abschlussstichtag € 14,1 Mio. und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 32% erhöht.

Das immaterielle Anlagevermögen hat sich auf Grund planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen um € 2,3 Mio. reduziert. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden auf Spielerwerte vorgenommen, sofern die bestehenden Anstellungsverträge vorzeitig beendet wurden.

Die Alemannia hat bei der Stadiongesellschaft mittels Kapitalerhöhung bzw. sonstiger Zuzahlungen in das Eigenkapital der Gesellschaft Investitionen in Höhe von € 5,8 Mio. getätigt.

Gegenüber der Stadiongesellschaft besteht zudem eine Forderung in Höhe von rd. € 2,1 Mio.

Das Eigenkapital hat sich bedingt durch den Jahresfehlbetrag um € 3,6 Mio. auf € 1,1 Mio. reduziert.

Die Verbindlichkeiten aus der Anleihenemission sind zum Rückzahlungsbetrag mit € 4,1 Mio. passiviert. Die auf das Jahr 2008 anteilig entfallenden Zinsen sind zurückgestellt.

Für die folgende Spielzeit hat die Alemannia erhaltene Anzahlungen aus Sponsoringverträgen und Dauerkartenverkauf in Höhe von rd. € 2,6 Mio. erhalten.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 0,3 Mio. auf € 3,1 Mio. erhöht. Abgegrenzt sind Erlöse aus Sponsoring und Ticketing, die entsprechend der Verteilung der Heimspiele der Saison am Abschlussstichtag abgegrenzt werden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres wurde der vakante Posten des Sportdirektors mit Andreas Bornemann neu besetzt.

Sonstige Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung sind in 2009 bisher nicht angefallen.

Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit der Alemannia Aachen GmbH ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden, die durch mögliche Gegenmaßnahmen nicht vollständig kompensiert werden können.

Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg

Insbesondere sind die Einnahmen von Zuschauern, Sponsoren und aus der TV-Vermarktung in besonderem Maße vom sportlichen Erfolg der Lizenzspielermannschaft abhängig. Ein Abstieg der Lizenzmannschaft aus der zweiten Bundesliga könnte daher die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen.

Hauptziel des Risikomanagements ist daher die Berücksichtigung der wirtschaftlichen Möglichkeiten der Gesellschaft bei der Zusammenstellung des Spielerkaders. Hierzu stellt die Gesellschaft weit vor Beginn der Vertragsverhandlungen für die folgenden Spielzeiten Budgets entsprechend den vorhandenen Möglichkeiten auf. Spielerverträge haben in der Regel nur für die erste und zweite Bundesliga Gültigkeit.

Abhängigkeit von der TV-Vermarktung

Die geplanten Einnahmen aus der TV-Vermarktung gehen von dem unerlässlichen Beibehalt der Zentralvermarktung und der solidarischen Einnahmeverteilung zwischen den Clubs aus. Die Entscheidung des Bundeskartellamts im Herbst 2008 hat für die nächsten vier Jahre die Zentralvermarktung der Fernsehrechte als zulässig beschieden.

Risiken aus dem Stadionneubau

Gegenwärtig befindet sich der Erstellungsprozess des Stadions im vorgesehenen Zeitplan, so dass wir mit einer rechtzeitigen Fertigstellung des Stadions zur neuen Spielzeit rechnen. Eine verzögerte Fertigstellung hätte die Folge, dass die Alemannia ihre Heimspiele zu Beginn der folgenden Spielzeit nicht im neuen Stadion durchführen kann und hierzu eine alternative Spielstätte nutzen müsste. Hieraus können für die Alemannia finanzielle Belastungen aus der Miete eines anderen Stadions resultieren. Sollten diese Heimspiele in der jetzigen Spielstätte durchgeführt werden können, kann dies zu Belastungen auf Grund erforderlicher Instandhaltungsmaßnahmen oder gestellter Auflagen führen. Die Alemannia überwacht hier­zu den Baufortschritt laufend, um bei entsprechenden Entwicklungen reagieren zu können.

