Mo, 5. November 2012
Die Vorzeichen für den 6. Spieltag in der Verbandsliga gegen Ratheim standen gar nicht mal so schlecht: 12 Mann im Kader, Trainer an Bord und eine knapp einstündige Anfahrt, die bisher immer Glück gebracht hatte. Also brach man frohen Mutes vom Blücherplatz auf, um den Tabellenzweiten zu ärgern. Doch so verregnet wie sich das Wetter auf der Anreise nach Hückelhoven an diesem Sonntagnachmittag darbot, sollte dann später auch das Spiel der Aachener Zweitvertretung werden.
Direkt im ersten Satz musste man eine Aufschlagserie von 4:4 bis 4:14 einstecken. Zwar waren die Sprungaufschläge des Ratheimer Spielers Rumpf durchaus kraftvoll und präzise, aber wenn die Annahme dann mal beim Zuspieler ankam, konnte man sich in der Folge nicht im Angriff durchsetzten. Im Prinzip war der Satz dann schon gelaufen, denn ein Aufbäumen auf Aachener Seite blieb aus. Im Gegenteil: Viele leichte Eigenfehler machten es teilweise überflüssig, dass Ratheim hätte ins Spiel eingreifen müssen, um zu punkten. Die Punkte kamen Frei Haus und so ging der erste Satz mit 11:25 verloren.
Zwar zeigte man im zweiten Satz eine leicht verbesserte Leistung - Ratheim konnte keine großen Serien mehr starten - doch auch hier reihten sich viele Eigenfehler bei den Aachenern ein. Ratheim konnte bei eigenem Aufschlag dadurch oft genug breaken und über 7:11 sowie 13:18 davonziehen. Vor allem mit den Ratheimer Mittelblockern hatte man große Probleme. Clever verzögerte Aufsteiger, deren technische Fragwürdigkeit manchmal doch einen kritischen Blick zur Schiedsrichterin werfen ließen, ob sie die Regel "Gehoben" nicht kenne, ließen den Aachener Mittelblock oft ins Leere und den Spielstand letztendlich auf 18:25 springen.
Im dritten Satz bot sich dann zunächst ein anderes Bild. Ratheim hatte etwas rotiert und schickte einige Spieler von der Bank ins Rennen, unter anderem auf der Zuspielposition. Diese Gelegenheit nutzten die Aachener zunächst konsequent und konnten durch verbesserte Blockarbeit und einige endlich durchschlagkräftige Angriffe über 7:3 auf 20:13 davonziehen. Schon beim Spielstand von 12:6 aus Aachener Sicht zog der Ratheimer Trainer die Notbremse und wechselte auf der Zuspielposition wieder zurück. Zunächst zeigte man sich davon unbeeindruckt, um dann allerdings wieder das Spiel der ersten beiden Sätze nachzuahmen. Viele Eigenfehler und mangelnde Durchschlagskraft im Angriff ließen den Vorsprung dann nicht nur schmelzen, sondern Ratheim bei 22:22 erstmals egalisieren. Und es kam, wie es kommen musste: Aachen gab den Satz mit 23:25 unglücklich ab.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Niederlage gegen Ratheim alles andere als eine Überraschung gewesen ist. Dennoch konnte man sich über weite Strecken nicht so präsentieren, wie man sich vorgenommen hatte. Nächste Woche steht man dann der dritten Mannschaft des Dürener TV gegenüber und kann dann hoffentlich zeigen, dass man zu mehr in der Lage gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel ist. Spielbeginn ist um 17:00 im Rhein-Maas-Gymnasium.
© Alemannia Aachen 2013 Alle Rechte vorbehalten | Impressum