Di, 24. April 2012
Am vergangenen Samstag bestritt Alemannias Dritte das endgültig letzte Spiel der Saison 2011/2012 – das Pokalfinale gegen die eigene „Zweite“. Natürlich bergen vereinsinterne Duelle immer eine eigene Atmosphäre, aber dieses Mal war es wohl für alle Beteiligten ein ganz besonderes Spiel, hieß es doch für viele Spielerinnen auf beiden Seiten des Netzes, ein letztes Mal im Trikot der Alemannia aufzulaufen.
Vor vertraut zahlreich erschienenem Publikum duellierten sich also die beiden spielhöchsten Alemaninnen im Amateurbereich im Hexenkessel Höfling, in dem dieses besondere Spiel erstaunlich ruhig, sprich leise, vonstatten ging – verständlich, da viele Fans über weite Strecken der Saison beide Teams angefeuert und liebgewonnen hatten und sicherlich keine „Partei“ ergreifen wollten oder konnten (keine Sorge, das verstehen wir natürlich! ;-)). Keine Trommeln, wenig sonstige Anfeuer-Utensilien – was aber der Stimmung keinen Abbruch tat!
Dass die Superheldinnen von Coach van den Berghen der Regionalliga-Mannschaft sicherlich taktisch und auf weiten Positionen technisch und spielerisch unterlegen sein würden war klar, aber man hatte schon die ebenfalls überlegene Mannschaft von Fortuna Bonn (ebenfalls RL) durch eine beeindruckende Team- und Kampfleistung aus dem Pokal geworfen! Ein Sieg schien also unwahrscheinlich aber nicht unmöglich, und da wir immer am besten sind, wenn wir mit Spaß spielen, war die Devise klar – Spaß haben und bis zum Umfallen kämpfen! So war Damen 3 vom ersten Moment des Einspielens an wie immer sehr präsent in eigener Halle, feierte sich, die Saison und die treuen Fans lautstark. Das ungewohnt kurze Einspielen wurde umso konzentrierter und engagierter absolviert, so dass man locker, motiviert und wach in den ersten Satz ging. Schnell stellten sich van den Berghens Superheldinnen auf die Gegner ein, starke Angaben der Gegner fanden immer besser Zuspielerin Lisa Schulten, die die Bälle gut verteilen konnte und so manches mal eine Lücke im übermäßigen Block freispielen konnte. Ging der Angriff doch mal in den Block, wurden immer mehr Bälle in der Sicherung ‚gekratzt’ – es ergaben sich zunehmend lange und spannende Ballwechsel die den Zuschauern eine Menge Spaß bereitet haben dürften. In der Endphase des ersten Satzes ging D3 dann leider etwas die Konzentration aus, der Satz ging mit 19:25 an das Team um Zuspielerin Diana Berkemeyer. Umso konzentrierter und motivierte ging es anschließend in den zweiten Satz, so knapp vor dem Erfolg wollte man bei D3 nicht noch mal kapitulieren! Mit druckvollen Aufschlägen setzen die Oberligistinnen die Zweite immer stärker unter Druck, so dass sich der Block gut formieren konnte. Platzierte Angriffe brachten weitere Punkte – der Satz ging verdient mit 25:23 an die Dritte! Ob D2 Trainer Christoph Klaproth seine Mädels auf der Gegenseite in der Satzpause nun irgendwie wachrüttelte oder ob bei D3 ein bisschen die Puste ausging – schnell lief die Dritte im Durchgang drei jedenfalls einem großen Rückstand hinterher und der Satz schien deutlich an das Regionalligateam zu gehen. Damen 3 bäumte sich aber noch einmal auf, verlor den dritten Satz zwar mit 16:25, hatte aber wieder genug Selbstvertrauen getankt, so dass die Devise nun hieß „Wir wollen den Tie-Break!“. Entsprechend kämpferisch, packend und knapp verlief so der vierte Satz, bis die Zweite kurz vor Ende den Sack zumachen konnte (21:25). Am Ende dieses besonderen Spiels hieß es vielerorts, dass die Dritte als ‚moralischer Sieger’ vom Platz ging – wir freuen uns, euch Wahnsinns-Fans wieder einmal ein packendes Spiel geboten zu haben!
Ein bisschen wie in Trance verabschiedete sich das Team um van den Berghen anschließend von Fans und Saison – einigen Anwesenden wurde vielleicht in diesem Moment erst wirklich klar, dass nun ein Stückchen Alemannia-Geschichte zu Ende gehen würde: Drei Spielerinnen der Dritten, die viele Jahre bei Damen 3 (und Damen 2!) für die Alemannia um Punkte gekämpft haben und vielen Aktiven und Fans eine Menge Freude bereitet haben, beenden nun zum Saisonende ihre aktive Karriere im Volleyball-Leistungsbereich: Superheldin „Hulk“ alias Anja Niessen beispielsweise, die seit 2001 im Alemannia-Trikot aufgelaufen war – Anja, deine Gefühlsausdrucksstärke, deine Blockaktionen und deine besondere Lob-Technik werden wir nie vergessen! Oder Mittelblockerin Mena Laumann, mit 14 „Dienstjahren“ im Verein unser „ältestes“ Mitglied – Mena, deine lustigen Erlebnisse, Geschichten und StatusUpdates werden wir vermissen! Was sollen wir ohne euch Laumanns machen?? Nicht zuletzt wird Lisa Schulten nicht nur den Studienort sondern auch die Sportart wechseln – wir drücken dir die Daumen, dass es mit dem soften Ball auch so gut läuft! Euch Dreien ein ganz besonderes DANKE für viele viele tolle Momente, beflügelte Worte (ich sag nur „Rüsselsiff“ oder „Ich bin nicht sympathisch!!!“)! Wir werden euch vermissen und nicht vergessen – und hoffen ihr findet nächste Saison das ein oder andere Mal den Weg in unsere kleine beschauliche Halle am Höfling!!
Weiterhin werden aller Vorrausicht nach einige Spielerinnen quasi die Seiten des Netzes wechseln und in der nächsten Saison für Alemannias Zweite um Punkte kämpfen (offizielle Details zu vereinsinternen Transfers werden natürlich noch folgen!). Wir wünschen euch ganz ganz viel Erfolg da oben! Auch euch werden wir vermissen!!!
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