Mo, 6. Februar 2012
Hauptsache gewonnen, in drei Wochen interessiert das ‚Wie‘ in einem solchen Spiel niemanden mehr!“ So formulierte der sichtlich erleichterte Trainer André Schnitker unmittelbar nach dem 3:1 (23:25, 25:18, 25:21, 25:17) gegenüber seinen 10 mitgereisten Verbandsliga-Spielerinnen.
Genau 88 Minuten vorher begann das wichtige Auswärtsspiel, welches in einer – zumindest in den mitgenommenen Navigationsgeräten - nicht bekannten Straße stattfand, wodurch das Aufwärmen diesmal nur 45 Minuten dauern konnte.
Dies war jedoch nicht der Grund für den verlorenen ersten Satz. Zunächst sah es gar nicht so schlecht aus, denn das Team um die Zuspielerinnen Evelyn Seckinger und Sophie Florschütz startete mit 8:4 und 12:5 dominant in das Spiel. Durch Nachlässigkeiten und eine schier unfassbare Fehlerquote luden die Alemannia-Spielerinnen den Gastgeber Osterath förmlich dazu ein, punktemäßig gleich zu ziehen (16:16). Nun entwickelte sich ein spannender Spielverlauf, in dem niemand mehr als zwei Punkte wegziehen konnte. Leider überließ die „Vierte“ den Osteratherinnen bei 23:23 die letzten beiden Punkte und musste frustriert die Seite wechseln.
Mit drei personellen Veränderungen ging es nun in den zweiten Durchgang. Die erneuten anfänglichen Führungen (5:3, 10:7) konnten dann sogar deutlich ausgebaut werden, so dass die Aachenerinnen phasenweise mit 6 und mehr Punkten führten. Schließlich hatten die Mittelblockerinnen Marina Averdung und Jana Rudnick die bis dahin effektivsten Angreiferinnen Osteraths – auf deren Position 3 - sicherer im Griff, so dass der deutliche 25:18-Satzgewinn eingetütet werden konnte.
Durchgang 3 sollte dann, rückblickend betrachtet, der Spiel entscheidende Satz werden. Diesmal ging die Heimmannschaft stetig in Führung und zur Mitte schlichen sich erneut zu viele direkte Fehler in die Handlungsketten der Aachenerinnen. Beim 9:13 versuchte Coach Schnitker es zunächst mit einem Doppelwechsel, doch bei 10:15 musste eine laute und deutliche Auszeit die Gästespielerinnen endlich wachrütteln. Ergebnis nach drei Minuten weiteren Spiels: 16:16, das Match war wieder in den Händen der „Vierten“. Doch erst eine 6-Punkte-Aufschlagserie der sicheren Aachener Kapitänin Natalie Menze brachte die satzentscheidende Wende und Führung.
Mit dieser 2:1-Satz-Führung im Rücken war endlich alle Alemannia-Nervosität verflogen und deutlich mehr spielerische Sicherheit erkennbar. Angaben und Angriffe setzten nun die Gastgeberinnen mehr und mehr unter Druck, so dass die angereisten Aachener Schlachtenbummler (Vielen Dank für die Unterstützung!) eine endlich sichere Spielweise mit 6:3-, 16:11- und 20:14-Vorsprüngen beobachten konnten.
Ein starker Aufschlag der stets verlässlichen Mittelblockerin Jana Rudnick beendete dann dieses nicht immer schöne, aber letztendlich verdient gewonnene Match. Neben den im Bericht genannten Spielerinnen hatten ebenfalls Anteil am Sieg: beide Libera Franziska Timm und Janina Staerk, die Universalspielerinnen Anne Pollok und Julia Pabich und Aussenangreiferin Julia Schnitker. Am kommenden Wochenende pausieren die Spielerinnen von Damen IV, bevor es am Karnevalssamstag auswärts beim punktgleichen Dürener TV in eine wichtige Partie geht.
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