2. Bundesliga - Saison 2009/2010 - 22. Spieltag - Samstag 13.02.2010  - 13:00 Uhr
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  • Wieder werden freiwillige Helfer gesucht

    Die Platzwarte am Tivoli können langsam keinen Schnee mehr sehen. Pünktlich zu den Alemannia-Heimspielen 2010 wird Aachen von einer weißen Schicht bedeckt, auch vor der Partie am Samstag gegen Oberhausen. So sind am Freitag freiwillige Helfer ab 8 Uhr wieder willkommen, Treffpunkt ist das Treppenhaus 1 am nördlichen Ende der Sparkassen Tribüne. Für Verpflegung ist wie immer gesorgt, Schneeschieber und Besen können gerne mitgebracht werden.

    Die Platzwarte am Tivoli können langsam keinen Schnee mehr sehen. Pünktlich zu den Alemannia-Heimspielen 2010 wird Aachen von einer weißen Schicht bedeckt, auch vor der Partie am Samstag gegen Oberhausen. So sind am Freitag freiwillige Helfer ab 8 Uhr wieder willkommen, Treffpunkt ist das Treppenhaus 1 am nördlichen Ende der Sparkassen Tribüne. Für Verpflegung ist wie immer gesorgt, Schneeschieber und Besen können gerne mitgebracht werden.

    Für alle Helfer, die in diesem Winter im Einsatz waren, wird sich die Alemannia im Frühjahr noch eine besondere Aktion einfallen lassen.„Viele Helfer haben mit ihrem Einsatz dafür gesorgt, dass bei unseren ersten beiden Heimspielen perfekte Bedingungen herrschten. Ich hoffe, das klappt auch am Samstag“, sagt Trainer Michael Krüger.

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RWO kommt zum Rekord-Spiel

Die Gäste sind bereits zum 36. Mal Gast auf dem Tivoli

Alles wie immer am Tivoli im Jahr 2010: Der Kader ergibt sich von selbst, der Trainer wünscht sich eine bessere Chancenverwertung und der Schnee lässt die Truppe des Stadionbetriebes mächtig rotieren. Etwas mehr als 18.000 Tickets sind bisher verkauft – „nur“ 18.000? „Ich finde es sensationell, wie viele Leute immer zu unseren Heimspielen kommen. Das muss auch mal gesagt werden, auch wenn immer alle von den freien Plätzen im Stadion sprechen“, sagt Coach Michael Krüger.

Der Trainer hofft, dass die fleißigen Helfer abseits des Rasens auch im dritten Heimspiel des Jahres wieder zur Stelle sein werden. „Viele Helfer haben mit ihrem Einsatz dafür gesorgt, dass bei unseren ersten beiden Heimspielen perfekte Bedingungen herrschten. Ich hoffe, das klappt auch am Samstag“, sagt Krüger, der vor der Pressekonferenz am Donnerstag den verschneiten Rasen in Augenschein nahm. Freiwillige Helfer sind am Freitag ab 8 Uhr wieder willkommen, Treffpunkt ist das Treppenhaus am nördlichen Ende der Sparkassen Tribüne. Für Verpflegung ist wie immer gesorgt, Schneeschieber und Besen können gerne mitgebracht werden.

Während es im und ums Stadion noch Arbeit gibt, bastelt auch der Trainer mal wieder an einer neuen Aufstellung. Kevin Kratz fehlt gesperrt, Jérôme Polenz ist verletzt. „Marco Höger wird mit hundertprozentiger Sicherheit im Kader stehen. Er macht immer einen guten Eindruck, wenn er bei uns im Training ist“, gibt der Coach einen kleinen Einblick in die Planungen. Während der hoch gelobte Kapitän der U23 also ins Aufgebot rutscht, könnte Aimen Demai gar in die Startelf zurück kehren. „Aimen ist mit Sicherheit eine Alternative – egal, in welchem System wir agieren werden“, sagt der Trainer.

