2. Bundesliga - Saison 2009/2010 - 4. Spieltag - Sonntag 30.08.2009  - 13:30 Uhr
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Klares Ziel: Drei Punkte

Nach zwei ordentlichen Auftritten in der Fremde und dem verpatzten Tivoli-Debüt gegen den FC St. Pauli sind die Vorzeichen für das zweite Heimspiel der Alemannia am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) gegen den FSV Frankfurt eindeutig: Für Trainer Jürgen Seeberger zählen nur drei Punkte.

„Der Auftritt in Kaiserslautern hat gezeigt, dass wir mit der äußerst schwierigen Situation umzugehen wussten. Gerade nach dem Ausgleich war es für die Mannschaft nicht einfach, doch sie hat das hervorragend gemacht. Das gibt uns das nötige Selbstvertrauen für das Heimspiel gegen den FSV Frankfurt“, blickt Seeberger der anstehenden Partie auf dem Tivoli optimistisch entgegen. Für Alemannias Trainer ist die Heimniederlage gegen St. Pauli kein Thema mehr. Das Spiel sei abgearbeitet und man konzentriere sich nun nur noch auf die bevorstehenden Aufgaben, versichert Seeberger, der am Sonntag weiterhin auf Florian Müller verzichten muss. Der 22-Jährige konnte während der Woche aufgrund von Problemen an der Gesäßmuskulatur nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und wird mit ziemlicher Sicherheit ausfallen. Fehlen wird auch Abdul Özgen, der wegen einer Operation am Außenmeniskus die nächsten Wochen pausiert. Hinzu kommen die Langzeitverletzten Aimen Demai, Jérôme Polenz, Thomas Stehle und Reiner Plaßhenrich. Szilárd Nemeth wird dem Team nach ausgestandener Verletzung am Innenband hingegen wieder zur Verfügung stehen. Auch Lukasz Szukala ist nach seiner Darmentzündung seit Freitag wieder gesund geschrieben. Allerdings fehlt dem Innenverteidiger durch den starken Gewichtsverlust noch die Kraft für einen längeren Einsatz. „Er ist aber eine Option für den Kader“, sagt Seeberger.

Mit ebenfalls einem Punkt aus drei Spielen und nur einem erzielten Treffer sind die Gäste aus Frankfurt ebenfalls nicht optimal in die neue Spielzeit gestartet. Am letzten Wochenende gelang gegen Paderborn der erste Punkt, davor musste das Team von Tomas Oral eine bitte 0:4-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth hinnehmen. Dementsprechend erwartet Aachens Coach einen Gegner, der eher defensiv agieren wird: „Sie werden versuchen hinten kompakt zu stehen und uns mit schnellen Kontern zu überraschen. Sie haben mit Junior Ross einen schnellen Mann und sind besonders bei Standards durch Coulibaly sehr gefährlich, aber wir haben uns gut vorbereitet.“

Sowohl in Karlsruhe als auch in Kaiserslautern konnten die Schwarz-Gelben jeweils in Führung gehen. So will man dies auch beim Heimspiel gegen die Frankfurter wiederholen. „Natürlich wollen wir ein frühes Tor erzielen. Das würde uns mit dem Publikum im Rücken mehr Sicherheit geben. Doch auch wenn das nicht von Anfang an klappen sollte, müssen wir geduldig und hartnäckig sein und den ersten Sieg der Saison erzwingen. Es zählen nur drei Punkte“, sagt Seeberger, der am Freitag ein Sonderlob für zwei Spieler parat hatte. „Thorsten Stuckmann hat in Kaiserslautern enorm viel Ruhe und Sicherheit ausgestrahlt. Gut zu wissen, dass er in solch guter Verfassung ist.“ Ein anderer Spieler macht dem Trainer das Leben schwer - in positivem Sinne. „Bei Kevin Kratz kommt man schon ins Grübeln. Er macht im Training einen hervorragenden Eindruck und hat nach seiner Einwechslung auch am Betzenberg überzeugt“, so Seeberger.

Bisher konnten für die Partie gegen den FSV Frankfurt rund 20.500 Karten verkauft werden. Tickets sind mit Ausnahme der Bereiche S3 und S4 noch für alle Blöcke in den Alemanina-Shops im Tivoli und in der Pontstraße, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter www.alemannia-tickets.de erhältlich. Zusätzlich können am Sonntag ab 11.30 Uhr noch Tickets an den Tageskassen erworben werden.

