• 1. Bundesliga - Frauen - Saison 2011/2012 - 18. Spieltag
  • Datum: Samstag 28.01.2012  - 19:00 Uhr
  • Vereinswappen Alemannia Aachen Alemannia Aachen1 (20) (18) (25) (15) (0)
  • Vereinswappen Alemannia Aachen Dresdner SC3 (25) (25) (21) (25) (0)

Achtungserfolg gegen den Vizemeister

Alemannia Aachen trotzt dem Dresdner SC einen Satz ab

Ein Aufbäumen im dritten Durchgang ließ die „Ladies in Black“ und ihre Fans zeitweise von einer Überraschung träumen. Am Ende mussten sich die Alemanninen aber doch dem Tabellenzweiten aus Dresden mit 1:3 (20:25, 18:25, 25:21, 15:25) geschlagen geben.

Im Duell der Traditionsclubs hatte Dresdens Trainer Alexander Waibl vor dem Hintergrund des kommenden Euopacup-Spiels einigen Leistungsträgerinnen eine Pause gegönnt. So übernahm der vermeintliche „zweite Anzug“ Verantwortung vor 754 Zuschauern in der Halle Neuköllner Straße, und zeigte eine engagierte Vorstellung. Die Alemanninnen schafften es ihrerseits vor allem im dritten Durchgang, dem zweifachen Meister ihr Spiel aufzuzwingen.

„Wir haben den Gegner keinesfalls unterschätzt“, sagte Aachens Trainer Stefan Falter, der sich mit dem Auftritt seines Teams insgesamt zufrieden zeigte. „Dresdens Kader hat von vorne bis hinten Qualität zu bieten. Eine Spielerin wie Tesha Harry kommt sonst vielleicht auf 10 % Feldzeit“, wusste Falter, „und liefert dann so eine Leistung ab. Ich denke, das sagt einiges aus. Wir sind auch heute unseren Weg mit dem Mut zum Risiko gegangen. Dass dabei Fehler passieren, ist logisch und muss akzeptiert werden. Auch, wenn mir die Häufigkeit nicht gefallen hat“.

Mittelblockerin Tesha Harry wurde dann auch verdient zur MVP auf Dresdener Seite gewählt, bei der Alemannia holte sich Kapitänin Karolina Bednarova dank ihrer beherzten Angriffsaktionen den Titel der wertvollsten Spielerin ab. Insgesamt produzierten beide Teams relativ viele Aufschlagfehler, was dem Spielfluss nicht gerade förderlich war. Die mitgereisten Dresdner Fans sorgten dennoch gemeinsam mit den Alemannia-Anhängern für ein echtes Stimmungsduell im Hexenkessel Neuköllner Straße.

Die „Ladies in Black“ warten mittlerweile seit fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis. „Wir werden weiter arbeiten“, versprach Coach Stefan Falter, „und auch weiter das Risiko suchen. So sieht unser Konzept aus“. Und das wollen der Trainer und sein Team auch beim schweren Auswärtsspiel in Schwerin am kommenden Samstag weiterverfolgen.

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Wir haben den Gegner keinesfalls unterschätzt. Dresdens Kader hat von vorne bis hinten Qualität zu bieten. Eine Spielerin wie Tesha Harry kommt sonst vielleicht auf 10 % Feldzeit und liefert dann heute so eine Leistung ab. Respekt dafür, ich denke das sagt einiges aus. Wir sind auch heute unseren Weg mit dem Mut zum Risiko gegangen. Dass dabei Fehler passieren, ist logisch und muss akzeptiert werden. Auch, wenn mir die Häufigkeit nicht gefallen hat.

Stefan Falter

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Es ist immer schwer in Aachen zu gewinnen, deshalb bin ich sehr froh und auch ein bisschen stolz, dass wir das in dieser für uns anstrengenden Saisonphase geschafft haben. Mit der Aufstellung bin ich natürlich ein gewisses Risiko eingegangen, umso mehr freut mich dieser Erfolg. Die Stimmung hier war wieder mal einfach toll. Es war ein Glücksfall, dass sich unsere Fans dieses Spiel für eine Auswärtsreise ausgesucht haben.

Alexander Waibl