• 3. Liga - Saison 2012/2013 - 7. Spieltag
  • Datum: Dienstag 28.08.2012  - 19:00 Uhr
  • Zuschauer: 13.524 (davon ca. 250 aus Erfurt)
  • Wetter: leicht bewölkt. 20 Grad
  • Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau) – Philipp Schmidt, Marcel Schütz
  • Vereinswappen Alemannia Aachen Alemannia Aachen1 (1)
  • Vereinswappen Alemannia Aachen FC Rot-Weiß Erfurt1 (1)

Mehr Druck, mehr Torgefahr!

Alemannia empfängt am Dienstagabend (19 Uhr) Rot-Weiß Erfurt. Aussem fordert besseres Offensivspiel.

Schön geredet wurde die Partie in Karlsruhe auch zwei Tage nach dem schwachen Auftritt beim KSC nicht. Zufrieden zeigten sich die Schwarz-Gelben wenn überhaupt nur mit dem nackten Ergebnis. „Hätte mir vor dem Spiel in Karlsruhe jemand einen Zähler zugesichert, hätte ich das unterschrieben“, sagte Alemannias Trainer Ralf Aussem am Montag im Rahmen der Pressekonferenz. „Aber mit der Art und Weise waren und sind wir nicht zufrieden. Das war zu wenig“, so der Coach. Für das Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt am Dienstag (19 Uhr) ist die Zielsetzung daher klar: Es sollen drei Punkte her!

Und schon wieder reist mit den Gästen aus Erfurt ein Team an den Tivoli, das in den vergangenen Wochen nur selten ein Erfolgserlebnis feiern durfte. Beim letzten Heimspiel der Schwarz-Gelben kamen die Kickers aus Offenbach als Schlusslicht nach Aachen, diesmal sind es die Erfurter, die mit einem Zähler aus sechs Partien die rote Laterne besitzen. „Wir treffen mit Sicherheit nicht auf eine Mannschaft, die vor Selbstvertrauen strotzt. Aber wie schon vor der Partie gegen Offenbach sage ich, dass wir aufpassen müssen. Sie haben nichts zu verlieren“, warnt Aussem vor den Gästen, die am Wochenende ihren Trainer Stefan Emmerling entließen. „Sie wollen nun in Aachen für einen Neuanfang sorgen“, so der Coach.

So viel zum Gegner: Viel wichtiger ist den Jungs vom Tivoli momentan allerdings die eigene Spielweise – und die soll gegen Erfurt im Vergleich zum Wochenende dringend ein anderes Gesicht erhalten. „Der Fokus lag in den vergangenen zwei Wochen darauf, die Bälle besser zu halten. Wir haben die Bälle in Karlsruhe zwar nicht sofort abgegeben, dafür aber zu wenig aus dem Ballbesitz gemacht. Wichtig ist dabei immer, dass der Laufweg den Passweg vorgibt. Genau da haperte es. Die Laufwege haben in Karlsruhen nicht funktioniert“, bemängelt Aussem.

Gegen Erfurt soll druckvoller gespielt werden, es muss wieder mehr Torgefahr entstehen. Überlegungen, die Startelf zu verändern, seien da, sagt Aussem: „Möglich ist alles. Natürlich denkt man auch darüber nach, mit Freddy Borg einen zweiten Angreifer von Beginn an zu bringen“, so Aussem. Verzichten muss der Coach weiterhin auf Aimen Demai. Kristoffer Andersen befindet sich wieder im Training. Ob es reicht für den Kader, wird kurzfristig entschieden.

Die Bilanz der beiden Teams ist ausgeglichen. Erst zweimal standen sich die beiden Vereine in einem Meisterschaftsspiel gegenüber. Eine Partie gewann die Alemannia, eine Erfurt.

Für das Spiel gegen Erfurt wurden bislang rund 10.300  Karten verkauft. Wie gewohnt gibt es die Möglichkeit, Tickets in den Alemannia-Shops im Tivoli und in der Pontstraße, über die derzeitigen Ersatznummern der Hotline (0241 51005244 / 0241 51005255), im Internet bis vier Stunden vor Spielbeginn unter www.alemannia-tickets.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen zu kaufen.

Die Partie wird geleitet von Timo Gerach. Ihm assistieren Philipp Schmidt und Marcel Schütz.

