3. Liga - Saison 2012/2013 - 29. Spieltag - Samstag 09.03.2013  - 14:00 Uhr
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Mit den Fans im Rücken zur neuen Heimstärke

Ein Spiel mit großer Bedeutung für das Saisonziel „41 Punkte"

Wenn die Alemannia mit dem Heimspiel gegen den SV Babelsberg 03 am Samstag, 09.03.2013 (14.00 Uhr, Tivoli), eine weitere englische Woche in der 3. Liga einläutet, hofft Sportdirektor Uwe Scherr vor allem auf Eines: „Die bedingungslose Unterstützung unserer Fans“.

„Auf und neben dem Platz sind die Jungs als Team gewachsen“, erklärte René van Eck den anwesenden Medienvertretern auf der Pressekonferenz am Donnerstagmittag. Dass die junge Aachener Mannschaft sich in den letzten Wochen mit der Art und Wiese ihres Auftretens bei den Fans einen Kredit erspielen konnte, weiß Uwe Scherr sehr zu schätzen. „Unsere Fans identifizieren sich mit dieser Truppe und verzeihen auch einen schwächeren Tag, wie zuletzt in Unterhaching. Die Unterstützung ist einzigartig“, zollte der Sportdirektor den Anhängern ein Riesenlob vor einer Partie von „großer Bedeutung“.

Mit dem SV Babelsberg gastiert am Samstag eine Mannschaft am Tivoli, die aktuell drei Zähler weniger als die Alemannia auf dem Konto hat und als Tabellenachtzehnter auf einem Abstiegsplatz rangiert. „Wir wollen einen Schritt machen und unseren Gegner mit den Fans im Rücken auf Distanz halten“, lautet die Devise des Aachener Trainers. Zuletzt keimte am neuen Tivoli eine fast verloren geglaubte Heimstärke auf. In drei der letzten vier Partien gingen die Schwarz-Gelben als Sieger vom Feld. Vor den richtungsweisenden Spielen gegen Babelsberg und in Erfurt rief der Sportdirektor „41 Punkte“ als Saisonziel aus. Mit dieser Punktzahl ist sportlich zuvor noch kein Verein aus der 3. Liga abgestiegen. „Unabhängig von allen Nebengeräuschen arbeiten wir weiter auf dieses große Ziel hin“, versichert der Trainer.

Auf den beiden nächsten Etappen wird Sascha Herröder dabei nicht aktiv mithelfen können. Der etatmäßige Mannschaftskapitän wurde nach seinen Platzverweis in Unterhaching für zwei Spiele gesperrt. So trifft es sich ganz gut, dass die Tivoli-Kicker bei einem Testspiel in der Wintervorbereitung aufgrund fehlender Kaderbreite vorsorglich schon einmal mit dem Innenverteidiger-Duo Timo Brauer und Norikazu Murakami agierten. René van Eck plagen daher keine Bauchschmerzen, wenn er in diesem wichtigen Mannschaftsteil erneut zu Umbaumaßnahmen gezwungen ist. „Die Vorbereitung verläuft gut“, sagt der Trainer nach den bisherigen Einheiten in dieser Woche, an denen auch Robert Leipertz wieder beschwerdefrei teilnehmen konnte.

Die Bilanz beider Mannschaften ist ausgeglichen. Von drei Begegnungen ging die Alemannia einmal als Sieger vom Platz, eine Partie endete unentschieden und ein Duell entschied Babelsberg für sich. Für das Spiel gegen die Filmstädter wurden bislang rund 7.000 Karten verkauft. Die Alemannia rechnet am Samstag mit bis zu 9.000 Zuschauern. Wie gewohnt gibt es die Möglichkeit, Tickets im Alemannia-Shop am Tivoli, über die Hotline 01805 / 018011 (14 Cent pro Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunkpreis maximal 42 ct/min), im Internet bis vier Stunden vor Spielbeginn unter www.alemannia-tickets.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen zu kaufen. Auf www.sportschau.de gibt es am Samstag einen Live-Stream. Eine Zusammenfassung der Begegnung wird zudem im Anschluss an die Live-Übertragung der Partie Arminia Bielefeld gegen Preußen Münster im WDR Fernsehen ausgestrahlt.

Spieldaten

Aufstellung

Alemannia Aachen: Flekken – Wilschrey, Brauer, Murakami, Strujic – Drevina – Heller, Schumacher (87. Pozder), Andersen (14. Garcia; 66. Kefkir), Marquet – Thiele / Trainer: René van Eck

SV Babelsberg 03: Studer – Touré, Berzel (75. Koc), Reiche, Groß (86. Mihm) – Kragl (83. Essig), Hebib, Evljuskin, Kreuels – Müller, Heil / Trainer: Christian Benbennek

Tore

1:0 Schumacher (8.), 1:1 (52.Eigentor), 1:2 Essig (89.)

Verwarnungen

  Brauer (36.),   Schumacher (57.)

Ecken

5 / 3

Schiedsrichter:

Eduard Beitinger (Regensburg) – Matthias Zacher, Florian Kornblum

Zuschauer:

8.711 (davon ca. 120 aus Babelsberg)

Wetter:

leichter Regen, 9 Grad

Eine ganz bittere Niederlage

Fahrlässige Chancenverwertung rächt sich kurz vor Schluss

Die Alemannia musste im Kampf um den sportlichen Ligaverbleib am Samstag einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Gegen den SV Babelsberg unterlagen die Schützlinge von René van Eck nach einer Pausenführung noch mit 1:2. Der Spiel entscheidende Gegentreffer fiel durch einen unnötigen Freistoß erst in der 89. Spielminute.