Risiken auf Grund der konjunkturellen Situation

Die Erlöse aus der TV-Vermarktung sind im Rahmen der bestehenden Zentralvermarktung von der Vertragserfüllung der Vertragspartner abhängig. Wirtschaftliche Schwierigkeiten der Vertragspartner können daher den Erfolg der Zentralvermarktung trotz bestehender Verträge beeinflussen. Die Verträge im Rahmen der Zentralvermarktung wurden von der DFL geschlossen, die ihrerseits Erfüllungsbürgschaften der Vertragspartner eingeholt hat. Wir gehen davon aus, dass bei Ausfall des Vertragspartners die Bürgen entsprechend eintreten können.

Den Erlösen aus Sponsoring liegen in der Regel langfristige Verträge zu Grunde. Hier besteht das Risiko, dass auslaufende Verträge nicht verlängert und nicht substituiert werden können bzw. dass Forderungen aus erbrachten Sponsoringleistungen ausfallen können. Die Nichtverlängerung auslaufender Verträge kann durch die vereinbarten Kündigungsfristen rechtzeitig erkannt werden. Sofern die Alemannia keine neuen Sponsorenverträge generieren kann, berücksichtigt die Geschäftsführung solche Entwicklungen im Rahmen der Budgetplanung im Lizenzspielerbereich. In den wesentlichen Fällen hat die Alemannia mit ihren Sponsoren Vereinbarungen getroffen, die die Zahlung durch die Sponsoren zu Beginn einer Spielzeit vorsehen. Bei Forderungsausfällen kann die Alemannia zumindest einen Teil der vertraglich vorgesehenen Leistungserbringung unterlassen. Zudem ist die Alemannia bestrebt, eine möglichst hohe Anzahl an Sponsoren vertraglich zu binden, um die Abhängigkeit von einzelnen Sponsoren zu reduzieren. Bei der Auswahl von Sponsoren berücksichtigt die Gesellschaft zudem deren emotionalen und/oder regionalen Bezug zur Alemannia.

Akzeptanz des neuen Stadions

Von besonderer Bedeutung für die Alemannia ist die Akzeptanz des neuen Stadions bei der Anhängerschaft und den Sponsoren. Hier ist zu berücksichtigen, dass das jetzige Stadion für viele Fans eine „Kultstätte“ darstellt. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Anhänger nach dem Umzug in das neue Stadion sich von der Alemannia abwenden. Die Alemannia hat zur Risikominimierung im Rahmen der Projektplanung ihre Fans soweit wie möglich in die Planung mit einbezogen und deren Wünsche berücksichtigt. Auch der Beibehalt des Stadionstandorts und der Erhalt des Stadionnamens sollen zu einer noch stärkeren Fan-Bindung beitragen. Um die bisherige Atmosphäre mitnehmen zu können, wird die Alemannia daher entgegen anderen Stadien einen hohen Anteil an Stehplätzen im neuen Stadion anbieten. Darüber hinaus haben wir frühzeitig mit der Vermarktung der Logen sowie der Sitz- und Stehplätze begonnen, um frühzeitig eine möglichst hohe Planungssicherheit zu erhalten. Unsere jetzigen Partner und Dauerkarteninhaber werden wir bei der Vergabe der Plätze bevorzugt berücksichtigen.

Beteiligungen

Die Alemannia ist alleinige Gesellschafterin der Alemannia Aachen Stadion GmbH. Der Business-Plan dieser Gesellschaft sieht die Bereitstellung von Eigen- und Fremdkapital durch die Alemannia in einer Gesamthöhe von rd. € 12 Mio. vor. Hiervon hat die Alemannia zum Abschlussstichtag bereits € 7,8 Mio. bereitgestellt. Sofern bei der Gesellschaft weitere Finanzierungserfordernisse auftreten würden und die Gesellschaft diese nicht durch Fremdkapital generieren könnte, müsste die Alemannia der Gesellschaft entsprechende Mittel bereitstellen. Zudem besteht das Risiko, dass das von Alemannia bereitgestellte Fremdkapital nur verzögert zurückgeführt werden könnte. Alemannia überwacht die Entwicklungen bei der Stadiongesellschaft permanent, so dass wir frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten könnten.

