VfB Suhl3 (25) (25) (22) (29) (0)
Alemannia Aachen1 (23) (22) (25) (27) (0)Nach dem Spiel ist vor dem Spiel ? diese alte Weisheit trifft für die "Ladies in Black" in der Frühphase der Saison absolut zu. Mit dem Auswärtsspiel beim VfB Suhl (Samstag, 19:30 Uhr, Sporthalle Wolfsgrube) steht für das Team um Kapitänin Karolina Bednarova das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen auf dem Programm.
Am Mittwoch konnten die Alemanninnen beim begeisternden Heimerfolg gegen Pokalsieger Stuttgart reichlich Selbstvertrauen tanken. Doch bereits am Donnerstag begann die kurze Vorbereitung auf den nächsten Gegner. "Wir arbeiten unmittelbar auf das Suhl-Spiel hin", beschrieb Trainer Stefan Falter den Plan für die wenigen Trainingseinheiten bis Samstag. Die Eindrücke und Erfahrungen mit dem VfB aus dem Vorbereitungsturnier in Dippoldiswalde hat er dabei auf dem Schirm, sieht die Karten vor dem Pflichtspiel allerdings neu gemischt: "Am Samstag erleben wir sicherlich nicht mehr den VfB aus der Vorbereitung. Genau wie wir haben sie mittlerweile Fahrt aufgenommen, die Abläufe verbessert".
Die Stärken des Teams von Trainer Felix Kosloswski fasst Stefan Falter so zusammen: "Ihre Qualitäten liegen sicher im Aufschlag, dem Durchsetzungsvermögen und in den Schnellangriffen". Dass die Suhlerinnen am Mittwoch mit einem insgesamt überzeugenden 3:1 vom Auswärtsspiel beim Dresdner SC zurückkehrten, hat auch Aachens Trainer überrascht. "Spätestens nach so einem Ergebnis dürfte jedem die Qualität des VfB klar sein".
Seine Alemannia sieht Stefan Falter nach dem Sieg gegen Stuttgart auf einem guten Weg: "Trotz der stressigen Anfangsphase lernen wir ständig dazu. Die Mädels schaffen es, die Vorgaben und Informationen zu den Gegnern zu aufzunehmen und zu verarbeiten. Das gibt ein gutes Gefühl für unsere Arbeit. So wollen wir uns weiter in der Saison orientieren. Ich denke, nach dem Spiel in Dresden am 29. Oktober wird man erstmals sehen, wo wir stehen".
Die Statistik spricht im Vorfeld eindeutig für das Team aus dem Süden Thüringens: Sechs Siege gegen die Alemannia stehen für den DVV-Pokalsieger von 2008 zu Buche, der in der Vorsaison zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den dritten Rang der Meisterschaft belegte. Ex-Alemannin Mareike Hindriksen, in der letzten Saison noch für den VfB am Netz, hat den Klub mittlerweile Richtung VT Aurubis Hamburg verlassen. Ein Wiedersehen mit einer ehemaligen "Lady in Black" wird es am Samstag dennoch geben: Christina Speer, von 2009 bis 2011 in Aachen aktiv, blockt am Samstag gegen ihre ehemaligen Teamkolleginnen.
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Trotz der Niederlage mochte Aachens Coach am Samstagabend, 22. Oktober, nicht großflächig schwarz malen. „Ich habe ein richtig gutes Volleyballspiel gesehen“, fasste Stefan Falter das 118-Minuten-Gastspiel beim VfB Suhl zusammen. „Da steckt große Qualität im Team von Felix Koslowski. Das haben wir allerdings vorher schon gewusst.“ Mit 1:3 (25:23, 25:22, 22:25, 29:27) hatten die Alemanninnen vor 1.100 Zuschauern in der „Wolfsgrube“ den Kürzeren gezogen. Dabei war immerhin der erste Satzerfolg im siebten Spiel gegen den Pokalsieger von 2008 herausgesprungen.
Seiner eigenen Truppe musste der Trainer indes bescheinigen, in den entscheidenden Momenten nicht konsequent genug agiert zu haben. „Da wurden zu viele Chancen liegengelassen, als dass wir uns dem Sieg hätten annähern können“, ärgerte sich Falter. „Insgesamt hat uns heute in allen Belangen die Präzision gefehlt. Hier war ein Pass ungenau, dort ein Angriffsball zu lang. Genau diese Präzision brauchst du aber auf allen Ebenen, um so ein Spiel zu gewinnen. Das war am Mittwoch gegen Stuttgart der Fall, heute jedoch nicht“.
So schafften es die Alemanninnen schließlich nur im dritten Satz, ihre eigenen Angriffsbemühungen in Zählbares umzusetzen. Der VfB Suhl hingegen trumpfte mit viel Einsatzwillen auf und sorgte vor allem mit zielgenau vorgetragenen Angriffen über die Außenpositionen für Gefahr. Die Gründe für die Niederlage wollte Falter weiterhin nicht allein im Auftritt von Ex-Alemannin Christina Speer und ihren Kolleginnen sehen: „Wir hatten es selbst in der Hand. Aber in Knackpunkt-Momenten wie im vierten Satz hat eben das entscheidende Quäntchen Durchschlagskraft gefehlt“.
Auch eine längere Unterbrechung nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Annahme/Außen-Spielerin Dominice Steffen brachte die Gastgeberinnen nicht aus dem Konzept. „Die besten Wünsche an dieser Stelle für Dominice Steffen“, reihte sich Aachens Coach in die Reihen derjenigen ein, die auf eine schnelle Genesung der 23-Jährigen hoffen.
Nach dem begeisternden Heimauftritt gegen Stuttgart und der Niederlage in Thüringen stehen für die „Ladies in Black“ weiterhin zwei Punkte auf der Habenseite. Am kommenden Mittwoch, 26. Oktober (20 Uhr), treten Karolina Bednarova & Co. erneut zuhause an. Gast ist der mit drei Niederlagen gestartete Köpenicker SC.
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