Alemannia Aachen3 (22) (25) (29) (25) (0)
Smart Allianz Stuttgart1 (25) (21) (27) (19) (0)Zum ersten Mal in der noch jungen Saison wird der Hexenkessel an der Neuköllner Straße unter Feuer gesetzt: Mit der Partie gegen Smart Allianz Stuttgart (Mittwoch, 20 Uhr) stellen sich die Alemanninen nicht nur den heimischen Fans vor, auch wollen die Schützlinge von Stefan Falter den guten Eindruck von der Auftaktpartie in Vilsbiburg bestätigen.
Mit dem Fünften der Vorsaison reist dabei in dieser ersten von zahlreichen englischen Wochen gleich ein Team an, dass nicht nur Aachens Trainer zum erweiterten Spitzenkreis der Liga zählt. "Mit dem glatten 3:0 gegen Dresden hat Stuttgart gleich mal eine Ansage gemacht", ordnet Stefan Falter den starken Auftritt der Schwäbinnen am vergangenen Wochenende ein. Dennoch ist er der Meinung, dass die Karten vor der Partie am zweiten Spieltag damit alles andere als klar verteilt sind. "Wir treten erstmals zuhause an, Stuttgart auswärts. Für beide Teams noch eine neue Situation in der jungen Saison".
Nach der knappen 2:3-Niederlage in Vilsbiburg haben die "Ladies in Black" zwar wenig Zeit zum Durchatmen, stellen sich aber in den wenigen Trainingseinheiten gleich voll auf die nächste Aufgabe ein: "Wir versuchen, an den Schwachpunkten aus dem Vilsbiburg-Spiel zu arbeiten", gibt Stefan Falter die Marschrichtung vor, "das bedeutet: Arbeit an der Durchsetzungskraft, vor allem über die Außenpositionen. Da werden wir sicher bis Mittwoch schon einen Schritt nach vorne machen", ist der Coach überzeugt.
Die Belastung der zahlreichen englischen Wochen sieht der Trainer halbwegs gelassen: "Wir müssen uns eben daran gewöhnen, wie alle anderen Teams auch. Gleicher Stress für alle", findet Stefan Falter. "Klar ist es keine einfache Situation, sich bereits in der Frühphase der Saison auf drei Gegner in sieben Tagen einstellen zu müssen. Die Spielerinnen müssen lernen, mental mit dieser Belastung umzugehen. Das sind nun mal Prozesse, die in der ersten Bundesliga warten".
Erfreut ist Aachens Verantwortlicher bereits zu diesem frühen Zeitpunkt über die zahlreichen Möglichkeiten auf dem Feld, die der Kader in dieser Spielzeit bietet. "Schon in Vilsbiburg konnten wir sinnvolle Doppelwechsel vornehmen, die unmittelbare Verbesserungen ermöglichen", sagt Falter, "Ich bin sehr froh über die verschiedenen Optionen und glaube, dass wir jetzt immer öfter eine Lösung finden können, wenn diese gefragt ist".
Die Fans dürfen sich also auf ein spannendes erstes Heimspiel und die neuen "Ladies" im Alemannia-Trikot freuen. 250 Dauerkarten hat die Alemannia bereits abgesetzt. Wer sichergehen will, immer zu allen Spielen Einlass zu finden, sollte sich mit einem Saisonticket zu den "Treuesten der Treuen" gesellen. Oder zumindest rechtzeitig im Vorverkauf sein Ticket sichern. Alle Infos dazu sowie die Vorverkaufsstellen finden sie auf der Website der Alemannia: www.alemannia-aachen.de/volleyball/bundesliga/tickets/
Generell empfehlen wir, frühzeitig in der Halle zu erscheinen. Aufgrund des zu erwartenden Andrangs wird auch der Parkplatz am Friedhof Hüls zur Verfügung gestellt. Von dort wird ein Pendelbus zur Halle eingerichtet. Karten aller Kategorien (Tages-, 10er und Dauerkarten) können an der Abendkasse erworben werden.
Kartenbesitzer bekommen übrigens am rechten Halleneingang deutlich schneller in die Halle!
Vier spannende Sätze bescherten die „Ladies in Black“ und der Gast aus Stuttgart den kanpp 1000 Fans in der Halle an der Neuköllner Straße, und am Ende waren es die Alemanninnen und ihre Fans, die jubeln durften: In einem über weite Strecken hart umkämpften Spiel siegte das Team von Stefan Falter letztlich verdient mit 3:1 (22:25, 25:21, 29:27, 25:19).
Fünfeinhalb Monate hatten Alemannias Fans auf ihre „Ladies“ verzichten müssen. Bereits eine Stunde vor Spielbeginn war mächtig was los im Aachener Volleyball-Tempel. Einen besonders herzlichen Empfang bereiteten die bestens aufgelegten Fans den Neuzugängen, allen voran der Volleyball-Legende Angelina Grün. Die war hinterher nur noch begeistert: „ Ich hatte ja schon einiges gehört über die Aachener Fans, aber ich gebe zu, mir stand echt der Mund offen“. Auch mit dem Spiel ihrer Mannschaft war die 9-fache Volleyballerin des Jahres reichlich zufrieden: Der Erfolg ist sicher verdient, weil wir hart dafür gearbeitet haben. Auch in den schwierigen Momenten haben wir kühlen Kopf bewahrt. Wenn es mal eng wurde, haben wir uns wieder ins Spiel gekämpft“.
