Ein Osterfest für die Ewigkeit
Alemannias 125-jährige Jubiläumssaison hält einen weiteren Meilenstein der Vereinsgeschichte bereit: Am heutigen 16. April 2026 jährt sich der Aufstieg in die Bundesliga zum 20. Mal.
Es war ein Ostersonntag, der für immer in Erinnerung bleiben sollte. Während sich die Mannschaft im Café Madrid auf der Pontstraße versammelt hatte, richteten sich alle Blicke nach Saarbrücken. Dort verlor Verfolger Greuther Fürth mit 0:1 – und plötzlich war klar: Die Alemannia ist nach 36 Jahren zurück in der Bundesliga. Was folgte, war eine Nacht, in der Aachen den Schlaf vergaß. Spieler und Fans feierten gemeinsam, tanzten auf Tischen, und die Polizei musste die Pontstraße zeitweise sperren, weil immer mehr Schwarz-Gelbe dazustießen.
Dabei stand am nächsten Tag noch ein Spiel an. Doch an Schlaf war nicht zu denken – zu überwältigend die Freude über das Erreichte.
Der Weg zum Aufstieg
Den Grundstein für diese außergewöhnliche Saison legten Manager Jörg Schmadtke, Trainer Dieter Hecking und Co-Trainer Dirk Bremser. Sie hatten den Mut, den Aufstieg früh als Ziel auszugeben – auch wenn die Mannschaft zunächst mit dem Druck zu kämpfen hatte. Besonders auswärts im Osten der Republik musste die Alemannia Rückschläge hinnehmen. Niederlagen in Aue, Cottbus und Rostock bremsten den Rhythmus.
Doch mit dem Sieg in Dresden begann eine Entwicklung, die den weiteren Saisonverlauf prägen sollte. Die Mannschaft fand zu sich, gewann an Stabilität und Selbstvertrauen und geriet ins Rollen. Von da an ging nur noch eine einzige Partie verloren. Spieler wie Sascha Rösler, Marius Ebbers, Jan Schlaudraff, Erik Meijer oder Cristian Fiel prägten diese Phase und machten aus einer guten Mannschaft ein echtes Aufstiegsteam.
Eine Stadt im Ausnahmezustand
Am Ostermontag folgte dann das Heimspiel gegen den VfL Bochum – und damit der emotionale Höhepunkt. 20.632 Zuschauer auf dem alten Tivoli erlebten einen Tag, der weit über den Fußball hinausging.
Zwar musste sich die Alemannia nach einer langen Nacht mit 0:2 geschlagen geben, doch nach dem Abpfiff brachen alle Dämme. Bierduschen, Aufstiegslieder und eine Mannschaft in schwarz-gelben Shirts mit dem Schriftzug „Aufstieg 2006“ – pure Emotionen auf und neben dem Platz. Die Euphorie schwappte vom Tivoli über die Krefelder Straße bis in die Innenstadt. Straßen wurden gesperrt, Fans feierten ausgelassen, Autokorsos zogen durch die Nacht. Aachen war im Ausnahmezustand.
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