SF Aligse3 (25) (25) (25) (0) (0)
Alemannia Aachen0 (16) (21) (18) (0) (0)Am Samstag kommt es zum Spitzenspiel in der Dritten Liga. Der Zweitplatzierte Alemannia Aachen trifft auf den punktgleichen Drittplatzierten SF Aligse. Wieder einmal steht den Männern um Kapitän Sebastian Schusser eine lange Reise am Samstag bevor. Denn dann treffen die Kaiserstädter in Lehrte (zwischen Hannover und Braunschweig) auf die Sportfreunde Aligse.
Neben der langen Anreise wird man wohl auch einen langen Atem beweisen und sich auf ein langes Spiel einstellen müssen, denn der Drittplatzierte aus Aligse ist bisher ebenfalls sehr gut in die Saison gestartet. Der Vertreter des NVV ist wie die Alemannia bisher noch ohne Punktverlust und hat dabei schon so namenhafte Teams wie den USC Münster schlagen können.
Aligse gilt zudem als sehr heimstark, da die Niedersachsen regelmäßig vor einer großen und vor allem lautstarken Kulisse spielen. Dank dieser Unterstützung konnte auch das letzte Spiel gegen die SG Düsseldorf/Ratingen mit 3:2 gewonnen werden. Alles in allem wartet also ein heißer Tanz im Hexenkessel von Aligse auf die Alemannia, bei dem sich wahrscheinlich zwei Mannschaften auf Augenhöhe begegnen werden. Die Aachener sind gefordert gegen alles abzurufen und sich spielerisch auf dem Niveau des letzten Spiels gegen den USC Münster zu präsentieren. Zudem wird es darauf ankommen auch kämpferisch und mit vollem Einsatz dagegen zu halten.
Kein leichtes Unterfangen also für die Haake-Schützlinge, die aufgrund von Krankheiten und Verletzungen diese Woche nur mit Minimalbesetzung trainieren konnten. Erschwert wird die Aufgabe, 2 Punkte aus Lehrte mitzunehmen, auch durch die Verletzung von Tim Hildebrand. Der bisher stark aufspielende Außenangreifer zog sich unter der Woche einen Bänderriss zu und wird der Alemannia noch ein paar Wochen lang fehlen.
„Der Ausfall wiegt schon schwer, da Tim vor allem in der Annahme zu unseren wichtigsten Spielern gehört und eigentlich immer eine Bank ist. Zudem waren unsere anderen Außenangreifer diese Woche gar nicht oder nur angeschlagen im Training. Ich hoffe aber, dass wir diesen Ausfall mit unserem breiten Kader irgendwie kompensieren können“, so Trainerin Steffi Haake vor dem Spiel. Gerade auf Libero Christoph Klaproth wird also viel Arbeit am Samstagabend zukommen.
Ob es den Aachenern gelingen wird eine ähnlich starke Leistung wie gegen Münster abzurufen und im Hexenkessel von Aligse zu bestehen, das wird sich am Samstag 03.11. um 20 Uhr zeigen, wenn die Partie angepfiffen wird. Die Haake-Schützlinge werden auf jeden Fall alles daran setzen auch nach dem fünften Spieltag noch ungeschlagen zu bleiben.
Es war ein Samstag zum Vergessen für die Drittligavolleyballer des TSV Alemannia Aachen. Mit einer insgesamt schwachen Leistung unterlag man im Spitzenspiel gegen die SF Aligse deutlich mit 0:3.
Die Vorzeichen vor der Partie waren nicht optimal. So fehlte Tim Hildebrand verletzt und auch im Training konnte man nur mit Minimalbesetzung arbeiten. Verzichten musste man zudem auf Trainerin Steffi Haake. Dennoch reiste die Mannschaft um Kapitän Sebastian Schusser motiviert nach Lehrte und wollte sich im Hexenkessel von Aligse so teuer wie möglich verkaufen. Auch wenn die lange, vierstündige Anreise sicher nicht die optimale Vorbereitung für ein Spitzenspiel darstellt, hatte man es bisher (bei den Auftritten in Vechelde und Braunschweig) doch immer geschafft sich diese Reisstrapazen nicht anmerken zu lassen und auch am Samstag lag es sicherlich nicht nur an der weiten Anreise, dass man eine enttäuschende Leistung im Duell gegen den Tabellennachbarn aufs Parkett brachte.