Gemeinsam mit Erik Meijer und Hermann Grümmer war Krüger am vergangenen Freitag Zeuge des 2:1-Erfolges der Oberhausener gegen Hansa Rostock. „Sie hatten am letzten Wochenende nach langer Dursttrecke mal wieder ein Erfolgserlebnis und dürften Selbstvertrauen getankt haben“, glaubt der Trainer. Als rustikale Mannschaft, die eher von der kämpferischen Seite kommt, schätzt der Coach den Gegner ein. „Durchbeißen, vielleicht auch mal über die Schmerzgrenze gehen“, das fordert Krüger von seiner Elf – wohl wissend, dass genau das dem Team ab und an schwer fällt. Genau diese Eigenschaft war Thema der Mannschaftssitzung am Montag. „Auch nach dem Pauli-Spiel haben wir darüber gesprochen.“

Auch der neue Kapitän Benjamin Auer beschäftigt sich mit dieser Thematik. Wir haben eine extrem harmonische Mannschaft. Ich kann mich nicht erinnern, dass es mal nennenswerte Querelen oder Streitereien gab. Aber das gehört einfach dazu. Wenn du 20, 25 verschiedene Charaktere hast, dann muss es auch im Training mal ein bisschen rauer zugehen. Es schadet nichts, wenn mal ein bisschen Unruhe in der Mannschaft aufkommt und dadurch gewisse Reibungspunkte entstehen“, sagt der Kapitän im Stadionheft-Interview zum Oberhausen-Spiel.

Vielleicht geht es ja am Samstag auf dem Rasen rauer zu. Sind beide Teams in punkto Aggressivität auf einem Level, „dann werden unsere spielerischen Qualitäten den Ausschlag geben. Wir können jede Position so besetzen, dass bei entsprechender Einstellung und Abrufung der Leistung hier am Samstag ein Dreier möglich ist“, sagt Krüger, der seinen Jungs die in Frankfurt zum wiederholten Mal gewonnene Erkenntnis mit auf den Weg geben wird: „Wenn ich so viele klare Torchancen habe, dann muss ich irgendwann auch mal eine nutzen.“

Einen Superlativ hat die Partie mindestens zu bieten: Mit dem Spiel am Samstag überholt Oberhausen Rot-Weiss Essen und ist mit 36 Meisterschaftsspielen auf dem Tivoli alleiniger Rekord-Gegner der Alemannia. Die Statistik spricht für die Schwarz-Gelben: Von den bisherigen 35 Partien in Aachen gewannen die Rot-Weißen nur zwei bei 22 Siegen der Alemannia. Der letzte Oberhausener Sieg am Tivoli datiert vom 21. Januar 1951! Und an Karneval lässt sich die Aachener Bilanz ohnehin sehen. Das letzte Heimspiel an einem Karnevalssamstag gewann die Alemannia am 17. Februar 2007 mit 1:0. Gegner war kein geringerer als der FC Bayern München.

Spieldaten

Aufstellung

Alemannia Aachen: Hohs – Casper, Herzig, Olajengbesi, Jepsen – Demai, Burkhardt (63. Szukala), Fiel – Adlung (78. Özgen), Auer, Gueye (68. Milchraum) / Trainer: Michael Krüger

Rot-Weiß Oberhausen: Semmler – Pappas, Miletic, Embers (84. Luz), Schlieter – Landers (71. Petersch), Kaya, Gordon, Schmidtgal – König, Terranova (64. Schönfeld) / Trainer: Hans-Günter Bruns

Tore

0:1 Schlenter (13.), 1:1 Auer (15.), 2:1 Auer (82.)

Verwarnungen

  Schmidtgal (33.)

