• DFB-Pokal - Saison 2012/2013 - 1. Spieltag
  • Datum: Samstag 18.08.2012  - 15:30 Uhr
  • Zuschauer: 31.736 (davon ca. 7.000 aus Mönchengladbach)
  • Wetter: 30 Grad, sonnig
  • Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin) – Mike Pickel, Markus Häcker, Sören Storks
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  • Infos zum Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach

    Die Stadiontore öffnen am Samstag bereits um 13 Uhr, der Business-Bereich wie gewohnt zwei Stunden vor Anpfiff. Zudem sind die Außenkioske bereits ab 12 Uhr geöffnet. An dieser Stelle sei noch darauf hingewiesen, dass der Zugang zum Klömpchensklub, der ebenfalls ab 13 Uhr geöffnet ist, bei diesem Spiel nicht für die Blöcke N1 bis N5 gilt. Fan-Utensilien der Gäste sind ausschließlich in den Blöcken N1 und N2 zulässig.

    Mit klaren Maßnahmen wird auch am Samstag für die Sicherheit der Besucher im Stadion gesorgt sein. Neben einer erhöhten Anzahl an Ordnungskräften wird es weiterhin eine strikte Sektorentrennung geben, so dass die beiden rivalisierenden Fan-Gruppen der Karlsbande und der Aachen Ultras nicht aufeinander treffen werden. Der Zugang zum Block S6 wird den Aachen Ultras ausschließlich über den Zugang Süd-West A ermöglicht. Darüber hinaus ist sowohl der Karlsbande als auch den Aachen Ultras der Aufenthalt in und um den Fan-Treff (hinter Block S4) sowohl außerhalb des Stadions als auch im Stadionumlauf deutlich untersagt. Dabei handelt es sich insgesamt um Schutzmaßnahmen unabhängig von einer weiteren Sanktionierung der Vorfälle in Saarbrücken.

„Wir können nur gewinnen“

Im DFB-Pokal kann die Alemannia am Samstag (15.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach ganz befreit aufspielen.

Die Spannung steigt. Seit Wochen ist das anstehende Erstrunden-Pokalspiel der Alemannia gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr) das Gesprächsthema Nummer eins im Umfeld. Das Interesse an Tickets war groß, die Vorfreude auf das Derby gegen die Fohlen ist riesig. Und während die Anhänger der Schwarz-Gelben bereits die Stunden bis zum Anpfiff zählen, zeigte sich Alemannias Chef-Trainer Ralf Aussem am Donnerstag ganz entspannt vor den Medienvertretern. „Wir können nur gewinnen. Niemand hat große Erwartungen an uns. Das einzige, was die Zuschauer von uns fordern, ist, dass wir uns wehren. Und das werden wir tun“, verspricht Aussem.

War die Partie der Schwarz-Gelben gegen die Elf vom Niederrhein in der Vergangenheit oftmals ein Duell, das fast auf Augenhöhe ausgetragen wurde, so ist die Diskussion über die Favoritenrolle diesmal überflüssig. Mit attraktivem und erfolgreichem Fußball überzeugte das Team von Lucien Favre in der letzten Saison, nur drei Tage nach dem Pokalkracher gegen die Alemannia geht es für die Borussia am kommenden Dienstag gegen Dynamo Kiew um die Qualifikation für die Champions League.

„Ist doch klar, dass Gladbach der große Favorit ist. Sie haben für rund 35 Millionen Euro eingekauft. Unser Etat passt da zehnmal rein. Sie verfügen über ganz besondere Einzelspieler und treten als Team extrem gut auf“, weiß Aussem, der zu Beginn der Woche seine Mannschaft im Rahmen einer Videoanalyse auf die Stärken der Borussia hingewiesen hatte. „Es fällt schon sehr auf, dass sie unglaublich ballsicher sind und eine enorme Ruhe in ihrem Passspiel besitzen. Hinzu kommt, dass sie im Angriff mit Igor de Camargo und Luuk de Jong zwei Stürmer in ihren Reihen haben, die permanent anspielbereit sind“, so der Chef-Coach.

Ausschließlich auf der Pokalbegegnung lag der Fokus in dieser Woche bei den Schwarz-Gelben allerdings nicht. Schließlich galt es noch die 1:3-Niederlage gegen die Kickers aus Offenbach aufzuarbeiten. „Wir haben alle Fehler angesprochen und erst ab Dienstag begonnen, über Gladbach zu reden. Im Mannschaftstraining war in den letzten Tagen deutlich spürbar, dass sich jeder für die Partie am Samstag aufdrängen will. Sicherlich überlegt man als Trainer in so einer Situation, personell etwas zu verändern“, verrät Aussem. Einzig Aimen Demai (Knieprobleme) und Kristoffer Andersen (muskuläre Probleme) werden bei diesen Überlegungen keine Rolle spielen, sie stehen dem Team am Samstag nicht zur Verfügung.

