Ein Fußballstadion ist ein Ort, an dem viele Menschen zusammenkommen, gemeinsam ihre Mannschaft unterstützen und große Emotionen erleben. Trotzdem kann es auch dort zu Problemen kommen, zum Beispiel zu Diskriminierung, Beleidigungen oder anderen Übergriffen. Deshalb übernimmt Alemannia Aachen Verantwortung und führt ein neues Awareness-Konzept ein, damit sich alle Menschen im Stadion sicher und wohl fühlen können.
Die Ziele
Das Stadion soll auch in Zukunft ein Ort sein, an dem sich alle Besucherinnen und Besucher sicher fühlen und Fußball ohne Angst erleben können. Deshalb möchte der Verein noch mehr für Prävention und Aufklärung tun. Dafür gibt es jetzt ein neues Awareness-Team, das bei Problemen hilft und für alle als feste Ansprechstelle da ist. Außerdem gibt es klare Regeln, wie bei Vorfällen gehandelt werden soll. Das Awareness-Team arbeitet dabei eng mit den Fanbeauftragten und dem Fanprojekt Aachen zusammen.
Das Awareness-Team
Das Herzstück des neuen Konzepts ist das Awareness-Team. Alle Mitglieder wurden vor ihrem Einsatz besonders geschult. Sie lernen, wie sie Menschen in schwierigen Situationen unterstützen können, welche rechtlichen Regeln wichtig sind und wie eine gute und respektvolle Kommunikation funktioniert. Damit alle Besucherinnen und Besucher das Team am Spieltag leicht erkennen können, trägt es einheitliche Kleidung mit einem eigenen Symbol. Die Mitglieder sind an festen Stellen im Stadion zu finden und gehen außerdem durch das Stadion, damit sie schnell helfen können.
Erster Einsatz beim Heimspiel gegen den SC Verl
Beim kommenden Heimspiel gegen den SC Verl wird das neue Awareness-Konzept zum ersten Mal eingesetzt. Das Awareness-Team ist dann im Stadion unterwegs und für alle Besucherinnen und Besucher ansprechbar. Durch die einheitliche Kleidung wird das Team gut zu erkennen sein.
Das Awareness-Team ergänzt die bisherigen Angebote. Die Fanbetreuung, das Fanprojekt Aachen und die Fanbeauftragten bleiben selbstverständlich weiterhin wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner und helfen auch in Zukunft bei schwierigen Situationen.
Einfache Wege, um Hilfe zu bekommen
Menschen, die Hilfe brauchen oder einen Vorfall melden möchten, sollen das schnell und einfach tun können. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann das Awareness-Team direkt ansprechen, eine digitale Meldeplattform nutzen, die Notfall-Hotline anrufen oder das Codewort „Wo ist Karla“ verwenden. Auch am Fan-Treff gibt es eine feste Anlaufstelle. Die verschiedenen Möglichkeiten werden im Stadion sichtbar sein.
Wenn ein Vorfall gemeldet wird, arbeitet das Awareness-Team nach einem festen Ablauf. Zuerst hört es sich an, was passiert ist, danach wird die Situation eingeschätzt und gemeinsam entschieden, welche Hilfe notwendig ist. Anschließend wird der Vorfall dokumentiert und die betroffene Person erhält bei Bedarf weitere Unterstützung. Besteht eine akute Gefahr, informiert das Awareness-Team sofort die Sicherheitsbeauftragten, die Fanbeauftragten und die Teamleitung.
So informiert der Verein
Alemannia Aachen möchte das Thema Awareness dauerhaft bekannt machen, damit möglichst viele Menschen darüber informiert sind. Deshalb informiert der Verein Fans, Mitarbeitende, Partner und die Öffentlichkeit über verschiedene Wege. Dazu gehören die Vereinswebsite, die Social-Media-Kanäle, Durchsagen im Stadion, Plakate, der Newsletter und das Tivoli-Echo. Außerdem bietet der Verein Workshops und Schulungen an. Auch die Jugend- und Nachwuchsmannschaften erhalten passende Informationen und Angebote.
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