Dabei verlief der Auftakt alles andere als nach Wunsch: Nachdem die Schwarz-Gelben im ersten Satz bereits mit 16:10 geführt hatten, ging der Durchgang am Ende dennoch mit 25:22 an die Gäste. Schon hier hatte die Truppe von Stefan Falter variables Spiel und großen Einsatz angedeutet, im zweiten Satz sprang dann auch Zählbares heraus: Mit starken Angaben legten die „Ladies“ den Grundstein für das 25:21, Kapitänin Karolina Bednarova hatte den entscheidenden Punkt verwandelt.
Neben den Angaben hatte die Alemannia auch in Sachen Block- und Abwehrarbeit einen Sahnetag erwischt. „Das ganze Team hat super gearbeitet“, wollte auch Anke Borowikow den Sieg als Gruppenerfolg verstanden wissen. Sie selbst hatte mit ihren Services und beherzten Aktionen am Netz dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt. Nach der zehnminütigen Pause kam die Alemannia besser ins Spiel. Angetrieben von Angelina Grün, die später zur Spielerin des Tages gewählt wurde, führten die „Ladies in Black“ konstant und konnten schließlich in einem atemberaubenden Showdown die 2:1-Satzführung eintüten. Nach einem der vielen Wahnsinnsballwechsel an diesem Abend stand schließlich ein 29:27 auf der Anzeigentafel. Hallensprecher André Schnitker durfte einmal mehr seinen Lieblingsspruch bemühen: „Alfred Hitchcock ist dagegen ´ne Pappnase!“
Im vierten Abschnitt waren es die Gäste, die vorlegen konnten. Ein 3:6 drehten die Alemanninnen allerdings in eine eigene 7:6-Führung. „Das waren entscheidende Bälle, ein wichtiger Moment“, fand auch Aachens Coach. Mit dem 16:12 zur zweiten technischen Auszeit bogen die Gastgeberinnen langsam auf die Siegerstraße ein, verteidigten ihre halbwegs komfortable Führung und durften letztlich nach dem zweiten Matchball jubeln. Schwarz-gelbe Glückseligkeit überall. Damit feierten die „Ladies in Black“ eine gelungene Heimpremiere, ehe es am kommenden Samstag (19.30 Uhr) zum schweren Auswärtsspiel nach Suhl geht.
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Ich möchte heute vor allem die Teamleistung in den Vordergrund stellen. Viele Säulen haben diesen Sieg getragen, dass war sicherlich unsere größte Stärke. Spielerisch haben wir vor allem mit Aufschlägen Druck ausüben können und in den entscheidenden Momenten die richtigen Ideen gehabt. Es ist immer schön zu sehen, wenn die Abläufe aus der Trainingsarbeit im Spiel fruchten.
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Wir haben heute zu keiner Zeit ins Spiel gefunden. Das lag zum einen daran, dass wir zu viele eigene Fehler gemacht haben, aber zum anderen vor allem daran, daß die Aachener unheimlich druckvoll agiert haben. Somit geht der Sieg absolut in Ordnung. Dann ist da noch eine Spielerin namens Angelina Grün, und die ist einfach nicht zu stoppen. Ich denke, in dieser Form gehört Aachen in dieser Saison zum engeren Kreis der Favoriten.
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Ich hatte ja schon einiges gehört über die Aachener Fans, aber ich gebe zu, mir stand echt der Mund offen. So wird man dann zum Sieg getragen. Der Erfolg ist sicher verdient, weil wir hart dafür gearbeitet haben. Auch in den schwierigen Momenten haben wir kühlen Kopf bewahrt. Wenn es mal eng wurde, haben wir uns wieder ins Spiel gekämpft.
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Das ganze Team hat super gearbeitet, so haben wir uns den Sieg dann auch verdient. Die entscheidenden Elemente waren dabei sicherlich die Aufschläge und die Blockarbeit, das hat zeitweise grandios funktioniert. Das letzte Quäntchen, was uns in Vilsbiburg gefehlt hat, haben wir heute vor unseren tollen Fans drauflegen können. Ein tolles Gefühl, diese Zuschauer im Rücken zu haben, so eine Unterstützung pusht enorm.
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Die Atmospäre war wie immer toll hier in Aachen, da macht es auch als Gastmannschaft Spass. Leider sind uns insgesamt zu viele Fehler unterlaufen, als dass wir dieser bestens aufgelegten Alemannia ernsthaft etwas entgegenzusetzen hatten. In diesem Team steckt unheimlich viel Qualität, und was ihre Aussichten für die Saison angeht, kann ich mich meinem Coach nur anschließen.