Nach dem Platzverweis von Sascha Herröder in Unterhaching musste die Innenverteidigung der Schwarz-Gelben wieder neu formiert werden. Wie erwartet nahm Norikazu Murakmai den Platz an der Seite von Timo Brauer ein, der heute erstmals bei der Alemannia das Amt des Mannschaftskapitäns übernahm. Robert Wilschrey verteidigte unverändert auf der rechten und Sasa Strujic auf der linken Abwehrseite vor Mark Flekken. Das Mittelfeld bildeten Armand Drevina zentral sowie Kristoffer Andersen und Dario Schumacher auf den Halbpositionen. Sascha Marquet, Timmy Thiele und Marcel Heller agierten im Angriff.

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der 8711 Zuschauer. Schumacher führte die erste Aachener Ecke von der linken Seite kurz im Zusammenspiel mit Strujic aus und zirkelte die Kugel auf den kurzen Pfosten. Vom Hinterkopf eines Babelsberger Spielers schlug das Leder unhaltbar im kurzen Eck ein. Die frühe Führung nach nur acht Minuten! Bereits im Gegenzug hatten die Gäste die dicke Möglichkeit zum Ausgleich. Müller kam nach einer Flanke von der linken Seite frei zum Kopfball - die Kugel ging zum Glück jedoch knapp links vorbei (9.). Das Verletzungspech blieb der Alemannia schon früh in dieser Partie treu. Andersen musste nach nur 13 Minuten angeschlagen vom Feld und wurde durch Garcia ersetzt.  Dennoch ging die nächste Gelegenheit auf das Konto der Aachener. Marquet setzte einen Freistoß aus rund 25 Metern halblinker Position knapp am linken Torwinkel vorbei (17.). Danach wurden die Gäste stärker und kamen zu weiteren guten Chancen. Müller konnte aus zehn Metern abziehen, doch Flekken lenkte die Kugel noch um den Pfosten.  Auch nach der anschließenden Ecke brannte es im Aachener Strafraum. Diesmal war es Heil, der das Leder nur Zentimeter am linken Pfosten vorbeisetzte (35.).  So ging es mit einer knappen Aachener Führung in die Halbzeitpause.

Der zweite Durchgang war keine sieben Minuten alt, als die Gäste mit schwarz-gelber Unterstützung zum Ausgleich kamen. Kreuels hatte einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum gezirkelt, wo Murakami die Kugel unhaltbar für Flekken volley in die eigenen Maschen beförderte – 1:1 (52.). Nur zwei Minuten später die nächste Möglichkeit für Babelsberg. Kragl tauchte frei vor Flekken auf, der Schlussmann warf sich entschlossen entgegen und konnte einen Rückstand verhindern.  Nach 65 Minuten setzten die Alemannen nochmal ein offensives Lebenszeichen. Thiele traf aus spitzem Winkel jedoch nur das Außennetz. Es war der Weckruf für das junge Aachener Team, das fortan bedingungslos von den Fans nach vorne getrieben wurde. Schumacher konnte nach einer Kefkir-Flanke volley abziehen, doch vom Rücken eines Babelsberger Spielers wurde die Kugel knapp neben das Tor abgewehrt (69.).

Vier Minuten später folgte dem Riesenjubel auf den Rängen die prompte Ernüchterung. Nach einer kurz ausgeführten Ecke von Schumacher hatte Marquet per Kopf ins rechte Toreck getroffen.  Der Assistent wähnte den Flankengeber jedoch im Abseits und der Treffer zählte nicht. Das 2:1 lag dennoch in der Luft. Thiele tankte sich in den Strafraum und scheiterte aus zwölf Metern am reaktionsstarken Gästekeeper Studer. Drei Minuten vor dem Ende hätte Denis Pozder Sekunden nach seiner Einwechslung zum Aachener Matchwinner avancieren können. Nach einer mustergültigen Kefkir-Hereingabe  von der linken Seite zielte der Angreifer aus acht Metern freistehend aber noch über das Tor (87.). Statt mit drei Zählern standen die Tivoli-Kicker kurz vor dem Ende plötzlich ohne jeglichen Punktgewinn da. Einen unnötigen Freistoß zirkelte Essig aus 25 Metern ins linke Eck zum 1:2 (89.). Die mangelnde Chancenauswertung zuvor hatte sich bitterböse gerächt.

Zum Spiel

René van Eck: Wir haben heute gut begonnen und sind früh nach einem Freistoß in Führung gegangen. Dennoch hat mir das Zweikampfverhalten einiger Spieler heute nicht gefallen. Nachdem auch noch Kristoffer Andresen verletzungsbedingt raus musste, wurde es sehr schwer für uns. Im Anschluss an den 1:1-Ausgleich der Babelsberger haben wir die Chance durch Denis Pozder das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Kurz darauf bekommen wir das Gegentor und stehen ohne Punkte dar. Einige Spieler sind gegen Ende an ihre Reserven gestoßen. Meiner Mannschaft kann ich allerdings in Sachen Einstellung keinen Vorwurf machen.

Timo Brauer: Die Niederlage ist natürlich sehr bitter für uns. Wir können wenige Augenbleicke vor dem entscheidenden Gegentreffer selbst in Führung gehen, nutzen die Chance aber nicht konsequent genug. Heute hätten wir die Möglichkeit gehabt, uns von Babelsberg abzusetzten, was uns leider nicht gelungen ist.

Robert Wilschrey: Gegen einen direkten Konkurrenten zu verlieren ist sehr enttäuschend. Wir hatten heute viele Fehlpässe und Unkonzentriertheiten in unserem Spiel. Zum Schluss war es meiner Ansicht nach ein offener Schlagabtausch mit besserem Ausgang für die Gäste.

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