• 1. Bundesliga - Frauen - Saison 2011/2012 - 5. Spieltag
  • Datum: Samstag 29.10.2011  - 17:30 Uhr
  • Vereinswappen Dresdner SC Dresdner SC3 (27) (25) (25) (0) (0)
  • Vereinswappen Dresdner SC Alemannia Aachen0 (25) (19) (14) (0) (0)

Versteckspiel ist Tabu in Dresden

Alemannia Aachen tritt am Samstag beim zweifachen deutschen Meister an

Mit dem Rückenwind des souveränen Erfolges gegen Köpenick vom vergangenen Mittwoch treten die „Ladies in Black“ die Reise in die Sachsenmetropole an. „Wir machen uns mit Vorfreude und allem gebührenden Respekt auf den Weg“, verkündete Stefan Falter kurz vor der Abfahrt zum insgesamt vierten Liga-Gastspiel in Dresden (Samstag, 17:30 Uhr, Margon Arena).

„Ganz sicher werden wir nicht den Fehler machen, uns an den ersten Ergebnissen des DSC zu orientieren“. Denn, so Falter, „hier haben wir es mit einer echten Spitzenmannschaft zu tun“.

Tatsächlich ist der Meister von 1999 und 2007 nach zwei Niederlagen zum Auftakt wieder in die erwartete Spur eingebogen: Zuletzt fuhr die Truppe um Kapitänin Stefanie Karg überzeugende Siege daheim gegen Schwerin (3:0) am vergangenen Mittwoch sowie zuvor in Köpenick (3:1) ein. Trotz des gebührenden Respekts wollen sich die Alemanninnen in Dresden keinesfalls verstecken, kündigt Stefan Falter an. „Wir treten mit breiter Brust an. Und dann wollen wir sehen, was am Ende herauskommt. Auch dort hat man von unseren Qualitäten sicherlich gehört“, glaubt der Coach.

Aus der Dresdener Vizemeister-Mannschaft der Vorsaison stehen noch neun Spielerinnen im Kader von Trainer Alexander Waibl. Neu im Team sind Anne Matthes (Pane Di Matera, ITA), die beiden Niederländerinnen Judith Pietersen und Robin De Kruif sowie die Nachwuchstalente Silvia Sperl, Magdalena Gryka (eigene Reserve) und Katharina Schwabe (VCO Berlin).

Mit Nationalspielerin Mareen Apitz stellt der DSC derzeit laut DVL-Statistik die effektivste Aufschlagspielerin – ein Zustand, den die Alemanninnen nach  den guten Annahmeleistungen der letzten Spiele nur allzu gern aufmischen würden. Insgesamt spricht die Liga-Historie klar für die Gastgeberinnen: In sechs Partien gegeneinander gelangen den „Ladies in Black“ bislang nur zwei Satzgewinne. Noch so eine Statistik, die das Team von Stefan Falter nur allzu gern umschreiben würde.

Alle Alemannia-Anhänger, die nicht die Reise nach Dresden antreten können, haben wie immer die Gelegenheit, den Live-Ticker der DVL zu verfolgen: www.dvl-ticker.de

Gute Ansätze reichen nicht gegen Dresden

Alemannia Aachen verliert die Auswärtspartie beim Ex-Meister mit 0:3

Wieder wurde es nichts mit einer Überraschung in der Sachsemetropole: Mit einem glatten 3:0 (27:25, 25:19, 25:14) behielt der favorisierte DSC die Oberhand gegen die "Ladies in Black".

Dabei hätte es durchaus anders laufen können, fand Aachens Diagonal-Angreiferin Laura Feldmann: "Wir hatten die Dresdnerinnen im ersten Satz sogar ganz gut im Griff". Tatsächlich verlief der Durchgang lange offen, erst in der "Verlängerung" entschieden Mareen Apitz & Co. den Satz mit 27:25 für sich. "Danach haben wir alles, was wir uns vorher aufgebaut haben, wieder über den Haufen geworfen", suchte Laura Feldmann nach Worten für den Leistungseinbruch in der Folge, den die Gastgeberinnen gnadenlos ausnutzten.

So wurde es am Ende eine deutliche Schlappe beim zweifachen deutschen Meister für Stefan Falters Alemanninnen. Vor 1650 Zuschauern in der Margon-Arena übernahm der Meister von 1999 und 2008 ab dem zweiten Satz die Regie und siegte schließlich deutlich wie verdient mit 3:0. Den guten Ansätzen im Spiel der "Ladies in Black" blickte Laura Feldmann sehnsüchtig hinterher: "Ich denke, wir haben Dresden erst durch unsere Fehler richtig ins Spiel gebracht. Hätten wir den Sack im ersten Satz einfach mal zugemacht, hätte die Geschichte durchaus anders ausgehen können", mutmaßte Aachens Nummer Neun.

Damit gehen die "Ladies in Black" mit 4:6 Punkten und auf Platz neun liegend in die Bundesliga-Pause. Beim anstehenden Olympia-Qualifikationsturnier werden die Alemannia-Fans vor allem ihrer Angelina Grün die Daumen drücken. Am 23. November müssen die Schwarz-Gelben dann beim USC Münster zum Pokalspiel antreten.