Die Alemannia ist Gesellschafterin der Alemannia Aachen Spielbetriebs- und Sportwerbegesellschaft mbH, Aachen. Die Gesellschaft wurde seinerzeit vom Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V. gemeinsam mit einem Partner gegründet. Nach den geschlossenen Verträgen hätten der Verein und der Partner Vermögen und Rechte in die Gesellschaft einbringen müssen. Die Rechtsnachfolgerin des Vertragspartners hat gegen den Verein Klage auf Rückzahlung eines Betrags von € 1,3 Mio. nebst Zinsen erhoben. Sollte der Verein entsprechend herangezogen werden, hat dieser einen Rückgriffsanspruch gegen die Alemannia. Nach der von uns eingeholten juristischen Würdigung dieses Sachverhalts halten wir die Klage für unbegründet.

Chancen

Vermarktung des neuen Stadions

Chancen ergeben sich für die Gesellschaft insbesondere aus der Nutzung des neuen Stadions. Die Alemannia hat im Rahmen ihrer Planung eine Auslastung des neuen Stadions von rd. 70% unterstellt. Bei einer höheren Auslastung würde sich daher die Erlösseite deutlich verbessern, während die Aufwendungen nur geringfügig ansteigen würden.

Weiterhin kann das neue Stadion zu einer steigenden Attraktivität für neue Sponsoren führen, so dass die Alemannia auch höhere Sponsoringeinnahmen erzielen könnte.

Sportlicher Erfolg

Die Alemannia nimmt an der Hauptrunde des DFB-Pokals der folgenden Spielzeit teil und hat im Rahmen der Planung nur die Teilnahme an der ersten Pokalrunde unterstellt. Ein Erfolg in der ersten Runde bzw. in späteren Runden kann daher die Erlösseite der Alemannia verbessern, wobei jede weitere Runde eine überproportionale Steigerung bedeuten würde.

Sollte es der Alemannia gelingen, in der laufenden Spielzeit noch um die Aufstiegsplätze mitspielen zu können, so ergeben sich Chancen aus vereinbarten platzierungsabhängigen Vergütungen. Ein Aufstieg in die erste Bundesliga oder die Teilnahme an den neu eingeführten Relegationsspielen würde sich zudem positiv auf die Ertragslage auswirken.

Transfertätigkeit

Die Alemannia konnte in der Vergangenheit aus der Abgabe von Spielern mit laufenden Arbeitsverträgen nennenswerte Transfererlöse erzielen. Für die neue Spielzeit bestehen 17 laufende Verträge mit Spielern, so dass bei der entsprechenden Nachfrage Transfererlöse, die nicht eingeplant sind, realisiert werden könnten.

Ausblick

Für die laufende Spielzeit hat die Gesellschaft seitens der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH die Auflage zu erfüllen, ein Ergebnis von -T€ 2.120 nicht zu überschreiten. Diese Auflage kann aufgrund der vorliegenden Ist- bzw. Planzahlen der Saison 2008/2009 erfüllt werden. Bei einer Verfehlung dieser Vorgabe wäre mit einer neuen Auflage für die kommende Saison zu rechnen.

Für die Rückrunde bzw. das erste Geschäftshalbjahr 2009 erwarten wir ein Ergebnis in
Höhe von T€ -264.

Aufgrund des Umzuges in das neue Stadion ist ab der Spielzeit 2009/2010 mit einer erheblich besseren Ertragslage bzw. finanziellen Rahmenbedingungen zu kalkulieren. Wir gehen daher für die kommende Saison von einer auflagen- und bedingungsfreien Lizenzerteilung aus.

Für die Saison 2009/2010 erscheint die Teilnahme an der 2. Bundesliga auf Grund des bisherigen Saisonverlaufs wahrscheinlich. Die Planungen für diese Konstellation gehen aufgrund der gestiegenen Erträge - aber auch aufgrund der Stadionpacht in Höhe von T€ 6.500 - von erhöhten Investitionen in den Spielbetrieb in Höhe von T€ 750 aus, um in der kommenden Saison den Wiederaufstieg in die erste Bundesliga anzustreben. Mögliche signifikante Mehreinnahmen aus Spielertransfers oder durch Erfolge im DFB-Pokal sind jeweils nicht eingerechnet worden und können den finanziellen Spielraum erweitern.

