„Die Alemannia ist einfach nur ein Sportverein – aber gleichzeitig so viel mehr.“ Dieses Zitat aus dem Film „Das, was du bist, ist für immer!“ brachte den Abend im Apollo Kino auf den Punkt. Zahlreiche Alemanninnen und Alemannen waren in die Aachener Innenstadt gekommen, um gemeinsam die Premiere des Dokumentarfilms zu erleben.
Unter den Gästen befanden sich auch viele ehemalige und aktuelle Persönlichkeiten des Vereins, darunter Josef „Jupp“ Martinelli, Jo Montanes, Erik Meijer, Alex Heinze, Horst Heinrichs und Robert Moonen. Auch Teile der Mannschaft rund um Kapitän Mika Hanraths ließen es sich nicht nehmen, der Premiere des Films beizuwohnen.
Der Film von Regisseur Morteza Yazdi-Thelen zeichnet eindrucksvoll die Geschichte der Alemannia von den Anfängen bis in die Gegenwart nach. Er erzählt von den ersten Herausforderungen, überhaupt geeignete Plätze für den Fußball zu finden, über den Aufstieg in die Bundesliga 1967 bis hin zur Rückkehr in den Profifußball nach zwei Insolvenzen und elf Jahren in der Regionalliga West. Zeitzeugenberichte, persönliche Geschichten und emotionale Momente verleihen dem Film dabei eine besondere Tiefe.
Neben den sportlichen Erfolgen und Rückschlägen wirft der Film auch einen Blick auf schwierigere Kapitel der Vereinsgeschichte – etwa die Zeit des Nationalsozialismus, in der jüdische Vereinsmitglieder ausgegrenzt wurden. Thomas Wenge und René Rohrkamp geben hierzu eindrückliche Einblicke.
Eröffnet wurde der Abend durch eine Begrüßung von Präsident Björn Jansen. Auch die Stadt Aachen war vertreten: Ulla Griepentrog, zweite stellvertretende Bürgermeisterin, nahm stellvertretend für den Oberbürgermeister an der Premiere teil.
Ein Höhepunkt folgte bereits vor Filmbeginn: Regisseur Morteza Yazdi-Thelen und Tobias Mantel wurden für ihre Arbeit am Film geehrt und erhielten von Chris Nießen und Oliver Wagner aus dem Präsidium der Alemannia eine goldene Schallplatte. Auch zahlreiche Mitwirkende des Films wurden im Rahmen der Premiere ausgezeichnet – stellvertretend für viele, die ihre Geschichten und Erinnerungen in dieses besondere Projekt eingebracht haben.
„Alemannia ist für mich etwas Besonderes“
Nach der Vorführung zeigte sich, wie sehr der Film die Zuschauer berührte. „Alemannia ist für mich etwas Besonderes – das war so und das wird auch immer so bleiben“, sagte Erik Meijer. „Es war schon manchmal emotional. Die Emotionen aus den Pokalspielen, den Spielen im Europapokal oder dem Aufstieg sind bei mir abgespeichert. Wenn ich heute die Bilder dazu sehe, ist alles wieder ganz frisch.“
Auch Präsident Björn Jansen betonte die besondere Atmosphäre des Abends: „Wir sind eine große Familie – und genau das hat man heute gespürt. 125 Jahre verpflichten uns, alles dafür zu tun, diesen Verein weiter in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“
Besonders bewegend waren auch die Worte von Marco Fuchs, Sohn der verstorbenen Trainerlegende Werner Fuchs: „Ich bin sehr beeindruckt. Der Film zeigt die Geschichte des Vereins und meinem Vater war es immer wichtig, dass man nicht vergisst, wo man herkommt. Es war sehr bewegend.“ Die Szenen mit seinem Vater hätten ihn tief berührt: „Es war unheimlich schön, seine Stimme nochmal zu hören und die Bilder von ihm wiederzusehen.“
Zum Abschluss setzte der Film einen stillen, emotionalen Moment: In einem Gedenken wurde an Daniel Kosch erinnert. Als Teil der Geschäftsstelle prägte er über viele Jahre die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing der Alemannia und war unter anderem an Produktionen wie „Abpfiff am alten Tivoli“ beteiligt. Sein plötzlicher Tod im Jahr 2020 hinterließ eine große Lücke – der Film würdigte ihn auf eindrucksvolle Weise.
Die Premiere machte deutlich: „Das, was du bist, ist für immer!“ ist weit mehr als ein Film über Fußball – es ist ein Stück Alemannia, das die Geschichte, die Emotionen und die besondere Verbindung der schwarz-gelben Familie auf die Leinwand bringt.
Alemannia Aachen bedankt sich herzlich bei Regisseur Morteza Yazdi-Thelen sowie allen weiteren Mitwirkenden, die zum Gelingen dieses besonderen Filmes und Abends beigetragen haben.
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