Geleitet wird die Partie von Christian Schössling. Ihm assistieren an der Linie Lothar Ostheimer und Eduard Beitinger. Vierter Offizieller ist Dirk Margenberg.

Spieldaten

Aufstellung

Alemannia Aachen: Stuckmann – Casper, Herzig, Olajengbesi, Achenbach – Fiel – Junglas (83. Oussalé), Burkhardt (60. Kratz), Milchraum (68. Adlung) – Auer, Gueye / Trainer: Jürgen Seeberger

FSV Frankfurt: Klandt – Hickl, Klitzpera, Gledson, Kujabi – Junor Ross (68. O. Mokhtari), Lagerblom, Voigt (75. Bouhaddouz), Coulibaly (88. Taylor) – Cenci, Diakité / Trainer: Tomas Oral

Tore

1:0 Auer (14.), 2:0 Junglas (34.), 3:0 Auer (89.)

Verwarnungen

  Lagerblom (40.),   Gledson (46.),   Cenci (51.),   Casper (72.)

Schiedsrichter:

Christian Schössling (Leipzig) – Lothar Ostheimer, Eduard Beitinger

Zuschauer:

23.078 (davon ca. 100 aus Frankfurt)

Wetter:

heiter bis wolkig, 18 Grad

Erster Saisonsieg auf dem neuen Tivoli

Die Schwarz-Gelben gewinnen gegen Frankfurt mit 3:0. Doppelpack von Benny Auer

Die Alemannia hat den ersten Saisonsieg eingefahren und den FSV Frankfurt souverän mit 3:0 besiegt. Bereits nach 14 Minuten brachte Benny Auer die Schwarz-Gelben in Führung, Manuel Junglas erhöhte noch vor dem Pausenpfiff (35.). Nach dem Seitenwechsel gaben die Aachener das Spiel nicht mehr aus der Hand, in der Schlussminute machte Auer mit seinem zweiten Treffer den Endstand perfekt.

Der ordentliche Auftritt in Kaiserslautern hatte Jürgen Seeberger überzeugt und deshalb schickte Aachens Trainer dieselbe Startformation ins Rennen wie in der Vorwoche: Vor Keeper Thorsten Stuckmann verteidigte die Viererkette um Mirko Casper, Nico Herzig, Seyi Olajengbesi und Timo Achenbach. Um Kapitän Cristian Fiel versammelten sich im Mittelfeld Thorsten Burkhardt, Manuel Junglas und Patrick Milchraum, das Angriffsduo bildeten erneut Benny Auer und Babacar Gueye.

Das anfängliche Abtasten war nach acht Minuten beendet, als Manuel Junglas den ersten Torschuss abgab. Die Schwarz-Gelben übernahmen das Kommando und durch frühes Pressing zwangen sie die Frankfurter zu Ballverlusten. Das brachte auch Patrick Milchraum die erste Schusschance, der Flügelflitzer zirkelte das Leder aber über den FSV-Kasten (10.). Etwas genauer zielte Babacar Gueye vier Minuten später: Mit einer brandgefährlichen Flanke spielte der Senegalese Sturmpartner Benny Auer frei, der am zweiten Pfosten lauerte und das Leder volley über die Linie drückte - 1:0. Der Führungstreffer gab der Seeberger-Elf immer mehr Sicherheit, Cristian Fiel und Nico Herzig verpassten aber den schnellen Doppelschlag (15., 16.). Nach rund 20 Minuten hatten sich die Frankfurter vom ersten Schock erholt. Bei den Aktionen von Soumaila Coulibaly (21.) und Bakary Diakite (24.) musste Keeper Thorsten Stuckmann allerdings nicht eingreifen. Sein Gegenüber wäre in der 29. Minute machtlos gewesen, wenn Benny Auer seinen Kopfball aufs Tor gebracht hatte. Die Kopie des ersten Treffers blieb jedoch aus, da der Torschützenkönig der vergangenen Saison nur das Außennetz traf.

Die Aachener Angriffsmaschinerie lief jetzt auf Hochtouren und Manuel Junglas belohnte sein Team dafür mit dem zweiten Treffen: Mit einer Körpertäuschung ließ der Youngster Gegenspieler Kujabi ins Leere laufen, der anschließende Schuss mit seinem schwachen linken Fuß schlug im linken unteren Eck ein - 2:0 (35.). Die letzte Aktion in Halbzeit 1 gehörte schließlich den Frankfurtern: Einen Heber von Coulibaly lenkte Stuckmann gegen die Latte (39.).