Für die kommende Saison 2009/10 haben 17 Verträge mit derzeitigen Lizenzspielern weiterhin Gültigkeit. Die Investitionen zur Ergänzung des Kaders, die natürlich von der Klassenzugehörigkeit maßgeblich beeinflusst sind, werden sich wie in den Vorjahren streng an den wirtschaftlichen Möglichkeiten orientieren.

Alle für den Stadionneubau erforderlichen behördlichen Genehmigungen, die notwendigen Erbbaurechtsverträge mit der Stadt Aachen und die Finanzierungszusagen seitens der Kreditinstitute (einschließlich der Aushändigung der 80%igen Ausfallbürgschaft des Landes Nordrhein-Westfalen) liegen vor. Die Baumaßnahmen – insbesondere alle wichtigen Gebäudeteile bzw. Gewerke – befinden sich derzeit im Zeitplan, so dass zum 1. Heimspieltag der Saison 2009/2010 im August 2009 eine Fertigstellung aus heutiger Sicht sichergestellt ist.

Die Finanzierung des Stadionneubaus basiert auf Business-Plänen, denen ein dauernder Verbleib der Lizenzmannschaft in der 2. Bundesliga zu Grunde liegt. Eine Plausibilisierung der Annahmen erfolgte im Bürgschaftsverfahren durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC im Auftrag des Finanzministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen. Eine Verbesserung der Ertragssituation durch eine Spielklassenzugehörigkeit zur 1. Bundesliga wird sich jedoch entsprechend positiv auf die Finanzierung auswirken.

Die Verträge mit dem Hauptsponsor sowie je vier Tribünen- und Topsponsoren sind für die folgende Spielzeit bereits abgeschlossen. Per Anfang März 2009 konnten wir zudem bereits mehr als 50% der angebotenen Business-Seats und 75% der Logen für die folgende Saison vermieten.

Aachen, den 6. März 2009

___________________

Frithjof Kraemer

Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2008

Aktiva
31.12.08 31.12.07
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.053,46 10.196,55
2. Geschäfts- oder Firmenwert 986.569,00 1.973.138,00
3. Spielerwerte 550.958,00 1.873.706,00
1.541.580,46 3.857.040,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 172.624,59 503.735,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.991,26 39.538,26
3. Andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung 213.796,62 344.818,21
4. Anlagen im Bau 106.617,22 0
507.029,69 888.092,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.812.750,00 112.750,00
2. Genossenschaftsanteile 75,00 75,00
5.812.825,00 112.825,00
7.861.435,15 4.857.957,61
B. Umlaufvermögen
I. Waren 262.515,00 227.794,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 934.180,34 861.983,44
2. Forderungen aus Transfer 180.000,00 0
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.346.445,49 745.756,96
4. Sonstige Vermögensgegenstände 691.893,63 348.212,23
4.152.519,46 1.955.952,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks 1.520.482,23 3.359.878,66
5.935.516,69 5.543.625,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 276.751,99 256.701,43
14.073.703,83 10.658.284,61
Passiva
31.12.08 31.12.07
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.000.000,00 4.000.000,00
II. Gewinn- / Verlustvortrag 760.840,12 -562.694,11
III. Jahresfehlbetrag / -überschuss -3.620.578,66 1.323.534,23
1.140.261,46 4.760.840,12
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 872.100,00 1.051.388,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.246.061,86 966.752,00
2.118.161,86 2.018.140,00
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 4.116.900,00 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.019,88 20.576,05
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.637.456,18 0
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 556.701,66 301.195,76
5. Verbindlichkeiten aus Transfer 0 290.000,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 411.164,75 531.600,05
7.735.242,47 1.143.371,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.080.038,04 2.735.932,63
14.073.703,83 10.658.284,61

