• 1. Bundesliga - Frauen - Saison 2011/2012 - 9. Spieltag
  • Datum: Mittwoch 07.12.2011  - 20:00 Uhr
  • Vereinswappen Alemannia Aachen Alemannia Aachen3 (26) (25) (25) (0) (0)
  • Vereinswappen Alemannia Aachen SV Sinsheim0 (24) (20) (20) (0) (0)

Das Ziel im Blick behalten

Alemannia Aachen empfängt den Vorletzten Sinsheim

Nach dem Erfolg bei Schlusslicht VCO Berlin am Samstag geht es für die Alemannia im „englischen Dezember“ weiter: Am Mittwochabend (20 Uhr, Neuköllner Straße) empfangen die „Ladies in Black“ den SV Sinsheim.



Dass der SV bislang nur einen Saisonerfolg – das 3:2 gegen Schlusslicht Leverkusen am letzten Wochenende – vorzuweisen hat, ist für Aachens Coach Stefan Falter kein wirklicher Maßstab: „Sinsheim hatte bisher fast ausschließlich die Topteams der Liga auf dem Spielplan, da hat sicher niemand mit einer Siegesserie geplant“. Dass es gegen Bayer dann endlich klappte, hängt auch mit taktischen Umstellungen zusammen, vermutet Falter:  „Stefan Bräuer hat offenbar einiges im Annahmeriegel verändert“.

Den Auftrag an sein Team formuliert Aachens Trainer kurz und knackig: „Das Spiel gewinnen, um unser Playoff-Ziel fest im Blick zu behalten“. Dazu muss allerdings eine echte Steigerung im Vergleich zum Berlin-Spiel her, glaubt er. „Die Leistung von Samstag wird sicherlich nicht ausreichen, um gegen Sinsheim zu bestehen. Da muss schon etwas mehr kommen, und das wird auch passieren“.

Vor allem in Sachen Aufschlagsicherheit ließen seine Schützlinge zuletzt Konstanz vermissen, auch die Durchschlagskraft im Angriff sei gegen Sinsheim wieder mehr gefragt, fordert Stefan Falter. „In Berlin haben wir am Ende dank unserer Blocksicherheit nichts anbrennen lassen. Jetzt ist es an der Zeit, die anderen Qualitäten wieder auf das Feld zu packen. Und wir haben ja bereits bewiesen, dass wir es drauf haben“.

Die Statistik spricht bislang deutlich für die Alemannia: Die letzten fünf von bisher sechs Partien gegen die Kraichgauerinnen gewannen die „Ladies in Black“.

Konsequente „Ladies“ setzen sich durch

Alemannia Aachen schlägt SV Sinsheim glatt mit 3:0

Als es in den drei umkämpften Sätzen in die „Crunch Time“ ging, hatten Karolina Bednarova und ihre Kolleginnen an diesem Abend jeweils die besseren Argumente parat: Beim glatten 3:0 (26:24, 25:20, 25:20) vor 714 Fans im Hexenkessel Neuköllner Straße zeigten sich die Schützlinge von Stefan Falter in den entscheidenden Momenten von ihrer entschlossenen Seite – und siegten am Ende verdient, wie alle Beteiligten bestätigten.



In einer von ständigen Führungswechseln geprägten Partie durfte sich die Falter-Truppe allerdings zu keiner Zeit allzu sicher fühlen. Waren sie einmal fünf Punkte weg, wie gleich im ersten Satz beim 14:9, schafften die Gäste immer wieder den Anschluss oder gingen gar selbst in Führung. Dass es am Ende ein glatter Erfolg wurde, hatten die „Ladies“ sicherlich ihrer Routine und einem Händchen für die wichtigen Momente an diesem Volleyball-Abend zu verdanken.

Wenn etwa Angelina Grün den Satzball herausholt und gleich danach selbst zur 1:0-Führung versenkt. Oder wenn Lucy Wicks in einer schwachen Aufschlagphase ihrem Team in Erinnerung ruft, wie man mit der Angabe Druck erzeugt. Und schließlich, wenn Anke Borowikow - die an diesem Abend in den Augen von Gästecoach Bräuer aus dem „Ladies“-Ensemble herausragte – ihre ganze Blockkunst in die Wagschale wirft – und am Ende mit den Fans und Kolleginnen jubeln darf.

„Das war sicherlich nicht der schönste Sieg“, resümierte Angelina Grün hinterher treffend, „aber in den wichtigen Momenten waren wir einfach da und haben das Richtige getan. Daran kann man sich hochziehen und Selbstvertrauen tanken für die kommenden Aufgaben“. Die nächste wartet bereits am Freitag, dann wird im Hexenkessel garantiert wieder einmal richtig Dampf entfacht: Um 20 Uhr kreuzen die „Ladies in Black“ die Klingen mit dem amtierenden Meister aus Schwerin.

Zum Spiel

Sinsheim hat uns das Leben immer wieder schwer gemacht, in der Abwehr haben sie einiges rausgekratzt, da mussten wir uns wirklich was einfallen lassen. So einen Gegner darf man einfach nicht unterschätzen, das hat man deutlich gesehen. Insgesamt haben wir aber konstant unser Ding durchgezogen und in den entscheidenden Momenten die richtige Lösung gefunden.

Anke Borowikow

Zum Spiel

Die Mädels haben den Kampf angenommen und absolut nicht den Fehler gemacht, den Gegner zu unterschätzen, das hat mir gefallen. Die Qualität von Sinsheim hat sich heute immer wieder gezeigt, speziell im Hinterfeldangriff. Da haben sie uns wirklich Arbeit bereitet. Ich bin überzeugt, dass Stefan Bräuer und sein Team ihre Punkte zum Klassenerhalt noch holen werden. Für uns war es wichtig, uns und unseren Fans Appetit auf die kommenden Spiele zu machen, ich denke, dass haben wir heute geschafft.

Stefan Falter

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Wir waren immer mal wieder nah dran, aber am Ende hat das entscheidende Quäntchen in allen drei Sätzen gefehlt. Die Alemannia hat sich einfach konstanter präsentiert und ihre Chancen konsequent genutzt.

Rebecca Schäperklaus

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Glückwunsch an die Alemannia, der Sieg war sicherlich verdient. Im ersten Satz hatten wir sicherlich die Chance, etwas Zählbares zu erreichen. Danach kamen aber zu viele eigene Fehler hinzu, von daher geht auch dieses 0:3 in Ordnung. Wir müssen jetzt den Kopf oben behalten.

Stefan Bräuer