Rote Raben Vilsbiburg3 (24) (25) (25) (22) (15)
Alemannia Aachen2 (26) (13) (21) (25) (4)Wenn am Samstag um 20 Uhr in der neuen Ballsporthalle Vilsbiburg das erste Meisterschaftsspiel der Saison 2011/2012 angepfiffen wird, werden etliche Augen in Volleyball-Deutschland auf das Team aus dem tiefsten Westen gerichtet sein.
Mit Angelina Grün hat Alemannia Aachen nicht nur eine deutsche Ausnahmeakteurin der jüngeren Volleyball-Geschichte verpflichtet, Trainer Stefan Falter bekam mit dem Königstransfer auch seine erhoffte Verstärkung in Gestalt einer annehmenden Außenangreiferin. ?Ich habe noch nie mit einer Spielerin auf diesem Niveau gearbeitet?, sagt Aachens Verantwortlicher. Doch gerade Stefan Falter setzt wie kaum ein anderer auf ein fokussiertes und zielorientiertes Kollektiv, somit dürfte kaum Gefahr bestehen, ?dass irgendeine Akteurin im Glanz von Angelina Grün verblasst, dafür werden wir sorgen?.
Spannend dürfte auch sein, in welcher Verfassung sich die international erfolgreiche ?Lichtgestalt? nach ihrem Ausflug in den Sand in der Halle und mit der ambitionierten Alemannia zurück meldet. Obwohl: Angelina Grüns Leistung bei der so erfolgreich verlaufenen Europameisterschaft dürfte keinen Zweifel daran lassen, dass die 31-Jährige nach wie vor jede Menge Feuer in sich trägt. Davon dürfte auch die Alemannia profitieren - das wünschen sich nicht nur Stefan Falter und das verantwortliche Team, sondern auch die Fans in Schwarz-Gelb.
Neben der 9-fachen Volleyballerin des Jahres fiebern aber auch die anderen Neuzugänge dem ersten Saisonspiel entgegen: Anke Borowikow, Linda Büsscher (Mittelblock), Simone Legerstee (Libera), Karen Lißon (Zuspiel) und Barbara Dégi (Diagonal) haben nach langen Wochen der Vorbereitung erstmals Gelegenheit, Pflichtspielluft in Schwarz-Gelb zu schnuppern.
Noch mehr neue Gesichter beim Meister von 2010: 13 Spielerinnen schart Guillermo Gallardo zu Saisonbeginn um sich, darunter gerade einmal vier, die bereits in der Vorsaison das Raben Trikot trugen. Wenn die Alemannia mit den Raben die sportlichen Klingen kreuzt, so ist das auch ein Wiedersehen von Frauen, die vor wenigen Wochen gemeinsam einen der größten deutschen Volleyball-Erfolge feierten: Die Vize-Europameisterinnen Angelina Grün und Vilsbiburgs Libera Lenka Dürr treffen sich zwei Woche nach dem Finale wieder.
Für alle, die die Maannschaft nicht mit in die Nähe von Münschen begleiten, besteht die Möglichkeit, daß Spiel live hier zu verfolgen: www.vib24.tv
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Als die „Ladies in Black“ nach zwei Stunden Spielzeit am Spielfeldrand zusammen saßen, machte sich echte Enttäuschung über eine denkbar knappe Niederlage breit. „Verständlich“, so Aachens Trainer Stefan Falter, „wir hatten eine echte Chance auf den Sieg“.
Mit 3:2 (24:26, 25:13, 25:21, 22:25, 15:4) hatten die Gastgeberinnen aus Niederbayern am Ende eine Partie für sich entschieden, bei der am Ende - und abgesehen vom Tiebreak - nur Nuancen den Unterschied und damit den Sieger ausgemacht hatten. „Es hätte auch andersherum ausgehen können“, fand Falter.
Im Tiebreak allerdings hatten die Gäste nach zweimaligen Satzausgleich kaum mehr etwas entgegenzusetzen, „zudem waren wir irgendwann im Schnellangriff nicht mehr effektiv genug. Womöglich hat auch das entscheidende Quäntchen Durchschlagskraft über Außen gefehlt“. Zufrieden war der Trainer trotz der Niederlage mit den Elementen Aufschlag und Block, „es ist gut zu wissen, dass es da schon so gut funktioniert“. Insgesamt sah Stefan Falter noch das eine oder andere Abstimmungsproblem bei seiner Truppe, „aber das wird sich finden“. Bestnoten verdiente sich Neuzugang Anke Borowikow, die vor allem im ersten Tempo aus Annahmesituationen „kaum zu bremsen war“, freute sich ihr Trainer bei der anschließenden Analyse.
Zweimal hatten die Alemanninnen mit beherzten Auftritten den Satzausgleich geschafft. Unter anderem, „weil Lucy Wicks sehr gute Entscheidungen im Zuspiel getroffen hat“, befand Stefan Falter. Damit konnte sie auch Neuzugang Angelina Grün immer wieder über Außen in Szene setzen. Doch auch die Klasse der 9-fachen Volleyballerin des Jahres konnte die Schlappe im Tiebreak nicht verhindern. „Wir haben einfach den Ball nicht mehr auf den Boden bekommen, so ist das dann eben“, befand Falter. Dass die Raben im fünften Satz mit 9:0 davon zogen und so kaum noch Zweifel an ihrem letzten Erfolg ließen, war neben starken Aufschlägen einer Sarah Petrausch auch der Klasse von Lenka Dürr auf der Libero-Position zu verdanken.
„Wir werden daran arbeiten, unsere Muster zu festigen“, versprach Alemannia-Trainer Sefan Falter auch mit Blick auf das erste Heimspiel am Mittwoch (20 Uhr). „Außerdem müssen die Mädels lernen, nach so knappen Niederlagen den Kopf oben zu lassen, denn das dürfen sie. Wir müssen uns noch weiter finden auch dem Feld, noch mehr zusammenrücken. Aber da mache ich mir keine Sorgen“.
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