Nach dem Seitenwechsel wurde die Elf von Tomas Oral mutiger, große Chancen spielten sich die FSV-Akteure aber nicht heraus. Die Alemannen lauerten dagegen auf Kontersituationen, die allerdings zu selten Gefahr brachten. Einen schnell vorgetragenen Angriff über Junglas und Fiel schloss Milchraum ab. Den Schuss des Mittelfeldspielers konnte Frankfurts Keeper Patric Klandt sicher klären (55.). Die Schwarz-Gelben kontrollierten zwar das Spielgeschehen, ließen aber Tempo und Zielstrebigkeit der ersten 45 Minuten vermissen. Die Gäste kamen mehr zufällig zu Torgelegenheiten: Eine Freistoßflanke von Coulibaly flog nach einmaligem Aufsetzen gegen den Querbalken (63.). Fünf Minuten später hätten die Schwarz-Gelben alles klar machen können: Die Flanke von Timo Achenbach fand Gueye am zweiten Pfosten. Den Kopfball des Senegalesen konnte Klandt jedoch parieren.

In der Schlussviertelstunde steuerten die Frankfurter etwas zielstrebiger auf den Alemannia-Kasten zu. Spätestens am Sechzehner der Schwarz-Gelben war jedoch häufig Endstation. Mit einer Ausnahme: Matias Esteban Cenci hatte sich in der 81. Minute gegen Nico Herzig durchgesetzt. Den Schuss des ansonsten blassen FSV-Angreifers bereinigte Stuckmann per Fußabwehr. Für das letzte große Ausrufezeichen sorgte Benny Auer in der Schlussminute: Der Angreifer umkurvte Gegenspieler Stefan Hickl mustergültig, um den Ball dann in den rechten Torwinkel zu schlenzen - 3:0, der perfekte Abschluss einer vor allem vor der Pause guten Vorstellung. Die ersten Punkte im neuen Stadion sind eingefahren.

Zum Spiel


Thorsten Stuckmann: Es war ein verdienter Sieg, der für uns alle sehr wichtig war. Benny hat zwei Hütten gemacht, das wird ihm Selbstvertrauen geben. Den ersten Treffer haben wir über mehrere Stationen richtig gut rausgespielt. Es kamen zwei eklige Flanken aufs Tor, mehr haben wir nicht zugelassen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir unsere Lehren aus dem Spiel ziehen. Wir brauchen ein paar Siege, dann schaue ich optimistisch in die Zukunft.

Manuel Junglas: Besonders in der ersten Halbzeit war es ein gutes Spiel von uns, das hat Selbstvertrauen gegeben. Für mich war es ein tolles Debüt auf dem neuen Tivoli, das erste Spiel habe ich ja wegen meiner Sperre verpasst. Im Vordergrund standen jedoch die drei Punkte, und die haben wir verdient eingefahren. Wir hätten schon in Kaiserslautern gewinnen können und hatten uns für heute viel vorgenommen. Es war noch nicht perfekt, aber es geht bergauf.

Benny Auer:
Es war ein tolles Erlebnis, das erste Tor auf dem neuen Tivoli und dann auch noch meinen ersten Doppelpack für die Alemannia zu erzielen. Das erste Tor hat Babs super vorbereitet mit der Flanke über die Abwehr. Beim zweiten hatte ich auch ein bisschen Glück, dass der Ball so in den Winkel fliegt. Generell habe ich mich über die Erfolgserlebnisse gefreut. Doch wir müssen auch festhalten, dass wir mit der zweiten Halbzeit nicht zufrieden sein können. So können wir nicht Fußball spielen. Wir sollten die nächsten 14 spielfreien Tage nutzen, um noch weiter an der Feinabstimmung zu arbeiten.

Jürgen Seeberger: Ich freue mich sehr für die Mannschaft. Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden, doch die gezeigte Leistung im zweiten Durchgang war nicht nach unseren Vorstellungen. In dieser Phase hatten wir zu wenig Ballbesitz und konnten uns keine zwingenden Torchancen erarbeiten. Die Mannschaft wollte kein Gegentor bekommen, aber das richtige Motto wäre gewesen: Wir gehen auf das 3:0. Nichtsdestotrotz haben wir den ersten Sieg eingefahren - das war das Wichtigste.

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