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2008

2008 2007
1. Umsatzerlöse 16.438.014,40 26.550.913,98
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.266.673,85 924.946,45
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren ­-1.760.073,59 ­-1.738.100,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen ­-132.790,44 ­-143.555,13
­-1.892.864,03 ­-1.881.655,20
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter ­-9.262.527,74 ­-10.777.088,91
b) Soziale Abgaben ­-1.286.141,58 ­-1.145.239,55
­-10.548.669,32 ­-11.922.328,46
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen ­-3.059.875,51 ­-3.371.113,25
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen ­-5.922.884,97 ­-7.564.978,82
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 143.587,03 119.226,67
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen ­-201.320,23 ­-7.232,22
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ­-3.777.338,78 2.847.779,15
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 142.921,12 ­-1.537.876,92
11. Sonstige Steuern 13.839,00 13.632,00
12. Jahresfehlbetrag / ‑überschuss ­-3.620.578,66 1.323.534,23

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008

 

1. Allgemeine Angaben

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung vom 14. August 2006 und notariellen Aus­gliederungsvertrag vom 15. August 2006 hat der Aachener Turn- und Sportverein Alemannia 1900 e.V. seine Lizenz-Fußball-Abteilung ausgegliedert und im Wege der Sacheinlage zur Kapitalerhöhung um € 3.975.000,00 auf € 4.000.000,00 in die Alemannia Aachen GmbH eingebracht.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Gesellschaft ist nach den Größenkriterien in § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroß einzu­stufen. Neben den handelsrechtlichen Vorschriften zur Rechnungslegung und Bilan­zierung werden die Vorschriften des DFL-Ligastatuts, insbesondere zur Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung, beachtet.

2.1 Angaben der auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände (einschließlich der aktivierten Spielerwerte) und das Sachanlagevermögen der früheren Lizenz-Fußball-Abteilung des TSV Alemannia Aachen sind mit den Einbringungswerten (= Buchwerte des Vereins zum 31. Dezember 2005) zugegangen. Der Firmenwert wurde mit dem im Ausgliederungs­vertrag angesetzten Wert von € 3.946.277,03 angesetzt; er wird gemäß § 255 IV HGB über vier Jahre abge­schrieben. Mit der Abschreibung wurde im Jahr des Zugangs begonnen.

Die Abschreibungen der übrigen Anlagegegenstände wurden – bei den eingebrachten Gegenständen unter Fortführung der beim Verein angenommenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer – nach der linearen Methode gemäß § 7 Abs. 1 EStG vorgenommen. Die aktivierten Spielerwerte (Transferzahlungen und Vermittlungsprovisionen) werden über die Laufzeit der Verträge abgeschrieben.

Auf die im Sachanlagevermögen befindlichen in fremdem, gepachteten Grund und Boden errichteten Gebäude wurden die Abschreibungen nach § 7 Abs. 4 EStG verrechnet. Auf­grund des Baus eines neuen Stadions, das bis zum Saisonbeginn 2008/09 fertig gestellt wird, wurden die Abschreibungen der auf dem alten Tivoli-Gelände befindlichen Bauten mit einer Restnutzungsdauer bis 30.06.2009 vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind vollwertig und zu Nominalwerten angesetzt. Der Wert der Anteile an dem verbundenen Unternehmen Alemannia Aachen Stadion GmbH setzt sich aus dem erbrachten Stammkapital von T€ 1.500 und einer Zuführung zur Kapitalrücklage von T€ 4.300 zusammen.

Die Bewertung der Vorräte an Fan-Artikeln erfolgte zu Einstandspreisen unter Berücksich­tigung von Rabatten und Skonti. Für nicht gängige Waren wurden angemessene Bewer­tungsabschläge vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert aus­gewiesen. Für zweifelhafte und uneinbringliche Forderungen wurden Einzelwertberich-tigungen vorgenommen. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos sowie der zu erwartenden Zins- und Verwaltungsaufwendungen wurde ein angemessener auf den um einzelwertberichtigte Forderungen und Umsatzsteuer bereinigten Forderungsbestand vorgenommen.

Der Kassenbestand sowie Guthaben und Darlehen bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Ab­schluss­stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen sind in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet worden.

Erhaltene Anzahlungen werden nach der Netto-Methode ausgewiesen. Die weiteren Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Ab­schlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Brutto-Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäfts­jahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem als Anlage 1 beigefügten Anlagenspiegel.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von T€ 18 (Vj.: T€ 106) gebildet.

