Do, 27. Juni 2013

„Wieder Vertrauen herstellen“

Günter Netzer bekennt sich zur Alemannia

In Zusammenarbeit mit dem Vermarkter Infront Sports & Media lud die Alemannia am Mittwoch, 26. Juni 2013, alle Sponsoren und Partner zu einer Informationsveranstaltung in den Business-Bereich des Tivoli-Stadions ein. Zu Beginn begrüßte Insolvenzverwalter Prof. Dr. Rolf-Dieter Mönning die rund 100 Teilnehmer und gedachte des vor einer Woche verstorbenen Ehrenpräsidenten Leo Führen. Anschließend übergab er das Wort an die Ehrengäste des Abends: Günter Netzer, Executive Director von Infront, und Michael Horeni, Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Der Weltmeister von 1974 zeigte sich zunächst überrascht über den regen Zuspruch an potentiellen Geldgebern sowie dem großen Medieninteresse rund um die Veranstaltung. „Da sieht man, dass die Begeisterung für den Klub unverändert vorhanden ist“. In der etwa 30-minütigen Talkrunde, in der Netzer u.a. Stellung zur WM 2014 in Brasilien bezog, ging es natürlich vorrangig um die Alemannia. „Ich habe das hier ja aus nächster Nähe erlebt. Duelle mit der Alemannia waren immer etwas ganz Besonderes, zumal die Aachener uns damals ein wenig voraus waren“, erinnerte sich der ehemalige Mönchengladbacher Spielmacher. „Von daher stimmt einen die aktuelle Entwicklung natürlich traurig“. Gerade jetzt sei es wichtig, so Netzer weiter, dass Sponsoren, Vereinsführung, Trainer, Team und Fans wieder zu einem „Gesamtkunstwerk“ harmonieren, um den Traditionsverein wieder auf gesunde Füße zu stellen. Das Engagement von Infront ist entsprechend langfristig angelegt und sieht eine Zusammenarbeit mindestens bis zur Saison 2019/20 vor. „Wir sprechen hier von einem Langzeitkonzept. Der Verein muss behutsam und gesund aufgebaut werden. Im Fußball gibt es keine Garantien, aber wichtig ist, dass wieder Vertrauen hergestellt wird“, brachte es der 68-jährige Experte auf den Punkt.

Im zweiten Teil der Podiumsrunde standen dann Prof. Dr. Rolf-Dieter Mönning, das neue Trainergespann Peter Schubert und Reiner Plaßhenrich, sowie Jens Bachmann (Teamleiter Infront Aachen) Stadionsprecher Robert Moonen Rede und Antwort. Insolvenzverwalter Mönning informierte die anwesenden Partner zunächst umfassend zum laufenden Verfahren und zur bevorstehenden Gläubigerversammlung am 23. Juli 2013. Anschließend rückte der Sport in den Fokus. Peter Schubert und Reiner Plaßhenrich äußerten sich zur aktuellen Lage rund um die 1. Mannschaft der Alemannia und ihren Plänen für die Zukunft. Zudem verkündet Schubert zwei Neuverpflichtungen. Peter Hackenberg, der vom Regionalligisten 1. FC Magdeburg an den Tivoli wechselt, sowie Jochen Schumacher, der im vergangenen Jahr für den Wuppertaler SV aktiv war und im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach ausgebildet wurde, verstärken das Team der Schwarz-Gelben zur neuen Saison. Der neue Cheftrainer fügte hinzu, dass man weiterhin mit vielen interessanten und Regionalliga-Erfahrenen Spielern in zielführenden Gesprächen sei. „Wir werden nur noch Spieler verpflichten, bei denen wir merken, dass sie für die Herausforderung in Aachen brennen“, so Schubert zu den Auswahlkriterien.

Nach Plaßhenrich und Schubert übernahm Jens Bachmann das Mikrofon und stellte sich den Sponsoren vor. Gemeinsam mit einem dreiköpfigen Team wird Bachmann die Vermarktung der Alemannia ab sofort vorantreiben. Bachmann, der zuvor für Infront bei Bundesligist Fortuna Düsseldorf tätig war, hat bereits erste positive Signale und Rückmeldungen der bestehenden Partner erhalten. „In vielen persönlichen Gesprächen durfte ich schon einige Sponsoren kennenlernen, die weiter zur Alemannia stehen. Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass hier am Tivoli wieder gegenseitiges Vertrauen aufgebaut wird“, so Bachmann zum Abschluss des Abends.

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