Die beiden Teams trafen bereits 6-mal in einem Pokalspiel aufeinander. Zweimal siegte die Alemannia, zweimal die Borussia und zwei Partien endeten unentschieden. Im Jahr 1960 endete das Aufeinandertreffen der beiden Teams in der vierten Runde des Westdeutschen Pokals mit 3:3. Bei unentschiedenem Ausgang wurden damals Wiederholungsspiele angesetzt. Nachdem auch diese Partie unentschieden (3:3) endete, entschied das Los und Gladbach zog in die nächste Runde ein.

Der Tivoli ist zum Pokalspiel nahezu ausverkauft. Derzeit sind noch vereinzelte Tickets im Steh- und Sitzplatzbereich verfügbar. Karten sind noch in den beiden Alemannia-Shops im Tivoli und in der Pontstraße sowie über die derzeitigen Ersatznummern der Hotline (0241 51005244 / 0241 51005255) erhältlich.

Ebenso sind noch einige wenige Logen und Business-Seats erhältlich. Anfragen hierzu können per E-Mail an marketing@alemannia-aachen.de oder telefonisch an 0241-93840300 gestellt werden.

Schiedsrichter der Partie ist Felix Zwayer. Ihm assistieren Mike Pickel und Markus Häcker. Vierter Offizieller ist Sören Storks.

Aufstellung

Alemannia Aachen: Krumpen – Schwertfeger, Olajengbesi, Erb, Baumgärtel – Brauer (83. Pozder), Streit – Heller (80. Marquet), Rösler (75. Borg), Kefkir – Thiele / Trainer: Ralf Aussem

Bor. Mönchengladbach: ter Stegen – Jantschke, Stranzl, Alvaro Dominguez, Daems – Herrmann (60. Ring), Nordtveit, Xhaka, Arango (90+3. Wendt) – de Camargo (81. Hanke), de Jong / Trainer: Lucien Favre

Tore

0:1 Arango (70.), 0:2 Nordtveit (90.)

Verwarnungen

  Rösler (14.),   Dominguez (31.),   Baumgärtel (32.),   Olajengbesi (64.)

Ecken

4 / 7

Letzten 5 Spiele

  •     Rösler
    14 min
  •     Dominguez
    31 min
  •     Baumgärtel
    32 min
  •     Olajengbesi
    64 min
  •     Arango
    70 min
  •     Nordtveit
    90 min

Der Favorit setzt sich durch

Alemannia verlangt Mönchengladbach im Pokal alles ab, unterliegt am Ende aber mit 0:2.

Beim Pokalderby am Samstagnachmittag setzte sich nach spannenden und interessanten Minuten der Favorit aus Gladbach am Aachener Tivoli durch. Die Alemannia zeigte eine insgesamt gute Leistung, musste sich am Ende jedoch der Borussia vor 31.736 Zuschauern auf dem Tivoli geschlagen geben. Eine kämpferische Aachener Mannschaft bot dem Erstligisten aus Gladbach Paroli und hielt in der ersten Hälfte den eigenen Kasten sauber. Die zweite Halbzeit startete mit mehreren Offensivaktionen der Schwarz-Gelben, die jedoch nicht in Tore verwandelt werden konnten. Die Gäste aus Gladbach hatten in dieser Hinsicht mehr Glück. In der 70. Minute traf Arango zum 0:1, in der Nachspielzeit schloss Nordtveit einen Konter zum entscheidenden 0:2-Endstand ab. Schwarz-Gelb hatte alles gegeben, am Ende siegte die Qualität der Gäste.

Auch gegen den Erstligisten aus Gladbach setzte Trainer Ralf Aussem auf das 4-2-3-1-System, nahm jedoch einige personelle Veränderungen in der Aachener Startformation vor. Vor Keeper Tim Krumpen startete die Viererkette mit  Kai Schwertfeger, Seyi Olajengbesi, Mario Erb und Fabian Baumgärtel. Kapitän Albert Streit und Timo Brauer spielten auf der Doppelsechs. Über die Außen kamen Marcel Heller und Oguzhan Kefkir. Timmy Thiele startete hinter Sascha Rösler, der die einzige Spitze bildete.

Bereits in der dritten Spielminute wurde Keeper Krumpen von den Gästen auf die Probe gestellt. De Camargo suchte Sturmpartner de Jong, sein Zuspiel war allerdings zu unpräzise und so konnte Krumpen den Ball sicher halten. Doch auch auf der anderen Seite ging es heiß her. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Streit auf Thiele zielte dieser aus 16 Metern aufs Tor, doch die Fahne des Schiedsrichterassistenten war zu diesem Zeitpunkt bereits oben (4.).  Beim nächsten Angriff der Schwarz-Gelben konnte Kefkirs Flanke von Nationalkeeper ter Stegen, der dem heraneilenden Thiele zuvorkam, souverän gehalten werden (7.)

Wie es zu erwarten war, machte die Borussia das Spiel. Sicher lief die Kugel durch die Reihen der Gäste, die Alemannen hatten ab der 10. Minute in der Defensive alle Hände voll zu tun. Arango schoss einen Freistoß aus ca. 20 Metern Entfernung nur knapp am Tor der Schwarz-Gelben vorbei.