Vor gut gefüllter Halle und eine beeindruckend lauten und fairen Kulisse schien es zunächst trotz aller Probleme im Vorfeld gut für die Aachener zu laufen. So konnten die Kaiserstädter die ersten Ballwechsel offen gestalten und aus einer stabilen und sicheren Annahme heraus einige sehenswerte Punkte erzielen. Doch Aligse hielt von Beginn an dagegen. Ab Mitte des Satzes erhöhten die Gäste dann den Druck im Aufschlag und konnten einige direkte Punkte durch Annahmefehler und vor allem leichte Angriffsfehler der Aachener erzielen. Die Alemannia fand im weiteren Satzverlauf überhaupt nicht mehr zu ihrem Spiel und konnte auch zu keiner Zeit die gegnerischen Angriffe mit dem sonst so starken Block- und Abwehrverbund stoppen. Aligse agierte im Angriff nicht mit übermäßigem Druck und Risiko, sondern hielt die eigene Fehlerquote einfach auf niedrigem Niveau. Dies reichte allerdings zum deutlichen 25:16 Satzgewinn, da die Aachener auf der Gegenseite einige leichte Fehler produzierten und unerklärlicherweise viele kurz gespielte Bälle der Niedersachsen nicht im Spiel halten konnten. In Satz zwei lag die Alemannia schon früh zurück, ehe man sich durch eine Aufschlagserie von Marius Wiche wieder herankämpfen konnte. Bis Mitte des Satzes hielt man die Partie offen, auch weil man taktisch umstellte und die Abwehr gegen die kurz gespielten Bälle nach vorne zog, weshalb einige Punkte aus der Abwehr heraus erzielt werden konnten. Gegen Ende des Satzes schlichen sich dann allerdings wieder leichte Fehler in allen Mannschaftsteilen, insbesondere im eigenen Angriff, ein, so dass die Hausherren sich absetzen und den Satz letztlich für sich entscheiden konnten.
Nach dem Seitenwechsel gelang den Aachenern dann leider nicht mehr viel Zählbares. Aligse spielte sich, beflügelt durch die Führung und ihre 400 Fans im Rücken, einen deutlichen Vorsprung heraus, den die Haake-Schützlinge nicht mehr aufzuholen vermochten. Auch weil die eigenen Fehlerquote vor allem im Block und Angriff weiterhin zu hoch blieb. Schließlich kamen auch einige Aufschlagfehler hinzu, so dass Aligse am Ende ein deutliches 3:0 vor heimischer Kulisse feiern konnte. Alles in allem war es ein verdienter Sieg von der SF Aligse, die an diesem Tag in fast allen Bereichen überlegen waren. Bis auf die Annahmeleistung von Andreas Vieten und Christoph Klaproth konnte man auf Aachener Seite mit der gezeigten Vorstellung nicht zufrieden sein. So schaffte man im Spiel gefühlt gerade mal einen einzigen Blockpunkt und hatte erhebliche Probleme mit den kurz gelegten Bällen des Gegners. Da auch der eigene Angriff nicht fehlerfrei blieb und der Gegner im Angriff sicher agierte und von den eigenen Fans immer wieder zur Höchstleistung angetrieben wurde, war es am Ende zu wenig, um eine spielerisch gute Mannschaft aus Aligse zu gefährden. Schade eigentlich, denn auch wenn der Tabellennachbar sicherlich zu den spielerisch stärkeren Teams der Liga gehört, wäre mit einer guten Leistung ein spannenderes Duell auf Augenhöhe möglich gewesen.
Nun heißt es also das Spiel schnell abhaken, um am nächsten Wochenende zuhause Wiedergutmachung zu leisten und gegen die SG Düsseldorf/Ratingen wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden.
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