Mo, 1. Februar 2010
Am vergangenen Samstag zeigte die dritte Damenmannschaft um Trainerin Martina Schudoma eindrucksvoll, dass sie nicht gewillt ist, die Tabellenspitze der Verbandsliga bis zum Saisonende noch einmal abzugeben. In eigener Halle wurde der Erkelenzer VV – die einzige Mannschaft, die den Domstädterinnen in der laufenden Saison zwei Punkte entreißen konnte – klar mit 3:1 besiegt.
Nachdem zu Beginn des ersten Satzes noch kleine Unsicherheiten in Aufschlag und Angriff erkennbar waren, fanden die Mädels um Libera Bina Rollersbroich schnell ins Spiel und erhöhten den Druck stetig. Wie in der gesamten Saison nutzen die Aachenerinnen nun mit druckvollen Aufschlägen ihre Chancen zum „ersten Angriff“, so dass die Erkelenzerinnen selten zum eigenen Spielaufbau fanden. Vor ungefähr 70 Zuschauern – die zu ca. einem Drittel mit der Gastmannschaft angereist waren – gingen die Alemanninnen im ersten Satz schnell mit 9:3 in Führung. Trotz anfänglicher Unsicherheiten wurde der Satz durch variables Spiel der Aachenerinnen mit 25:17 gewonnen.
Auch wenn sich die Gäste aus Erkelenz nicht deutlich steigerten, nahm der zweite Satz einen anderen Verlauf. Punkt um Punkt wurde hart umkämpft, die Aachener Angriffe wurden nicht mehr hart und platziert im gegnerischen Feld untergebracht, und die Eigenfehler häuften sich auf Seiten der Aachenerinnen. Bis zum Stand von 13:13 verlief der Satz ausgeglichen, dann setzten sich die Gäste mit 16:13 leicht ab. Mit gemeinschaftlichem Kampfgeist und Spielerwechseln auf mehreren Positionen brachten sich die Alemanninnen wieder ins Spiel und hatten bei 24:22 sogar zwei Satzbälle. Die Erkelenzerinnen gaben den Satz jedoch nicht verloren und erkämpften sich durch mutige Angriffe selbst einen Satzball (24:25). In der hart umkämpften Schlussphase konnte sich Erkelenz durchsetzen und den zweiten Satz mit 26:28 für sich entscheiden.
Die leichten Unkonzentriertheiten auf Aachener Seite konnten auch zu Beginn des dritten Satzes nicht abgelegt werden, so dass Erkelenz eine 6:3-Führung erlangen konnte. Ein Wechsel im Zuspiel brachte dann den notwendigen Impuls, um im Angriffsspiel die Bälle wieder im gegnerischen Feld unterzubringen und den Rückstand in eine 18:14-Führung umzuwandeln. Diese Führung wurde von Diagonalspielerin Simone Tries durch eine Aufschlagserie zum 23:14 ausgebaut und leitete somit den Satzgewinn von 25:15 ein.
Im abschließenden vierten Satz wirkten die Erkelenzerinnen streckenweise ratlos, während die Gastgeberinnen durch variables und druckvolles Angriffs- und Aufschlagspiel das Heft in die Hand nahmen und schnell mit 9:5 und 11:7 führten. Die Domstädterinnen blieben weiter konzentriert und gewannen den Satz souverän mit 25:14.
Die lautstark anfeuernden Fans der 3. Mannschaft (hier noch einmal ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung im Spitzenspiel) erlebten eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung, so dass am Ende alle für ihre Mühen belohnt wurden. Durch wenige Eigenfehler, starke Aufschläge, sich nahtlos einfügende Auswechselspieler und in entscheidenden Momenten souveräne Einzelleistungen behauptete die Alemannia klar ihre Favoritenrolle im Aufstiegskampf.
Am Sonntag trat die Mannschaft dann tief in der Eifel zur ersten Runde des Bezirkspokals an. Hier wurden beide Spiele gegen deutlich niederklassigere Mannschaften (Bezirksliga bzw. Bezirksklasse) mit 3:0 gewonnen.
Schon am nächsten Wochenende steht das nächste Spitzenspiel der Verbandsliga an, zu dem die Alemanninnen zum Zweitplatzierten TSV Bayer 04 Leverkusen anreisen. Das Spiel findet außerplanmäßig am 6. Februar um 15 Uhr in der Halle der Realschule Leverkusen (Am Stadtpark 23, 51373 Leverkusen) statt. Nicht zuletzt ob der Brisanz im Aufstiegskampf freut sich die Mannschaft über mitreisende Fans.
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