 

Besonders in den Mittelpunkt spielte sich an diesem Tag Alemannias Keeper Tim Krumpen, der mehrmals im Eins-gegen-Eins-Duell als Sieger hervorging. So tauchte De Camargo etwa vor Aachens Schlussmann frei auf, Krumpen behielt einen kühlen Kopf und spitzelte dem Angreifer die Kugel vom Fuß. In der 3-minütigen Nachspielzeit drehten die Schwarz-Gelben dann noch einmal richtig auf. Zunächst klärte Stranzl vor Thiele zur Ecke, die von Streit ausgeführt wurde. Die Gäste konnten diese zwar klären, der Ball war jedoch noch nicht verloren, da er vor Kefkirs Füßen gelandet war. Dieser passte auf Rösler, der den Ball zwar traf, das Tor jedoch leider verfehlte. So entließ Schiedsrichter  Felix Zwayer die beiden Teams mit einem Zwischenstand von 0:0 in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit begann auf beiden Seiten ohne personelle Veränderungen, dafür mit demselben ungebrochenen Kampfgeist. Die erste Offensivaktion nach dem Wechsel gehörte den Schwarz-Gelben. Thiele flankte auf Rösler, der die Kugel nur einen knappen Meter über das gegnerische Tor köpfte (47.). Nur wenige Minuten später eine erneute Chance für die Alemannia. Heller erkämpfte sich die Kugel an der Eckfahne und passte den Ball auf Rösler. Der geriet allerdings bei seinem Kopfball zu sehr in Rücklage und die Kugel ging knapp über das gegnerische Tor (53.). Die Alemannia hatte gut ins Spiel zurückgefunden und spielte immer offensiver. Die Angriffe der Borussia blieben zunächst wirkungslos. Ganzen vier Eckstößen in drei Minuten konnte die Aachener Abwehr problemlos standhalten.

Der kämpferische Auftritt der Alemannia gefiel dem Publikum, der Unterschied von zwei Spielklassen war nicht unbedingt zu erkennen. Dass die Borussen mächtig Qualität besitzen, war allerdings nicht von der Hand zu weisen. Während die Jungs vom Tivoli immer mutiger wurden, schlugen die Gäste in der 70. Minute eiskalt zu: Nach einem Zuspiel von Xhaka verwandelte Arango aus kurzer Distanz zum 0:1, der starke Krumpen war dabei machtlos.

Trainer Aussem wechselte daraufhin kurz hintereinander drei Spieler aus. Rösler, Heller und Brauer  verließen das Spiel. Für sie starteten Freddy Borg, Sascha Marquet und Denis Pozder. Die Nachricht an die Mannschaft war klar: alles in die Offensive. Die Schwarz-Gelben gingen an ihre Grenzen, der verdiente Lohn blieb allerdings aus. Weil man hinten aufmachte, ergaben sich für den Bundesligisten Räume zum Kontern. Einen dieser Räume nutzte schließlich Nordtveit fast schon mit dem Schlusspfiff zum 0:2. Die Entscheidung war gefallen, die Reise im DFB-Pokal für die Alemannia beendet. Mit einer guten Leistung, die Selbstvertrauen gibt für die kommenden Aufgaben, verließ das Team von Ralf Aussem das Feld.

Zum Spiel

Marcel Heller: Wir haben uns schon was erhofft heute, aber Gladbach ist natürlich eine sehr starke Mannschaft. Wir haben uns viel vorgenommen und viel versucht und haben auch eine ordentliche Partie abgeliefert. Wir haben versucht die Bälle schnell zu erobern und dann schnell nach vorne zu spielen. Dass das nicht immer gelingt, ist klar. Ich denke, wir können zufrieden sein mit dem Spiel. Es war zwar schwer gegen einen so starken Gegner zu spielen, aber darauf können wir aufbauen.

Albert Streit: Wir wollten defensiv gut stehen und das haben wir gemacht. Defensiv war unser Spiel sehr gut heute, da wir sehr kompakt gestanden haben und es war klar, dass die Offensive auch etwas darunter leidet. Wir müssen auch in den nächsten Spielen hinten genauso spielen wie heute aber bessere Aktionen nach vorne bringen. Man hat heute gesehen, dass unsere Mannschaft eine gute Qualität hat und es war besonders für die jungen Spieler wichtig und interessant zu sehen, wie in der Ersten Liga gespielt wird.

Ralf Aussem: Ich bin sehr zufrieden, auch wenn das Ergebnis negativ ist. Ich denke, dass wir bis zur 70. Minute das Spiel sehr offen gestaltet haben und dass wir die Räume sehr eng gemacht und wenig zugelassen haben. Trotz Niederlage muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir haben heute einen richtigen Pokalfight abgeliefert. Wir haben nach dem ersten Tor alles riskiert, die rechte Seite ausgetauscht, noch eine Spitze gebracht, den Sechser aufgelöst und dann ist es natürlich klar, dass man irgendwann Gefahr läuft, in einen Konter zu laufen.

Alemannia Aachen

 
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