Köpenicker SC3 (25) (25) (22) (25) (0)
Alemannia Aachen1 (21) (15) (25) (22) (0)Nach drei Heimspielen in Folge, an deren Beginn das grandiose 3:2 gegen Vilsbiburg stand, geht die Reise für die „Ladies in Black“ an diesem Wochenende zum Köpenicker SC (Samstag, 19 Uhr, Sporthalle Friedensstraße/Hämmerlingstraße).
Im Hinspiel am 22. Januar bekamen die Fans im Aachener Hexenkessel an der Neuköllner Straße einen 5-Satz-Krimi geboten, den die Schwarz-Gelben - wie bislang immer in dieser Saison - für sich entscheiden konnten. Auf einen weiteren kraftraubenden „Zugabe“-Satz würde das Team von Stefan Falter womöglich gerne verzichten, heiß auf Punkte sind die Alemanninnen nach zuletzt zwei Niederlagen aber so oder so. Aachens besonnener Trainer warnt damals wie heute vor den Qualitäten des KSC: „Doreen Engel gehört sicher zu den stärksten deutschen Zuspielerinnen. Sandra Sell und Pia Riedel sind trotz ihres jungen Alters bereits sehr erfahren. Außerdem verfügen sie über eine gute Mittelblock-Abteilung“.
Die „Ladies in Black“ können nach den beiden Heimpleiten gegen Wiesbaden und Münster und dem Abrutschen auf Rang 9 mit einem Erfolg das Saisonziel Platz 6 wieder ins Visier nehmen. Die Gastgeberinnen stecken mit 14:32 Punkten und Platz 11 noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Am Mittwoch setzte sich das Team von Gil-Ferrer Cutino im Stadtderby gegen die Juniorinnen-Truppe des VCO Berlin erst im Tie-Break durch, nachdem man bereits mit 0:2 in Sätzen hinten gelegen hatte. Die Website des KSC stellt den Gast respektvoll als „Shooting Star der Saison“ vor, dennoch werden die Cracks aus dem Südosten der Hauptstadt der Alemannia alles andere als nur zu einer tollen Saison gratulieren wollen.
Alle Anhänger, die nicht die Reise nach Berlin-Köpenick antreten können, haben wie immer die Gelegenheit, den Live-Ticker der DVL zu verfolgen: www.dvl-ticker.de
Als die Zeichen schon auf Tie-Break deuteten, kam doch noch die Entscheidung: Mit dem 22:25 im vierten Durchgang war die 1:3-Auswärtsniederlage der „Ladies in Black“ beim Köpenicker SC (25:21, 25:15, 22:25, 25:22) besiegelt. Die Alemannia ist damit seit drei Partien ohne Punktgewinn, während der KSC vor 650 Zuschauern einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt getan hat.
Der KSC war von Beginn an besser im Spiel, anders als die Alemanninnen um Karolina Bednarova. Hatten die „Ladies“ im ersten Satz noch lange mithalten können, änderten sich die Verhältnisse in Durchgang zwei deutlicher in Richtung Köpenick: Beim 25:15 waren sie das deutlich gefährlichere Team, machten insgesamt weniger Fehler. Im dritten Satz führten die Gäste dann konstant, ab dem 14:14 wechselten die Verhältnisse dann immer wieder, ehe die Alemannia in einer spannenden Schlussphase den ersten Satzball zum 25:22 nutzen konnte.
Bei der zweiten technischen Auszeit im vierten Satz führte der KSC bereits mit 16:11, ehe mit Kira Walkenhorst die personifizierte Aufholjagd zum Aufschlag schritt. Ihre Serie gipfelte in einer eigenen 20:16-Führung, doch anstatt des Sprungs in die Verlängerung knoteten die Gastgeberinnen den Sack zu: Izabela de Oliviera war es, die den Alemanninnen mit einer Reihe flattriger Aufschläge den Nerv raubte und nach 101 Minuten endgültig den K.O.-Schlag zum 25:22 versetzen konnte.
Bei den Schwarz-Gelben verdiente sich Libera Michaela Balej mit einer wie so oft engagierten Vorstellung in der Abwehr den Titel der Spielerin des Tages. Aachens Trainer Stefan Falter benannte Aufschlag-Füchsin Izabela de Oliviera zur „MVP“ auf Köpenicker Seite.
Am kommenden Donnerstag empfängt die Alemannia um 20 Uhr in der Sporthalle Neuköllner Straße den derzeit vier Punkte besser platzierten VfB Suhl.
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