USC Münster3 (25) (25) (22) (25) (0)
Alemannia Aachen1 (20) (16) (25) (13) (0)Nicht einmal vier Wochen sind seit dem letzten Aufeinandertreffen vergangen, am Mittwoch wollen es die "Ladies in Black" wieder wissen: Mit dem Auftritt beim USC Münster (19:30 Uhr, Volleydrom Berg Fidel) biegen die Alemanninnen auch allmählich auf die Zielgerade eines stressigen Monats ein.
Noch frisch sind die Erinnerungen an die letzte Vorstellung in der legendären Halle am Berg Fidel: Am 23. November zogen die Alemanninnen im Pokal-Fight mit 0:3 den Kürzeren. Dabei hatten die "Ladies" Schwächen im Aufschlag und Unsicherheiten in der Annahme offenbart ? Attribute, die am Mittwoch erneut gefragt sein dürften. Weitaus erfreulicher war da zuletzt die Vorstellung am Netz: Wichtigste Waffe beim Heimsieg gegen den SC Potsdam war die konsequente wie kreative Arbeit in Block und Angriff.
"Revanche" ? ein Wort, das Stefan Falter im Vorfeld dieser Partie mehrfach benutzt. Dabei gilt aber vor allem, die "schwächste Saisonleistung" aus dem Pokalspiel mit einem beherzten Auftritt auszubügeln. Im Spiel Eins nach der kurzen "Ära Grün" dürfte in der Abteilung Außenangriff neben Dauerbrennerin Karolina Bednarova jetzt auch wieder Jana-Franziska Poll gefragt sein. Von einer klaffenden Lücke nach dem kurzfristigen Abgang von "Grüni" will Aachens Coach jedenfalls nichts wissen.
Zwar soll womöglich bis zum Ende der Transferperiode (31.12.) personell nachgelegt werden, aktuell vertraut Stefan Falter aber wie gewohnt absolut auf die intakte und stets präsente Moral seines Kaders. Fest steht: An Kampfgeist mangelte es Karolina Bednarova und ihren Kolleginnen zuletzt definitiv nicht. Mit einer Busladung treuer Fans in Schwarz-Gelb im Rücken nehmen die "Ladies in Black" am Mittwoch also einen neuen Anlauf am Berg Fidel.
Alle Alemannia-Fans, die nicht die Reise nach Münster antreten können, haben wie immer die Gelegenheit, den Live-Ticker der DVL zu verfolgen: www.dvl-ticker.de
Es hat nicht sollen sein mit der Revanche am Berg Fidel: In vier Sätzen (25:20, 25:16, 22:25, 25, 13) mussten sich die „Ladies in Black“ am Mittwochabend den „Unabhängigen“ geschlagen geben.
„Unser Durchsetzungsvermögen über die Diagonal- und Außenposition war heute nicht so hoch“, analysierte Aachens Coach Stefan Falter die 97 Minuten, in denen seine „Ladies“ erst im dritten Satz echte Akzente setzen konnten. Vor allem die Eigenfehlerquote und etliche wackelige Momente in der Annahme verhinderten mehr Zählbares als den Anschluss zum 1:2.
Vor den 933 Zuschauern – unter ihnen eine Busladung bestens aufgelegter Alemannia-Fans – im Volleyballtempel am Berg Fidel hatte Falter ab dem zweiten Satz Karen Lißon aufgeboten, die im Zuspiel eine exzellente Partie ablieferte und anschließend von USC-Coach Axel Büring zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde.
„Unser Ziel war es, den Gegner mit guten Aufschlägen unter Druck zu setzen. Das ist uns leider nur teilweise gelungen“, bilanzierte Aachens Nummer 3, „im dritten Satz konnten wir eine stabilere Leistung zeigen. Leider ist es uns auch hier nicht gelungen, diesen Schwung mit in den vierten Satz zu nehmen“. Tatsächlich hatte der USC im vierten Abschnitt wie schon in den ersten beiden Sätzen die besseren Argumente parat und ließ beim 25:13 nichts mehr anbrennen.
Bei den Gastgeberinnen hatte vor allem Neuzugang Lonneke Sloetjes einen Sahnetag erwischt. Die Außenangreiferin verdiente sich die MVP-Auszeichnung mit einem engagierten Auftritt. „Meine Mannschaft hat gut gespielt und verdient gewonnen“, war Münsters Coach Büring zufrieden, „nur im ersten Satz hatten wir Probleme mit den Aufschlägen von Alemannia“.
Mit 10:10 Punkten rangieren die „Ladies in Black“ weiterhin auf Play-Off-Platz Acht. Am Freitag (20 Uhr, Neuköllner Straße) haben die Alemanninnen gegen das bisher sieglose Team von Bayer Leverkusen die nächste Chance auf Punkte in einem NRW-Duell. Kapitänin Karolina Bednarova gab bereits nach dem Münster-Spiel die Marschrichtung vor: „Am Freitag muss das bei uns alles besser werden und wir müssen unser individuelles Potenzial besser ausschöpfen“.
© Alemannia Aachen 2013 Alle Rechte vorbehalten | Impressum
Zum Spiel
Unser Durchsetzungsvermögen über die Diagonal- und Außenposition war heute nicht so hoch. Hinzu kam, dass die Fehlerquote beim Aufschlag zu hoch war. Karen Lißon hat ein tolles Spiel gemacht.
Zum Spiel
Meine Mannschaft hat gut gespielt und verdient gewonnen. Nur im ersten Satz hatten wir Probleme mit den Aufschlägen von Alemannia. Gott sei Dank konnten die Aachener diese Qualität nicht lange aufrecht halten.
Zum Spiel
Eigentlich braucht es für das Spiel nur drei Worte: Aufschlag, Aufschlag, Aufschlag. Wir können auch viel besser verteidigen als wir es heute getan haben. Freitag muss das bei uns alles besser werden und wir müssen unser individuelles Potenzial besser ausschöpfen.
Zum Spiel
Unser Ziel war es, den Gegnern mit guten Aufschlägen unter Druck zu setzen. Das ist uns leider nur teilweise gelungen. Im dritten Satz konnten wir eine stabilere Leistung zeigen. Leider ist es uns auch hier nicht gelungen, diesen Schwung mit in den vierten Satz zu nehmen. Deshalb ist die Freude über die MVP-Medaille auch leider nicht ganz so groß wie sie sein würde, wenn wir gewonnen hätten.