Schiedsrichter:

Daniel Siebert (Berlin) – Martin Bärmann, Jan Seidel, Sönke Glindemann

Zuschauer:

19.115 (davon ca. 500 aus Oberhausen)

Wetter:

bewölkt, -3 Grad

Alemannia dreht das Spiel

Benny Auer besiegelt mit einem Doppelpack den 2:1-Sieg gegen Oberhausen

Die Alemannia hat zum ersten Mal seit zwei Jahren einen Rückstand gedreht und Rot-Weiß Oberhausen mit 2:1 besiegt. Nur zwei Minuten nach dem Führungstreffer der Gäste durch Thomas Schlieter (13.) glich Aachens Toptorjäger Benny Auer aus. Sein zweiter Streich folgte zehn Minuten vor dem Schlusspfiff: Nach einer Ecke von Aimen Demai war Auer erneut mit dem Kopf zur Stelle und erzielte den erlösenden zweiten Treffer.

Mit Pappnase und Clowns-Perücke pilgerte der „jecke“ Teil der 19.115 Zuschauer am Karnevalssamstag Richtung Tivoli, um die Schwarz-Gelben beim Rekordspiel zu unterstützen. Die 36. Auflage des Tivoli-Duells Alemannia gegen RWO stand allerdings unter keinem guten Stern, da neben dem neuerlichen Schneetreiben auch die personelle Situation einige Probleme bereitete. Torhüter Thorsten Stuckmann zog sich unter der Woche einen Infekt zu, so dass Ersatz-Keeper David Hohs wie schon im Hinspiel zwischen den Pfosten zum Einsatz kam. Zudem musste Trainer Michael Krüger auf den gelb-gesperrten Kevin Kratz verzichten, der durch Aimen Demai ersetzt wurde. Ansonsten gab es keinen Wechsel im erneut offensiv ausgerichteten 4-3-3-System.

Bei frostigen Temperaturen brauchten die Alemannen knapp zehn Minuten um die Angriffsmaschinerie ins Rollen zu bringen. Die erste Volleyabnahme von Thorsten Burkhardt verfehlte den RWO-Kasten nur knapp (9.). Oberhausen lauerte auf Konter, die größte Gefahr ging von Standardsituationen aus. Heinrich Schmidtgal lieferte in der 13. Minute den eindrucksvollen Beweis: Nach einem fulminanten Freistoß aus rund 20 Metern prallte der Ball gegen die Latte und von dort aus zurück ins Spiel. Nach dem Kopfballduell zwischen Herzig und König landete das Leder genau vor den Füßen von Schlieter, der Ersatzkeeper Hohs mit einem platzierten Schuss keine Abwehrchance ließ – 0:1.

Die perfekte Antwort hatten die Schwarz-Gelben nur zwei Minuten später parat: Eine Freistoßflanke von Demai segelte in Richtung zweiter Pfosten, wo Auer lauerte und mit einem wuchtigen Kopfball sein neuntes Saisontor erzielte – der Ausgleich. Der Treffer von Alemannias Toptorjäger stellte ein gutes Omen für die weiteren Minuten dar. Denn wenn Auer sich in dieser Saison in die Torschützenliste eintrug, ging Aachen nie als Verlierer vom Platz. Dementsprechend euphorisch ging die Krüger-Elf die weiteren Minuten an. Da Fiels Distanzschuss vorbei ging (20.) und Schlieter vor dem heranstürmenden Auer klären konnte (24.), blieb es beim 1:1.

Eine nahezu identische Kopie des ersten Treffers erlebten die Zuschauer nach 29 Minuten, als Demai einen Freistoß in den RWO-Sechzehner zirkelte und Auer am langen Pfosten lauerte. Diesmal fehlte Aachens Knipser aber eine Fußspitze. Die Alemannen dominierten das Spielgeschehen klar, Oberhausen zog sich immer weiter in die eigene Hälfte zurück. Da die weiteren Abschlüsse der Schwarz-Gelben aber nicht zwingend genug waren, ging es mit dem Remis in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine. Die Aachener Hintermannschaft stand aber weiterhin sicher, Olajengbesi (49.) und Herzig (51.) lösten die brenzligen Situationen souverän. Die beste Möglichkeit hatte Markus Kaya eher zufällig: Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung zog der RWO-Spielmacher aus 40 Metern ab, da Hohs zu weit vor seinem Tor stand. Auf der Linie konnte der Ersatz-Keeper den frechen Schuss abfangen (52.). Zahlreiche Unterbrechungen prägten den weiteren Verlauf, die anschließenden Aktionen spielten sich zwischen den Sechzehnern ab.

