Grün-Weiß Brauweiler im Gegnercheck
Alemannia Aachen trifft in der 2. Runde des Bitburger-Pokals auf den SV Grün-Weiß Brauweiler. Der Landesligist darf sich über einen gelungenen Saisonstart freuen und nun auf das Aufeinandertreffen mit den Kaiserstädtern. Die Alemannia-Redaktion hat vor dem anstehenden Spiel einen genauen Blick auf den kommenden Gegner geworfen.
„Ehrlich gesagt, schauen wir schon ein bisschen neidisch auf den FC Rheinsüd. Natürlich haben wir auf einen der ‚Großen‘ gehofft, aber wir nehmen es, wie es kommt“, sagte Brauweilers Trainer Tuna Bilgin nach der Auslosung der 1. Pokalrunde. Brauweiler bekam damals Teutonia Weiden zugelost. Gegen den ebenfalls aus der Landesliga stammenden Gegner konnten sich die Grün-Weißen damals Dank eines Tores von Niclas Hoppe knapp mit 1:0 durchsetzen.
Auch die Alemannia setzte sich in der 1. Pokalrunde erfolgreich durch – gegen den FC Rheinsüd. Nun kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden Vereine und Brauweilers Wunsch nach einem „der Großen“ wird erfüllt.
Pokalspiel findet in Leverkusen statt
Die Freude auf das Spiel ist beim Landesligisten auf der einen Seite groß. „Es ist für uns das größte Pflichtspiel der Vereinsgeschichte, auf diesen Höhepunkt freuen sich alle“, verkündete Hans Wirtz, der 1. Vorsitzende des Vereins. Auf der anderen Seite hätte Brauweiler das Spiel gerne auf dem heimischen Platz ausgetragen, doch nach Prüfung der Rahmenbedingungen wurde einer Austragung in Brauweiler nicht zugestimmt.
Die Partie wird nun im Leverkusener Ulrich-Haberland-Stadion ausgetragen. Bayer 04 Leverkusen hat dem Verein von Hans Wirtz, dessen Kinder Florian und Juliane für den Werksclub gespielt haben, gerne zur Verfügung gestellt.
Brauweiler legt in der Landesliga gut los
Um sich auf „das größte Pflichtspiel der Vereinsgeschichte“ passend vorzubereiten, hatte Brauweiler am letzten Wochenende spielfrei. Mit drei Siegen, einem Unentschieden sowie einer Niederlage war der Start in die neue Landesliga-Saison für die GWB zudem solide. Vor allem auf heimischen Geläuf wussten sie zu überzeugen und konnten alle drei Heimspiele bislang gewinnen. Zudem ist die Mannschaft von Trainer Tunan Bilgin seit drei Spielen generell ungeschlagen. Der Landesligist wird also mit Selbstbewusstsein auftreten.
Spieler im Fokus: Matti Fiedler
Einer der Spieler von Grün-Weiß Brauweiler, der genau weiß, wie es ist, wenn man den Landespokal gewinnt, ist Matti Fiedler. In der Saison 2018/19 gelang ihm dieses Kunststück – mit Alemannia Aachen. Von 2017 bis 2021 lief der Verteidiger für die Kaiserstädter auf und absolvierte insgesamt 92 Spiele für die Alemannia, in denen er vier Tore sowie zwei Vorlagen erzielte.
Nach weiteren Stationen beim Bonner SC sowie bei Eintracht Hohkeppel läuft er nun für den SV Grün-Weiß Brauweiler auf – und geht bereits in seine zweite Saison. Bislang kam er in vier von fünf Spielen zum Einsatz und sorgte in der letzten Partie gegen den SSV Homburg-Nümbrecht in der Nachspielzeit für den entscheidenden 2:1-Siegtreffer.
Blick in die Historie: Eine Premiere
Wie bereits in der 1. Pokalrunde gegen den FC Rheinsüd, hat die Alemannia auch gegen den SV Grün-Weiß Brauweiler noch nie ein Pflichtspiel absolviert. Damit gibt es am kommenden Dienstag eine Premiere, welche die Alemannia erfolgreich gestalten möchte.
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