• 3. Liga - Saison 2012/2013 - 12. Spieltag
  • Datum: Samstag 29.09.2012  - 14:00 Uhr
  • Zuschauer: 4.800 (davon ca. 150 aus Aachen)
  • Wetter: leicht bewölkt, 17 Grad
  • Schiedsrichter: Norbert Giese (Großräschen) – Stefan Kleinschmidt, Oliver Lossius
  • Vereinswappen Chemnitzer FC Chemnitzer FC1 (0)
  • Vereinswappen Chemnitzer FC Alemannia Aachen2 (0)
  • Infos zum Spiel in Chemnitz

    Tickets:
    Es findet kein Vorverkauf über die Alemannia-Shops oder beim Heimspiel statt. Tickets sind in ausreichender Anzahl an den Tageskassen erhältlich. Im Gästebereich stehen Stehplätze für 9,50 € (Vollzahler) bzw. 5,50 € (Studenten, Arbeitslose, Schüler, Bundeswehrangehörige, Schwerbehinderte) zur Verfügung. Rollstuhlfahrer zahlen inklusive Begleitperson 5,50 €, der Stellplatz ist direkt vor der Gästekurve. Kinder bis 14 Jahre haben in Begleitung von Erwachsenen freien Eintritt. Sitzplätze gibt es (solange der Vorrat reicht) nur auf der Haupttribüne.

    Anreise:
    Der geplante Bus der Fan-IG wurde wegen der geringen Zahl der Anmeldungen abgesagt.

    Die empfohlene Route vom Tivoli zum Stadion an der Gellertstraße führt über die Autobahn A4 und ist 581 km lang. Man verlässt die A4 an der Abfahrt Chemnitz-Glösa und fährt auf die B107 in Richtung Rochlitz. Dieser folgt man links auf die Müllerstraße, biegt dann links auf die Dresdner Straße (B169) und schließlich rechts in die Gellertstraße.

    Fanbusse können an der Forststraße vor dem Gästezugang parken, PKWs an der Forststraße hinter dem Gästezugang halbseitig in Richtung Steinweg.

    Bahnreisende erreichen das Stadion vom Hauptbahnhof aus nach ca. 1,5 km Fußweg über Dresdner Straße, Hainstraße und Forststraße oder alternativ mit den Buslinien 51 Richtung Zeisigwald, E51 Richtung Yorckgebiet oder 21 Richtung Ebersdorf.

    Adresse:
    Stadion an der Gellertstraße, 09130 Chemnitz (Gästeeingang: Forststraße, 09130 Chemnitz)

    Infos zum Stadion an der Gellertstraße:
    Das Stadion wurde 1934 eröffnet, zunächst vom PSV Chemnitz genutzt und nach dem Krieg von CFC-Vorläufer SG Chemnitz Nord übernommen. 1989 wurde die Haupttribüne überdacht, 1999 wurde das Stadion anlässlich des Zweitligaaufstiegs des Chemnitzer FC modernisiert. Ende 2011 beschloss der Stadtrat einen Neubau. Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von 18.712 Plätzen, darunter 1.062 Sitzplätze. Der Gästeblock (Block 2) ist über die Forststraße erreichbar.

    Das Stadionheft "Die Himmelblauen" ist zum Preis von 1,50 € erhältlich.

    Fanutensilien:

    Erlaubt sind:
    - Zaunfahnen
    - Megafon
    - Trommeln (einseitig offen)
    - Fahnen und Doppelhalter mit Stocklänge < 1,00 Meter
    - insgesamt 2 große Schwenkfahnen mit Teleskopstäben nur im Innenraum vor dem Gästeblock (Anmeldung über fanbeauftragte@alemannia-aachen.de)
    - Gürteltaschen

    Nicht erlaubt sind:
    - Fahnen und Spruchbänder mit politischem Inhalt
    - Pyrotechnik aller Art
    - Rucksäcke und Taschen (Abgabemöglichkeit mit begrenzter Kapazität)

Mit neuem Mut nach Chemnitz

In Sachsen will das Team an die Partie gegen Münster anknüpfen. Van Eck mit mehr Alternativen.

