Alemannia Aachen1 (27) (19) (20) (20) (0)
VfB Suhl3 (25) (25) (25) (25) (0)Mit den letztjährigen Bundesligadritten stellt sich am Samstagabend (19 Uhr) nicht gerade ein Lieblingsgegner der Alemanninnen vor. Zumindest, wenn man auf die Statistik blickt: Gerade einmal zwei gewonnene Sätze in sieben Spielen stehen für die „Ladies in Black“ gegen den VfB Suhl zu buche.
Die resultieren immerhin aus den letzten beiden Partien, vielleicht immerhin so etwas wie ein Trend in eine positive schwarz-gelbe Richtung. Allein mit Hoffnung begnügen sich Stefan Falter und seine ehrgeizige Truppe traditionell nicht vor einem Bundesliga-Match, auch gegen den Pokalsieger von 2008 erwartet der Coach von seinen Spielerinnen den Mix aus Konzentration und Risikobereitschaft, wie ihn die Aachenerinnen etwa beim Erfolg in Hamburg an den Tag legten.
Mit Christina Speer kehrt eine Ex-Alemannin zurück an ihre alte Wirkungsstätte. Die US-Amerikanerin rangiert mit ihrem neuen Klub aktuell auf Platz sechs. Vor der Reise in den Westzipfel hat das Team von Trainer Felix Koslowski bereits satte 6000 Kilometer in dieser Woche hinter sich gebracht: Im CEV-Pokal setzte sich Suhl mit 3:0 beim israelischen Vertreter Neve Shaanan Haifa durch.
Im Hinspiel in der Suhler Wolfsgrube hatte laut Stefan Falter noch fehlende Präzision in allen Belangen Zählbares verhindert. Die Alemanninen wollen am Samstag alles dafür tun, dass die Statistik demnächst etwas positiver umgeschrieben werden muss. Denn schließlich haben die „Ladies“ schon einige Male in dieser Spielzeit bewiesen: Im Hexenkessel geht immer was.
Es hat erneut nicht sollen sein. Wieder konnte punktemäßig nichts Zählbares bei der Begegnung gegen die thüringische Spitzenmannschaft des VfB Suhl in die Tabelle "eingezahlt" werden. Mit 1:3 (27:25, 19:25, 19:25, 20:25) unterlag Aachen dabei vor 921 Zuschauern gegen den VfB Suhl, der letzten Mittwoch noch im Europapokal in Israel die nächste Runde erreichen konnte.
Dabei sah es zunächst gut aus, der erste Satz entwickelte sich für die Gastgeberinnen durchaus gut. In der Endphase konnten sich die Ladies um die wieder sehr starke Mannschaftsführerin Karolina Bednarova teilweise einen 5-Punkte-Vorsprung herausspielen. Die gegen die Thüringer wichtigen Elemente Annahme und Block funktionierten, Suhl stand stark unter permanentem Aufschlag- und Angriffs-Druck. Doch dann knickten die Aachenerinnen etwas ein, der Gast - mit der Ex-Aachenerin Christina Speer - packt seine Chance beim Schopfe: Gleichstand! Mit der Unterstützung der tollen Aachener Kulisse im Rücken kämpften sich die Ladies in Black zurück ins Match und holten sich unter großem Jubel mit 27:25 den Satzgewinn!
Nach dem Seitenwechsel ein völlig anderes Bild: Zu viele Aachener Annahmefehler und ein permanent den Aachener Block ignorierender Angriff bringen dem Gast schnell den 8-Punkte-Vorsprung. Und diesen Vorteil lassen sich an diesem Abend die später zur besten Spielerin gewählte Suhlerin Ivana Isailovic und ihre Kolleginnen nicht mehr nehmen.
Auch die Verläufe der Sätze drei und vier sind schnell erzählt - Suhl bestimmt von Anfang an das Tempo der Begegnung und entfacht in den entscheidenden Elementen dermaßen Druck, dass die Fehlerquote der Alemannia-Spielerinnen um die zur MvP gewählten Anke Borowikow in die Höhe schnellen ließ. Zu hoch! Das Publikum konnte sehen, dass an diesem Abend der Gegner zu stark bzw. die Fehlerquote der eigenen Mannschaft zu hoch war, um mehr als diesen ersten Satz zu gewinnen.
Somit muss das Projekt "Suhl besiegen" erneut auf die nächste Saison verschoben werden. Weiter geht es nun am kommenden Mittwoch beim starken Köpenicker SC (ein Schlüsselspiel um das Erreichen des anvisierten 8. Tabellenplatzes in der Liga), und dann kommt nächsten Samstag (28.1., 19.00 Uhr) der aktuelle Tabellenzweite des Dresdner SC.
Während des gesamten Matches sammelten Vertreter der Fan-IG, der Frauenfußball-, Handball- und Volleyball-Abteilung der Alemannia für die Familie der Brand-Opfer vom vergangenen Mittwoch an der Lütticher Strasse.
Suhl-Trainer Koslowski übergab beim Aixtron-Trainer-Talk im Namen seines Clubs und seines Teams ebenfalls hierfür einen Geldbetrag. Vielen Dank dafür!
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Zum Spiel
"Hier in Aachen ist nicht nur immer eine super Stimmung. Was uns am meisten imponiert hat, war die fast schon volle Halle, als wir anderthalb Stunden vor der Partie in die Halle kamen. Das gibt es sonst nirgendwo in Deutschland. Und dann diese fairen Fans hier, das puscht auch uns zu guten Leistungen."
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"Bei uns waren heute einfach zu viele Tiefen neben etlichen Höhen. Und gegen ein Team wie Suhl reicht es eben nicht, nur ab und zu gute Aktionen zu bringen. Zur Stimmung unserer Fans wiederholen wir uns gerne: Super!"
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"Aachen hat stark gespielt, aber wir haben konzentriert dagegengehalten. Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft, wie sie mit den Strapazen in den letzten Tagen und Wochen umgeht. Meinem Kollegen Stefan Falter, den ich sehr schätze, wünsche ich in den nächsten Wochen mit seinem Team alles Gute und die Geduld, so weiter zu arbeiten. Dann kommt auch bald die punktemäßige Belohnung von ganz alleine."
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"Kompliment an unsere Gäste, die gemachten Fehler waren bei uns deutlich zu hoch und die Annahme und unser Block insgesamt zu schwach! Aber wir lassen uns von unserem Weg nicht abbringen: Mittwoch in Köpenick geht es weiter und wir werden uns darauf ab
Montag gewissenhaft vorbereiten."