Schweriner SC3 (25) (25) (25) (0) (0)
Alemannia Aachen0 (22) (23) (12) (0) (0)Kein Zaudern und kein Zögern bei den „Ladies in Black“: Auch beim achtfachen Meister und derzeitigen Tabellendritten hat sich die Falter-Truppe am Samstagabend (19 Uhr, ARENA Schwerin) Mut zum Risiko vorgenommen. „Das ist unsere Linie, und die werden wir auch weiterverfolgen“, hatte Aachens Trainer zuletzt immer wieder betont. „Dazu gehört auch, dass wir im Aufschlag ein gewisses Risiko eingehen und unsere Chance suchen werden“.
So wie zuletzt im Heimspiel gegen den anderen Traditionsklub aus dem Osten, den Dresdner SC. Beim 1:3 vor Wochenfrist zeigte sich Falter mit der Gesamtleistung zufrieden, die Fehlerhäufigkeit in der Angabe hatte ihm jedoch weniger gefallen. Sicher hätte der Coach auch nichts gegen einen weiteren starken Auftritt von Ci Michel einzuwenden, die den SSC im Hinspiel mit einer Reihe von gelungenen Aktionen im ersten Tempo in Verlegenheit bringen konnte.
Rund zwei Monate ist es her, dass die Alemanninnen knapp an einer zweiten Überraschung nach 2010 vorbeischrammten: Beinahe wäre das Hinrundenspiel gegen den vielfachen Meister mit einem dieser ganz besonderem „Hexenkessel“-Momente zu Ende gegangen. Doch am Ende verließ Schwerin mit dem 3:2 die Halle an der Neuköllner Straße als Sieger.
Der Pokalfinalist um Kapitänin Julia Retzlaff rangiert derzeit auf dem dritten Platz der Liga-Tabelle. Zuletzt feierten die Mecklenburgerinnen einen knappen 3:2-Sieg beim USC Münster. Mit Lisa Thomsen steht übrigens auch diesmal die einzige „echte“, weil gebürtige Aachenerin für Schwerin auf dem Feld.
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Die Anerkennung kam hinterher sogar vom Gastgeber: Die „Ladies in Black“ haben sich am Samstagabend teuer verkauft beim 0:3 (22:25, 23:25, 12:25) vor 981 Zuschauern in der Schweriner Arena. Dabei waren die Schützlinge von Stefan Falter in den ersten beiden Durchgängen selbst nah dran am Erfolg, hatten über weite Strecken selbst geführt.
Von Beginn an hatten Karolina Bednarova und Co. ihre Chancen gesucht, und diese auch bekommen. Mit ordentlich Druck im Spiel erspielten sich die „Ladies“ im ersten Satz ein 11:7, erst mit dem 20:21 übernahmen die Gastgeberinnen doch noch die Führung und ließen sie sich auch nicht mehr nehmen: Denkbar knapp blieb der Durchgang mit 25:22 beim Favoriten aus „Meck-Pomm“.
Dass sich die Alemanninnen beim großen Schweriner SC keineswegs versteckten, bewies auch der zweite Satz: Wieder schafften es die diesmal in Auswärtsblau gekleideten Aachenerinnen, sich eine teils komfortable Führung herauszuspielen. Auch bei beiden technischen Auszeiten lagen die Gäste vorn. Nach dem 20:15 zog der SSC allerdings erneut das Tempo an, beim Stande von 23:23 ging es erneut in ein enges Finale. Hier blieben die Mecklenburgerinnen erneut Sieger – denkbar knapp.
Im dritten Abschnitt musste die Falter-Truppe dann dem hohen Tempo einigen Tribut zollen. Hier spielte der achtfache Meister seine Klasse aus, das 25:12 ließ am Ende keine Zweifel zugunsten einer starken Patricia Thormann samt Kolleginnen bestehen. Auf Alemannia-Seite konnte sich erneut Ci Michel besonders auszeichnen. Überhaupt hinterließen die „Ladies“ einen guten Gesamteindruck in Aufschlag und Annahme, und mit dem berühmten Quäntchen Glück wäre wohl mehr drin gewesen.
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