Irgendwann hatte René van Eck dann genug, ständig über den Schiedsrichter zu sprechen. Auch Alemannias Chef-Trainer findet die Ansetzung zum Spiel gegen Preußen Münster unglücklich, „doch wir sollten uns auch mal fragen, was wir bei den Gegentoren falsch gemacht haben“, so van Eck. Die Alemannia hatte sich am Donnerstagnachmittag dazu entschieden, auf einen Protest beim DFB zu verzichten. „Ich als Trainer konzentriere mich ohnehin mehr auf das, was ich beeinflussen kann. Und das ist die Vorbereitung auf die nächste Partie“, sagt der Niederländer. Genau die steht am morgigen Samstag auf dem Plan: Die Alemannia gastiert um 14 Uhr beim Chemnitzer FC.

Mit dem dritten Spiel innerhalb von acht Tagen blieb auch diesmal nicht allzu viel Zeit, durchzupusten. „Genau das ist aber das Gute an der Situation. Es geht direkt weiter. Und die Jungs sind bereit für die nächste Aufgabe. Im Training haben sie wieder Vollgas gegeben“, freut sich van Eck.

Freuen dürfte Alemannias Coach auch die Tatsache, dass ihm für das Auswärtsspiel in Sachsen wieder mehrere Alternativen zur Verfügung stehen. Neuzugang Norikazu Murakami ist zwar noch nicht spielberichtigt, dafür trainierte Krsitoffer Andersen wieder voll mit. Auch Timmy Thiele ist nach seiner Handverletzung zurück in den Kader gerückt. „Timmy ist gut drauf. Vielleicht wird er sogar in der Startelf stehen“, verrät van Eck. Neben den beiden stehen auch Albert Streit und Marcel Heller dem Team nach ihrer Sperre wieder zur Verfügung.

Auch wenn die letzten drei Niederlagen nicht für eine breitere Brust der Schwarz-Gelben gesorgt haben, fahren die Jungs am Freitag mit neuem Mut nach Chemnitz. „Jeder hat gesehen, dass wir nicht tot sind. Wir haben gegen Preußen Münster mit dem letzten Aufgebot alles gegeben, bis zur letzten Sekunde. Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, stimmt uns zuversichtlich. Da wollen wir anknüpfen“, so der Trainer.

Die Bilanz der beiden Teams spricht für die Hausherren. Von vier Meisterschaftsspielen gewann die Alemannia eine. Eine Partie endete unentschieden und zweimal ging Chemnitz als Sieger vom Platz.

Die Alemannia rechnet mit rund 300 Fans, die die Mannschaft zum Auswärtsspiel begleiten werden. Tickets sind am Spieltag an den Tageskassen vor Ort erhältlich.

Schiedsrichter der Partie ist Norbert Giese. An der Linie assistieren ihm Stefan Kleinschmidt und Oliver Lossius.

Der WDR wird am Samstag um 14 Uhr die drei Spiele Chemnitzer FC gegen Alemannia Aachen, Preußen Münster gegen BVB II und SV Darmstadt gegen Arminia Bielefeld in einer Livekonferenz im Fernsehen übertragen.

Aufstellung

Chemnitzer FC: Schmidt – le Beau, Buchner, Wilke, Birk – Mrowiec, Kegel – Landeka, Pfeffer (71. Stenzel), Jansen (51. Semmer) – Fink / Trainer: Gerd Schädlich

Alemannia Aachen: Melka – Weber, Olajengbesi, Stehle, Baumgärtel – Schwertfeger, Erb (46. Brauer) – Heller, Streit, Kefkir (46. Pozder) – Thiele (60. Müller) / Trainer: René van Eck

Tore

1:0 le Beau (80.), 1:1 Müller (84.), 1:2 Pozder (89.)

Verwarnungen

  Kefkir (31.),   le Beau (31.),   Brauer (72.),   Stenzel (78.),   Stehle (79.),   Mrowiec (88.),   Pozder (89.)