Eine Rest­laufzeit von mehr als einem Jahr haben lediglich geleistete Mietkautionen von T€ 3, die unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 242 gegen Gesellschafter aus der Verrechnung gegenseitiger Leistungen. Mit T€ 2.104 erfolgte die kurzfristige Vorfinanzierung des Stadionneubaus der Tochtergesellschaft.

3.3 Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2007 unter Berücksichtigung des Verlustrücktrags aus 2008. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen zu entrichtende Beiträge zur Berufsgenossenschaft in Höhe von T€ 560 (Vj.: T€ 500) und ausstehende Rechnungen von T€ 249 (Vj.: T€ 363).

3.4 Verbindlichkeiten

Eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben die Anleihen mit dem Gesamtbetrag von T€ 4.117 sowie erhaltene Anzahlungen in Höhe von T€ 439. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die im Januar 2009 abge­führten Beträge für Lohn- Und Kirchensteuer (T€ 243).

3.5 Passive Rechnungsabgrenzungsposten / Erhaltene Anzahlungen

Bei dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einnahmen, die den Zeitraum bis zum 30. Juni 2009 betreffen; die Erhaltenen Anzahlungen betreffen die nach­folgenden Spielzeiten.

3.6 Gewinn- und Verlustrechnung

Unter den Umsatzerlösen werden im Wesentlichen die Erlöse aus dem Spielbetrieb, aus Werbung, TV-Vermarktung, Spielertransfers und Handel ausgewiesen.

Der Materialaufwand beinhaltet die Kosten der gesundheitlichen Betreuung, für Kleidung und Sportmaterialien sowie den Einkauf der Handelswaren.

Der Personalaufwand beinhaltet sowohl den Personalaufwand für den Spielbetrieb als auch für Handel und Verwaltung.

Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche oder die kürzere vertragliche Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu € 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Transferaufwendungen, die nicht als Spielerwerte aktiviert werden, sind unter den sonsti­gen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

3.7 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag einschließlich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr auf neue Rechnung vor­zutragen.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1 Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

 

2007

 

2008

 

 

 

 

Fußballspieler (inklusive Amateure)

53

 

44

Übrige Mitarbeiter

44

 

44

 

97

 

88

4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen finanzielle Verpflich-tungen aus laufenden Mietverträgen über Geschäftsräume sowie EDV- und PKW-Leasing-verträgen von T€ 155.

Gegenüber Spielern und Spielervermittlern bestehen Zahlungszusagen von insgesamt T€ 367 bis September 2010, die nur bei vertragsmäßiger Erfüllung der mit den Spielern abge­schlossenen Arbeitsverträge zu erfüllen sind.

Für die folgenden Verbindlichkeiten der Alemannia Aachen Stadion GmbH aus der Errich­tung des neuen Tivoli-Stadions haftet die Alemannia Aachen GmbH mit:

Gläubiger

Art der Schuld

Gesamtbetrag

Valuta 31.12.2008

 

 

T€

T€

Aachen-Münchner Versicherung

Bau-Darlehen Stadion

 

29.063

 

9.458

Hellmich Bauunternehmung

Bieter-Darlehen

2.900

1.943

APAG GmbH

Up-Front-Zahlung Parkhaus-Leasing

 

4.000

 

4.000

Der Erbbauzins für das Stadiongelände „Am Tivoli“ beträgt zzt. T€ 51 p.a mit einer Ver­trags-Laufzeit bis 2032. Das Erbbaurecht wird im Rahmen des Stadion-Neubaus ab Juli 2009 an die veränderten Nutzungsverhältnisse angepasst werden.

Für die Nutzung des neuen Tivoli-Stadions hat die Alemannia Aachen GmbH einen Pacht­vertrag mit der Alemannia Aachen Stadion GmbH geschlossen, der ab der Spielzeit 2009/2010 in Kraft tritt und auf 18 Jahre fest abgeschlossen ist. Die jährliche Stadionpacht beträgt 6,5 Mio. Euro.

4.3 Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält Anteile von € 12.750,00 (= 51 %) am Stammkapital von T€ 25 der 1999 gegründeten Alemannia Aachen Spielbetriebs- und Sportwerbegesellschaft mbH, Aachen, die ihre werbende Tätigkeit noch nicht aufgenommen hat. Der Jahresabschluss dieser Gesellschaft weist zum 30. Juni 2007 ein Eigenkapital von T€ 20 und einen Jah­resfehlbetrag von T€ 0 aus.

