Mo, 6. Februar 2012
Samstag, 4.2.12, 16.00 Uhr in Eilendorf: das erste Spiel des Doppelspieltages ist bereits zu Ende, die beiden Mannschaften des Spitzenspieles (Erster gegen Zweiten) Alemannia Aachen 6 und der TV Roetgen machen sich warm, als bei -10 Grad Außentemperatur plötzlich die Kippfenster der Halle aufgehen. Schulterzucken beim Gastgeber Eilendorf: die Halle sei so konzipiert, dass wenn in den Umkleiden die Duschen angehen, gleichzeitig die Fenster kippen. Das sei nicht zu ändern.
Unter diesen grandiosen Bedingungen musste nun also irgendwie Betriebstemperatur hergestellt werden.
Zu verlieren hatten die Schwarz-gelben von Anfang an nichts. Der Absteiger Roetgen ist in der kompletten Saison ungeschlagen und hat bisher lediglich einen einzigen Satz abgegeben. Insofern ließ sich ohne Druck frei aufspielen. Beide neuen Spielerinnen der Damen 6 kamen direkt von Beginn zum Einsatz und fügten sich problemlos ein. Der Satz verlief sehr ausgeglichen, aber bei den „big points“, also die letzten 5 Punkte, konnte sich Aachen nicht nervenstark zeigen und verlor den Satz mit 21:25.
Im zweiten Satz hatte die Alemannia lediglich einen Einbruch zu verzeichnen, der den ganzen Satz bestimmte. Der TSV legte vor mit 8:2 und stand dann mit „Läufer eins“ in der Annahme. Hier war der Wurm drin. Nichts klappte, der Reihe nach patzte eine Spielerin nach der Anderen. Erst bei 14:3 für den Tabellenersten konnten sich die völlig verwirrten Aachenerinnen den Ball zurückholen. Zumindest wurde der Rest des Satzes noch genutzt, das Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Die Mädels kämpften um jeden Ball und erarbeiteten sich so doch noch einen Satzendstand von 18:25.
Diesen Aufwärtstrend nahm der TSV ungebremst mit in den nächsten Satz und zeigte endlich den wahren Leistungsstand. Es kamen unglaublich lange und spannende Spielzüge zustande, Alemannia brachte den TV immer wieder mit Aufschlägen in Schwierigkeiten und konnte daraus entstehende „Dankebälle“ wunderbar verwandeln. Auf der gegnerischen Seite brodelte es, die Damen waren sich überhaupt nicht mehr einig, wodurch das Zusammenspiel immer schlechter wurde. Die Aachenerinnen nutzten ihre Chance und klauten den siegessicheren Roetgenerinnen einen Satz mit 25:19.
Leider musste Trainerin Angela Soro dann drei Mädels auf den Positionen umstellen, da eine Spielerin noch zur Arbeit musste. Dieser Umstand und dass Roetgen natürlich unbedingt zurück ins Spiel finden musste, konnten die Schwarz-gelben nicht kompensieren. Wieder ein kleiner Einbruch in der Annahme und einige kleinere Abspracheschwierigkeiten bei den umbesetzten Positionen ergaben ein deutliches, wenn auch nicht ganz aussagekräftiges Ende mit 11:25.
Trotzdem können die Alemanninnen stolz auf dieses Spiel sein und auf die gezeigte Leistung. Wir freuen uns ganz besonders, dass sich die beiden Neuzugänge Laura Lohmüller und Anke Brocker als zuverlässige Verstärkung bewiesen haben.
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