Ecken

5 / 6

Letzten 5 Spiele

  •     Kefkir
    31 min
  •     le Beau
    31 min
  •     Brauer
    72 min
  •     Stenzel
    78 min
  •     Stehle
    79 min
  •     le Beau
    80 min
  •     Müller
    84 min
  •     Mrowiec
    88 min
  •     Pozder
    89 min
  •     Pozder
    89 min

Verdienter Sieg in der Schlussphase

Die Alemannia dreht das Spiel in letzter Minute und gewinnt beim Chemnitzer FC mit 2:1

Danach hatten sich alle Alemannen wochenlang gesehnt: Nach sieben sieglosen Spielen hat die Alemannia am Samstag wieder einen Dreier eingefahren. Die Schwarz-Gelben drehten einen 0:1-Rückstand und gingen mit 2:1 beim FC Chemnitz als Sieger vom Platz. Der erste Durchgang gehörte den Schwarz-Gelben. Kefkir und Erb hatten die größten Gelegenheiten zur Führung, scheiterten allerdings am starken Keeper der Gastgeber. Nach der Pause wurden die Hausherren stärker und trafen etwas glücklich zehn Minuten vor Abpfiff durch le Beau zum 1:0. Das Team von René van Eck ließ sich nicht hängen und drehte das Spiel durch die Treffer von Müller (85.) und Pozder (89.) verdient in der Schlussphase.

Trainer René van Eck schickte im Vergleich zum Heimspiel gegen Münster gleich vier neue Leute ins Rennen. Tim Krumpen blieb komplett zuhause, Michael Melka durfte daher zum ersten Mal im Dress der Schwarz-Gelben von Beginn an ran. Vor ihm postierte sich die unveränderte Viererkette mit Christian Weber, Seyi Olajengbesi, Thomas Stehle und Fabian Baumgärtel. Mario Erb und Kai Schwertfeger begannen vor der Abwehr, Albert Streit kehrte nach seiner Sperre zurück ins zentrale Mittelfeld. Auch Marcel Heller rückte nach seiner Roten Karte wieder in die erste Elf und kam statt Florian Müller über die rechte Seite. Oguzhan Kefkir startete über links, Timmy Thiele erhielt nach seiner Verletzungspause den Vorzug gegenüber Denis Pozder.

Beide Mannschaften sorgten vor 4.800 Zuschauern im Stadion an der Gellertstrasse für einen flotten Beginn. Die Alemannia machte da weiter, wo sie im Heimspiel gegen Preußen Münster aufgehört hatte. Früh wurden die Gastgeber im Aufbauspiel gestört und so zu Fehlern gezwungen. Streit eroberte nach vier Minuten die Kugel, suchte den Abschluss und verzog nur knapp. Nach einer knappen viertel Stunde dann die bis dahin größte Chance zur Führung: Chemnitz vertändelte das Leder in der eigenen Hälfte, Kefkir suchte den direkten Weg zum Tor und scheiterte aus kurzer Distanz an Keeper Schmidt. Es war ein guter Start der Schwarz-Gelben.

Mit den großen Torchancen war es dann allerdings erst einmal vorbei – auf beiden Seiten. Die Chemnitzer kamen im weiteren Verlauf besser in die Partie, versuchten ihr Glück aber meist aus der Distanz. Großes Aufschreien seitens der Heimzuschauer gab es nur in der 30. Minute, als alle &bdquoHimmelblauen“ einen Handelfmeter forderten, weil die Kugel Stehle unabsichtlich an die Hand geprallt war.

Die Alemannia hatte die Sache im Wesentlichen gut im Griff. Die Schwarz-Gelben ließen nur wenig zu und machten in der Offensive mehr Alarm als der CFC. Thiele zog nach 37 Minuten aus spitzem Winkel ab, Schmidt klärte zur Ecke. Diesen brachte Kefkir gefährlich in den gegnerischen Strafraum, wo Erb per Kopf um ein Haar die Führung erzielt hätte. Doch wieder einmal war der Torhüter der Hausherren auf der Hut (38.). Ohne großartig deutlich überlegen zu sein hinterließ das Team von René van Eck im ersten Durchgang den besseren Eindruck.

Van Eck nahm in der Pause zwei Änderungen vor: Der gelb-rot-gefährdete Kefkir blieb draußen, Denis Pozder kam ins Spiel. Außerdem durfte Timo Brauer ran, Mario Erb blieb dafür in der Kabine. Diesmal waren es die Gastgeber, die den etwas besseren Start erwischten. Mit Druck legte der CFC den Vorwärtsgang ein, Pfeffer kam nach einer Hereingabe per Kopf zum Abschluss, doch Melka packte sicher zu. Kurz darauf hatte le Beau auf der rechten Seite viel Platz, sein Flachschuss verfehlte das Gehäuse um einige Meter (61.).

