• 1. Bundesliga - Frauen - Saison 2011/2012 - 21. Spieltag
  • Datum: Mittwoch 15.02.2012  - 20:00 Uhr
  • Vereinswappen Alemannia Aachen Alemannia Aachen0 (13) (20) (21) (0) (0)
  • Vereinswappen Alemannia Aachen VT Aurubis Hamburg3 (25) (25) (25) (0) (0)

Alemannia scheitert an der Hamburger Wand

„Ladies in Black“ verlieren gegen Hamburg mit 0:3

Die Steigerung nach der Pause kam zu spät: Mit dem 0:3 (13:25, 20:25, 21:25) ist am Mittwochabend für die Alemanninnen eine erneute Überraschung gegen Aurubis Hamburg ausgeblieben. „Wir haben uns heute an Hamburgs Block die Zähne ausgebissen“, fand Aachens Trainer Stefan Falter treffende Worte.

Dank einer starken kämpferischen Leistung dürften sich die „Ladies in Black“ allerdings am Ende die verdienten Ovationen der 705 Fans im Hexenkessel Neuköllner Straße abholen.

Den besseren Start ins drittletzte Alemannia-Heimspiel der Saison erwischte dann auch gleich die Gästetruppe von Jean-Pierre Staelens. Schnell zeigte sich die Überlegenheit der Hamburgerinnen am Netz. Eva Michalski und besonders Imke Wedekind blockten hier nicht zum letzten Mal die Angriffsbemühungen der Alemanninnen in Grund und Boden. Über 2:8 und 8:16 in den technischen Auszeiten hieß es am Ende 13:25, nachdem Hamburgs Kapitänin einmal mehr einen ihrer humorlosen Blocks im Aachener Feld unterbrachte.

Auch im zweiten Abschnitt standen die „Fischbekerinnen“ meist oft goldrichtig, doch hier schafften es die Alemanninnen, allen voran Jana-Franziska Poll deutlich besser, die Lücken in der Waterkant-Mauer zu finden. Die einzige schwarz-gelbe Führung bis dahin gab es beim 4:3, mit Pech im Abschluss und einigen Flüchtigkeitsfehlern gerieten „Karo“ Bednarova und Co. nach dem 8:8 dann doch deutlich ins Hintertreffen. Ein Aufschlagfehler von Barbara Degi besiegelte am Ende das 20:25.

Nach der 10-Minuten-Pause gingen die „Ladies“  zunächst deutlich entschlossener zu Werke und hielten bis zum 12:10 eine knappe Führung. Mit dem 13:15 übernahm allerdings erneut Hamburg die Geschicke im dritten Satz. Nicht zuletzt hier rechtfertigte auch Hamburgs Nummer Acht Yuliya Stoyanova ihre Wahl zur MVP an diesem Abend. Es entwickelte sich noch einmal ein spannender Schlagabtausch, wieder hatte Aachens Außenangreiferin Jana-Franziska Poll wichtigen Anteil daran, das beim Stande von 18:18 noch einmal alles offen war.

Doch aller Kampfesmut langte am Ende nicht mehr für eine Wende gegen Gäste, deren Blockmauer kaum mehr wackelte und die in Stoyanova eine bedingungslos sichere Angreiferin hatten. Sie war es auch, die den letzten Punkt zum 25:21 ins Aachener Feld hämmerte. „Das ist schon bitter, weil wir nicht schlecht gespielt und vor allem von Anfang an gekämpft haben“, analysierte Jana Poll hinterher, „aber gegen diesen Block, die gute Zuspielarbeit und die starken Abschlüsse von Hamburg haben wir insgesamt einfach kein passendes Mittel gefunden“.

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Wir haben uns heute an Hamburgs Block die Zähne ausgebissen, vor allem im ersten Durchgang. Im zweiten und dritten Satz haben wir dann unsere Annahme besser in den Griff bekommen und konnten auch endlich gegen den Hamburger Block punkten. Insgesamt war der Druck aber immens hoch, sodass wir uns nie richtig befreien konnten. Jana-Franziska Poll hat das noch am Besten geschafft. Die Gäste haben mit einem klaren Konzept ihr Ding bis zum Ende durchgezogen.

Stefan Falter

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Das ist schon bitter, weil wir nicht schlecht gespielt und vor allem von Anfang an gekämpft haben. Aber gegen diesen Block, die gute Zuspielarbeit und die starken Abschlüsse von Hamburg haben wir insgesamt einfach kein passendes Mittel gefunden. Jetzt gilt es, sich für das Sinsheim-Spiel wieder aufzubauen, damit wir dort die Punkte entführen und unseren Platz weiter festigen können.

Jana Poll

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Im Hinspiel hat die Alemannia uns aufgezeigt, was möglich ist, wenn man von Anfang an Druck ausübt. Das hatten wir uns heute auch vorgenommen, und ich bin froh, dass es geklappt hat. Es ist immer schwer, vor diesem begeisterten und fairen Publikum zu bestehen, auch das haben wir geschafft. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit von Stefan Falter und seinem Team. Sicher hätten auch sie den Sprung in die Playoffs verdient gehabt, die für uns jetzt ein Stück näher gerückt sind.

Jean-Pierre Staelens (VT Aurubis Hamburg)

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Für uns war es wichtig, die deutliche Schlappe aus dem Hinspiel gerade zu rücken, das haben wir geschafft. Ich komme immer wieder gerne nach Aachen zurück, aber selbstverständlich wollten wir gewinnen, deswegen bin ich glücklich. Wir haben ein klares Ziel, die Playoffs, und dafür haben wir heute einen wichtigen Schritt getan.

Mareike Hindriksen (VT Aurubis Hamburg)