An der im Jahr 2007 gegründeten Alemannia Aachen Stadion GmbH, Aachen (Stamm­kapital: T€ 1.500), ist die Alemannia Aachen GmbH alleinige Gesellschafterin. Über das Gezeichnete Kapital hinaus hat die Alemannia GmbH in 2008 eine Kapitalrücklage von T€ 4.300 bei der Alemannia Aachen Stadion GmbH erbracht. Der Jahresabschluss dieser Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2007 ein Eigenkapital von T€ 33 und einen Jahres­fehlbetrag von T€ 67 aus.

4.4       Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2008 war Herr Frithjof Kraemer, Aachen, Geschäftsführer der Gesell­schaft.

Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat, der sich aus drei Mitgliedern aus dem Vorstand des TSV Alemannia Aachen 1900 e.V. sowie bis zu sechs weiteren, von der Mitglieder­versammlung des Vereins direkt zu wählenden Mitgliedern zusammensetzt.

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2008 wie folgt zusammen:

Herr Dr. Jürgen Linden, Aachen
Oberbürgermeister der Stadt Aachen

Herr Franz-Wilhelm Hilgers, Aachen
Vorstand Aachener Bank eG

Herr Prof. Dr. Helmut Breuer, Aachen
Emeritierter Professor der RWTH Aachen

Herr Prof. Dr. Ing. Horst Heinrichs, Aachen
Präsident TSV Alemannia Aachen
Professor an der Fachhochschule Aachen

Herr Carlo Soiron, Aachen
Rechtsanwalt

Herr Hans-Peter Appel, Aachen
Vorstand der ASEAG, Aachen

Herr Jürgen Frantzen, Niederzier
Gemeinde-Prüfungsanstalt NRW

Herr Klaus-Dieter Wolf, Stolberg
Kaufmann

Herr Elmar Nosch, Stolberg, ausgeschieden zum 14.01.2008
Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Elmar Nosch Technical Consulting

Vorsitzender des Aufsichtsrat war im gesamten Geschäftsjahr Herr Dr. Jürgen Linden, stellvertretender Vorsitzender Herr Franz-Wilhelm Hilgers.

Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung.

 

Aachen, den 6. März 2009

___________________

Frithjof Kraemer
Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2008

Anschaffungs /Herstellungskosten
01.01.08 Zugänge Abgänge 31.12.08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.087,70 4.042,20 0 98.129,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.946.277,03 0 0 3.946.277,03
3. Spielerwerte 3.816.355,00 175.000,00 2.016.390,00 1.974.965,00
7.856.719,73 179.042,20 2.016.390,00 6.019.371,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.051.851,85 0 0 1.051.851,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 89.095,26 0 0 89.095,26
3. Andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung 761.781,41 77.694,63 1 839.475,04
4. Anlagen im Bau 0 106.617,22 0 106.617,22
1.902.728,52 184.311,85 1 2.087.039,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 112.750,00 5.700.000,00 0 5.812.750,00
2. Genossenschaftsanteile 75 0 0 75
112.825,00 5.700.000,00 0 5.812.825,00
9.872.273,25 6.063.354,05 2.016.391,00 13.919.236,30
Abschreibungen
01.01.08 Zugänge Abgänge 31.12.08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.891,15 10.185,29 0 94.076,44
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.973.139,03 986.569,00 0 2.959.708,03
3. Spielerwerte 1.942.649,00 1.497.748,00 2.016.390,00 1.424.007,00
3.999.679,18 2.494.502,29 2.016.390,00 4.477.791,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 548.116,26 331.111,00 0 879.227,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.557,00 25.547,00 0 75.104,00
3. Andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung 416.963,20 208.715,22 0 625.678,42
4. Anlagen im Bau 0 0 0 0
1.014.636,46 565.373,22 0 1.580.009,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0
0 0 0 0
5.014.315,64 3.059.875,51 2.016.390,00 6.057.801,15
Buchwerte Abtretungen/
Verpfändungen
31.12.08 31.12.07 31.12.08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.053,46 10.196,55 -
2. Geschäfts- oder Firmenwert 986.569,00 1.973.138,00 -
3. Spielerwerte 550.958,00 1.873.706,00 -
1.541.580,46 3.857.040,55 -
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 172.624,59 503.735,59 -
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.991,26 39.538,26 -
3. Andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung 213.796,62 344.818,.21 -
4. Anlagen im Bau 106.617,22 0 -
507.029,69 888.092,06 -
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.812.750,00 112.750,00 -
2. Genossenschaftsanteile 75 75 -
5.812.825,00 112.825,00 -
7.861.435,15 4.857.957,61 -