Alemannias Coach nahm daraufhin seinen dritten und letzten Wechsel vor, Florian Müller kam nun für Timmy Thiele über die Außenbahn. Nur wenige Sekunden war Müller auf dem Feld, da sah er, wie die sein Kollege Thomas Stehle de riesen Chance zur Führung hatte: Streit hatte einen Freistoß blitzschnell ausgeführt, alle Chemnitzer schliefen und Stehle tauchte frei vor dem Kasten auf. Schmidt behielt allerdings im Duell mit dem Innenverteidiger die Oberhand (67.).

Die Alemannia arbeitete sich zurück in die Partie. Heller hatte an der Eckfahne energisch nachgesetzt, behauptete die Kugel und zog sofort ab, Schmidt wehrte zur Ecke ab (78.). Sekunden später dann Jubel bei den Alemannen: Nach einem scharfen Freistoß von Heller war Stehle am langen Pfosten zur Stelle und traf ins Netz, doch der Schiedsrichter entschied auf Abseits – eine äußerst knappe Entscheidung (79.). Gerade hatten sich die Aachener noch geärgert, da gingen die Gastgeber glücklich in Führung: Ein Zuspiel von Fink fand le Beau, der Melka überwand und den Alemannen mit dem 1:0 einen tiefen Stachel verpasste (80.).

Es war einem danach zumute, den Kopf in den Sand zu stecken. Doch die Jungs vom Tivoli gaben nicht auf, rannten weiter an und wurden für ihren Einsatz belohnt: Streit fasste sich aus 25 Metern ein Herz, der bis dahin starke Schmidt ließ den Ball nur klatschen. Müller war zur Stelle und traf zum hochverdienten 1:1 (85.).

Fünf Minuten waren noch zu spielen und die Alemannia wollte mehr: Die Schlussphase war nervenaufreibend, Schwarz-Gelb wollte den Dreier. In der 89. Minute dann endlich die Befreiung: Streit zirkelte einen Freistoß in den Strafraum, Pozder stieg hoch und köpfte den Ball mit Wucht ins Tor zum 1:2. Der Jubel kannte keine Grenzen. Die gesamte Ersatzbank sprang auf, alle mitgereisten Alemannia-Anhänger hatten sich nach so einem Moment gesehnt. Die letzten Sekunden tickten die Uhr herunter, und die Aachener wollten diesen Dreier nicht mehr aus der Hand geben. Der Schiedsrichter pfiff ab, und der Dreier war perfekt. Mit einer enormen kämpferischen Leistung nahm die Alemannia in den Schlusssekunden verdient die volle Punktzahl mit nach Aachen.

Zum Spiel

Denis Pozder: Das fühlt sich einfach gut an. Wir haben mal wieder nach dem Rückstand Moral bewiesen und das Spiel verdient gewonnen. Es sah zunächst danach aus, dass wir wieder mit leeren Händen vom Platz gehen, doch wir sind zurückgekommen. Über meinen Treffer freue mich mich natürlich sehr, aber viel wichtiger ist, dass wir gemeinsam aus dieser Situation rauskommen. Das war heute ein guter Anfang dafür.

Michael Melka: Natürlich war es ein schönes Erlebnis, das erste Mal zwischen den Pfosten zu stehen, aber das zählt nicht. Was zählt, ist der Sieg und den haben wir verdient geholt. Jetzt geht es darum, dran zu bleiben und nachzulegen.

Flo Müller: Der Dreier tut uns richtig gut, endlich wurden wir nochmal für unsere Leistung belohnt. Durch den Ausgleich haben wir den Gegner nochmal richtig unter Druck setzen können und alles nach vorne geschmissen. Ich hoffe, dass wir jetzt den Bock umgestoßen haben. Dafür müssen wir jetzt aber genau so weiter machen.

René van Eck: Ich bin verdammt stolz auf meine Mannschaft. Ich habe heute Morgen vor dem Spiel in einer Zeitung gelesen, dass wir angeblich mental am Boden wären und ich das Team andauernd nur stark reden würde. Wir sind weder mental am Boden noch rede ich irgendetwas stark. Ich denke, das konnte jeder heute im Stadion sehen. Meine Mannschaft ist einfach stark, das hat sie heute bewiesen. Das Team ist absolut intakt und mental richtig gut drauf. Denn wir sind heute wieder einmal zurückgekommen und haben das Spiel am Ende verdient gewonnen. Wir haben uns in den letzten Spielen nicht belohnen können, heute schon!

Alemannia Aachen

 
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