Trainer Michael Krüger reagierte und brachte Mitte der zweiten Hälfte zwei frische Kräfte: Für Burkhardt kam Lukasz Szukala (63.), Patrick Milchraum ersetzte Gueye (68.). Im Mittelpunkt stand drei Minuten später aber Mirko Casper, der mit seinem wuchtigen Kopfball nur den Querbalken traf – die mit Abstand beste Chance im zweiten Durchgang. In der Schlussviertelstunde schnürten die Schwarz-Gelben die Oberhausener in der eigenen Hälfte ein. Die größte Gefahr ging aber auch weiterhin von den Standards aus. Demais Freistoß blieb noch in der RWO-Mauer hängen (81.), der anschließende Eckball ließ die angefrorenen Aachener Zuschauer dann auf- und abhüpfen: Eine Demai-Ecke segelte hinein in den Oberhausener Strafraum. Diesmal lauerte Auer am kurzen Pfosten, und wieder war der Angreifer mit dem Kopf zur Stelle – 2:1, das Spiel war gedreht. Fünf Minuten vor dem Ende verpasste Milchraum den endgültigen Knock-out, doch das konnte an der Feierstimmung nichts ändern. Denn zum ersten Mal seit dem 11. Februar 2008, beim 3:2-Sieg gegen Köln, gelang es den Schwarz-Gelben eine Partie zu drehen.

Zum Spiel

Aimen Demai: Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel als Kampf anzugehen. Das hat meiner Meinung nach gut funktioniert. Spielerisch war es natürlich nicht die große Vorstellung. Persönlich bin ich mit meiner Leistung nicht ganz einverstanden. Es hat etwas Zeit gebraucht, bis ich mich an meine neue Position gewöhnt habe. Am Ende haben wir das Spiel über die Standards entschieden, was sehr positiv ist.

Benny Auer: Wir wussten genau, was uns erwartet. Schon in den vergangenen Partien gegen Oberhausen haben wir gemerkt, dass uns diese Mannschaft nicht unbedingt liegt. Die erste Halbzeit war sehr ordentlich, weil wir schnell gespielt haben, mit nur ein, zwei Kontakten. In der zweiten Halbzeit war das Spiel phasenweise schon etwas fad. Wir haben sehr viele Fehlpässe gespielt und hatten einige Probleme im Spiel nach vorne. Letztlich sind wir froh, dass wir die drei Punkte hier behalten konnten.

Michael Krüger: Uns war klar, dass die Oberhausener körperlich sehr stark sind und sehr zweikampfbetonten Fußball spielen. Wir wussten, dass wir nur eine Chance haben zu gewinnen, wenn wir über 90 Minuten das Gleiche dagegensetzen. In der einen oder anderen Situation blieb das spielerische Element ein bisschen auf der Strecke. Die Standardsituationen haben wir am Freitag noch beim Abschlusstraining einstudiert und es ist schön, dass sie im Spiel so gut funktioniert haben.

David Hohs: Wir haben ziemlich gut angefangen, haben dann aber leider durch den Freistoß, der an die Latte gegangen ist, im Nachschuss den Gegentreffer kassiert. Das war äußerst unglücklich, weil ich vorher noch keinen Ball aufs Tor bekommen habe. Trotzdem haben wir uns nicht davon unterkriegen lassen. Wir haben direkt weiter nach vorne gespielt und schießen dann postwendend den Ausgleich. Auch in den weiteren Minuten haben wir gedrängt und gut weitergespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht mehr ganz so geschafft, vorne durchzukommen, weil Oberhausen sich defensiv besser aufgestellt hat. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir hinten uns noch einen Treffer fangen können, und wir haben dann am Ende verdient gewonnen. Ich denke für mein zweites Bundesligaspiel war es eine ganz ordentliche Vorstellung.