Aufstellung

Alemannia Aachen: Krumpen – Schwertfeger, Olajengbesi, Erb, Baumgärtel – Streit, Brauer – Müller (68. Heller), Rösler (23. Borg), Kefkir (61. Marquet) – Thiele / Trainer: Ralf Aussem

FC Rot-Weiß Erfurt: Rickert – Ofusu-Ayeh, Möckel, Oumari, Czichos – Strangl (66. Jovanovic), Pfingsten-Reddig, Drexler (76. Öztürk), Engelhardt – Möhwald, Morabit / Trainer: Christian Preußer

Tore

0:1 Morabit (14.), 1:1 Müller (25.)

Verwarnungen

  Engelhardt (37.),   Strangl (39.),   Baumgärtel (54.),   Ofosu-Ayeh (72.),   Olajengbesi (80.)

Ecken

2 / 4

Letzten 3 Spiele

  •     Morabit
    14 min
  •     Müller
    25 min
  •     Engelhardt
    37 min
  •     Strangl
    39 min
  •     Baumgärtel
    54 min
  •     Ofosu-Ayeh
    72 min
  •     Olajengbesi
    80 min

Am Ende herrscht erneut Unzufriedenheit

Alemannia und Rot-Weiß Erfurt trennen sich 1:1. Flo Müller trifft bei Startelf-Debüt.

Die Alemannia ist am Dienstagabend im Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht Rot-Weiß Erfurt nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus gekommen. Erneut wurde das Team von Ralf Aussem in der Anfangsphase kalt erwischt, Erfurts Morabit traf aus mehr als 16 Metern zum 0:1 (14.). Die Schwarz-Gelben steigerten sich deutlich und wurden mit dem Ausgleich durch Florian Müller in der 25. Minute belohnt. Nach dem Wechsel hatten die Schwarz-Gelben nur wenige Ideen, den Siegtreffer zu erzielen. Heller und Thiele scheiterten in der Schlussphase aus ausrichtsreicher Position, durch das Remis herrschte bei den Tivoli-Jungs am Ende erneut Unzufriedenheit.

Beim Spiel gegen die Gegner aus Erfurt setzte Trainer Ralf Aussem auf das 4-2-3-1-System. Vor Keeper Tim Krumpen startete die Viererkette mit Kai Schwertfeger, Seyi Olajengbesi, Mario Erb und Fabian Baumgärtel. Timo Brauer und Kapitän Albert Streit starteten auf der Doppelsechs. Über die Außen kamen Florian Müller und Oguzhan Kefkir. Timmy Thiele spielte hinter Sascha Rösler, der die einzige Spitze bildete.

Mehr Druck nach vorne und die damit verbundene größere Torgefahr sollten den Jungs vom Tivoli drei Punkte bringen. Von Beginn an versuchten die Schwarz-Gelben, den Anweisungen von Trainer Aussem zu folgen und spielten offensiv, fanden jedoch keinen richtigen Abschluss in ihren Aktionen.

Mit der ersten richtigen Aktion sorgten stattdessen die Gäste für einen herben Dämpfer aus Sicht der Alemannia. Morabit zielte aus 17 Metern auf das Tor der Schwarz-Gelben und Torwart Krumpen konnte nur noch hinter sich greifen - 0:1 (14.).

Der Stachel saß, die Gäste waren im Spiel angekommen und setzten nur wenige Minuten später weitere Akzente. In der 23. Minute kam dann der erste Wechsel bei der Alemannia. Sascha Rösler musste die Partie verletzungsbedingt verlassen. Für ihn kam Freddy Borg ins Spiel.

Es dauerte ein paar Minuten, dann zog die Alemannia das Tempo an. Der Gegner wurde besser unter Druck gesetzt und prompt folgte die Belohnung: Flo Müller erzielte bei seinem Startelf-Debüt nach über zwei Jahren den verdienten Ausgleichzum 1:1 (25.).

Nun war wieder alles offen und die Alemannia setzte alle Hebel in Bewegung, um ein weiteres Tor zu erzielen. Kefkirs Flanke in der 29. Minute erreichte den heraneilenden Borg jedoch nicht, sondern landete in den Händen von Keeper Rickert, der den Ball sicher hatte. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit ergriff Kapitän Streit dann die Initiative. Sein Schuss aus 20 Metern ging nur knapp am Tor der Gäste vorbei (42. Minute). Beide Mannschaften kämpften weiterhin, konnten den Spielstand vor der Halbzeit jedoch nicht ändern.