Erläuterungen zum Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Im dem vorstehend, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wird dieser gemäß § 328 Abs. 1 NR. 1 HGB entsprechend den für die Aufstellung maßgeblichen Vorschriften wiedergegeben. Die größenhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB werden zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlust­rech­nung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lage­bericht der Alemannia Aachen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Durch die Statu­ten des Ligaverbandes wurde der Prüfungsgegenstand er­weitert. Die Prüfung erstreckt sich daher auch auf die Plan-Gewinn- und Ver­lustrech­nung, auf das eventuelle Bestehen von über­fälligen Verbindlichkeiten zum 31. De­zem­ber 2008 sowie auf die Prüfung der Einhaltung von Auflagen aus früheren Lizenzie­rungsverfahren. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresab­schluss und Lage­bericht nach den deutschen handels­rechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Rege­lungen im Gesell­schafts­vertrag sowie den aktuellen Ergänzungen der Statuten des Liga­verbandes liegen in der Ver­antwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresab­schluss unter Einbeziehung der Buch­führung, den Lagebericht sowie über den erweiterten Prüfungsgegenstand ab­zugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund­sätze ordnungs­mäßi­ger Abschlussprüfung und den zusätzlichen Bestimmungen des Ligaverbandes vorge­nommen. Danach ist die Prü­fung so zu planen und durchzuführen, dass Unrich­tigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beach­tung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, des durch den Lage­bericht und des durch Anforde­rungen, die sich aus der Erweiterung des Prüfungs­gegen­standes nach den Statuten des Ligaverbandes ergeben, ver­mittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswir­ken, mit hin­reichender Sicher­heit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prü­fungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäfts­tätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Ge­sellschaft sowie die Erwartun­gen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rah­men der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbe­zogenen internen Kontrollsystems sowie Nach­weise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurtei­lung der ange­wandten Bilanzierungs­grundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamt­darstellung des Jahres­abschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auf­fassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Die „Anforderungen an die Bericht­erstattung durch Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- / Zwischen­abschlusses von Vereinen und Kapitalgesellschaften“ wurden be­achtet.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkennt­nisse ent­spricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den er­gänzenden Rege­lungen im Gesellschaftsvertrag und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ord­nungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhält­nissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ge­sell­schaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, ver­mittelt insge­samt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Ent­wicklung zutref­fend dar.

Die Plausibilitätsprüfung der Plan-Gewinn- und Verlustrechnung, die Prüfung hinsicht­lich des eventuellen Bestehens von überfälligen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2008 sowie die Prüfung der Einhaltung von Auflagen aus voran­ge­gangenen Lizenzie­rungs­verfahren hat keine Einwendungen ergeben.

 

Düsseldorf, den 6. März 2009

 

Rölfs WP Partner AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

 

 

 

Helmut Heyer

 

Frank Wettstein

‑ Wirtschaftsprüfer ‑

 

‑ Wirtschaftsprüfer ‑

Hotline

01805 / 018011*

*14 Cent pro Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreis maximal 42 ct/min

Te­le­fax: 02 41 / 9 38 40 - 10

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Alemannia Aachen
Krefelder Str. 205
52070 Aachen

Geöffnet für Publikum
werktags von 09.00 - 17.00 Uhr

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Öffnungszeiten
Mo - Sa: 10 - 18 Uhr
Eingang direkt unter dem „O“ des Tivoli-Schriftzugs an der Krefelder Straße

Alemannia-Shop City

Pontstraße 34
52062 Aachen
Öffnungszeiten
Mo - Sa: 10 - 18 Uhr

Alemannia Aachen

 
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