Unverändert starteten beiden Teams vor 13.524 Zuschauern in die zweite Hälfte. Bereits nach wenigen Minuten war Keeper Krumpen gefragt. Den Eckstoß von Engelhardt hielt der Torwart der Schwarz-Gelben jedoch souverän (47.). Auch Drexlers Kopfball, nach einer Flanke von Moehwald, stellte keine Gefahr dar. Die Gäste aus Erfurt zeigten sich zu Beginn der zweiten Halbzeit als die dominierende Mannschaft und versuchten das Team von Trainer Aussem in die eigene Hälfte zurückzudrängen.

Aussem zog daraus seine Konsequenzen und wechselte in der 62. Minute Kefkir aus. Für ihn kam Sascha Marquet ins Spiel, dessen Ballverlust in der 67. Minute für einen gefährlichen Konter der Gäste sorgte. Morabit schoss aus 20 Metern auf das Tor der Schwarz-Gelben, doch Krumpen konnte die Kugel sicher halten. An die zwischenzeitliche gute Phase der ersten Halbzeit konnten die Schwarz-Gelben nicht mehr anknüpfen. Zu viele Bölle wurden leichtfertig vergeben, die Alemannia fand kein Mittel gegen tiefstehende Erfurter. Aussem wechselte zum letzten Mal aus. Torschütze Müller verließ das Spiel, für ihn startete Marcel Heller.

Die Jungs vom Tivoli bemühten sich weiterhin um bessere Aktionen nach vorne, doch die mangelnde Präzision machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Hellers Flanke in der 71. Minute konnte von Gästekeeper Rickert sicher gefangen werden. Doch dann ging es Schlag auf Schlag. Zunächst verpasste Erb nur knapp den von Kapitän Streit ausgeführten Freistoß (72. Minute). Zwei Minuten später versuchte sich Heller und zielte aus 18 Metern ab. Doch der Ball ging weit über das gegnerische Gehäuse. Kurz vor Abpfiff war es erneut Heller, der in den gegnerischen Strafraum dribbelte, jedoch am reaktionsstarken Keeper der Gäste scheiterte. So blieb es nach 90 Spielminuten leider nur bei einem 1:1, das erneut für Unzufriedenheit bei den Schwarz-Gelben sorgte.

 

Sonstiges

Ralf Aussem: „Wir haben es wieder nicht geschafft, zu Null zu spielen. Es war zu wenig, um ein Heimspiel zu gewinnen, dazu brauchen wir viel mehr Möglichkeiten. Es hängt im Moment sehr viel von Albert Streit ab, er spielt viel nach vorne, aber es gibt zu viele Spieler, die sich hinter ihm verstecken. Ein Dreier hätte heute sicher gut getan, auch um den Druck raus zu bekommen. Das ist uns leider nicht geglückt.“

Timo Brauer: „Wir wollten heute drei Punkte holen und haben nur einen geholt – das sagt eigentlich schon alles. Damit können wir nicht zufrieden sein. Wir sind heute wieder in Rückstand geraten, den wir aufholen mussten. Das haben wir geschafft. Aber wir müssen es einfach mal schaffen, selber in Führung zu gehen und dann den Druck aufrecht zu erhalten. Momentan gibt es nur ein Mittel, das uns hilft: Siege.

Florian Müller: „Nach so langer Zeit auf dem Platz zu stehen und dann auch ein Tor zu schießen, ist toll und freut mich. Da es am Ende aber nur ein Zähler war, hält sich die Freude in Grenzen. Leider sind wir zu früh in den Rückstand geraten und es hat nur zu einem Unentschieden gereicht.“

Kai Schwertfeger: „Die Zielvorgabe war, drei Punkte zu holen. Auf einmal liegst du dann wieder im Rückstand und es wird doppelt schwer. Man sieht, dass wir Probleme im Spiel nach vorne haben, das muss man nicht schön reden. Daran müssen wir weiter hart arbeiten. Natürlich sind die Zuschauer unzufrieden, aber wir sind es doch momentan mit unserer Spielweise auch. Ich bin mir sicher, dass wir das in den Griff kriegen.“

Alemannia Aachen

 
Suche