Welch feierlicher und zugleich bewegender Moment für die Alemannia-Familie: Anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens und zum Auftakt der Rückrunde feierte Alemannia Aachen einen ökumenischen Gottesdienst im Aachener Dom. Rund 1.000 Alemanninnen und Alemannen waren gekommen, um diesem besonderen Ereignis beizuwohnen.
Eröffnet wurde der Gottesdienst von Domprobst Rolf-Peter Cremer. Nach einem ersten gemeinsamen Lied – dem Öcher Halleluja – richtete Alemannia-Präsident Björn Jansen das Wort an die Anwesenden. In seiner Ansprache betonte er, dass die Alemannia zu Aachen gehöre wie der Dom selbst. Der Verein stehe für Vielfalt und Gemeinschaft – getragen von Fans, Mitarbeitenden, ehrenamtlich Engagierten und zahlreichen Abteilungen. Ein Verein für Kinder, Jugendliche und Familien.
Es folgte ein gemeinsames Gebet für die Alemannia:
„Gott, unser Vater, Gott aller Menschen und Religionen. An diesem Morgen danken wir dir für 125 Jahre Vereinsgeschichte der Alemannia. An diesem Morgen bitten wir dich auch weiterhin um deine Nähe: für die Spieler, dass sie Fairness bewahren, für die Zuschauerinnen und Zuschauer, dass sie Freude an den Spielen haben und für alle, die Sorge dafür tragen, dass der Sportbetrieb ermöglicht wird. Lass so das Zusammensein im Sport und Spiel zu einer Kraftquelle werden, dass Anstrengungen und Niederlagen uns nicht zermürben und Siege nicht zur Überheblichkeit verführen. Denn du hast uns Menschen geschaffen zum Zusammenleben – über Grenzen von Nationalitäten, Religionen und Mannschaften hinaus. Lass uns dies nie vergessen. Amen.“
Im Anschluss sorgte der Aachener Musiker Uwe Barthel mit „You’ll Never Walk Alone“ für Gänsehaut, bevor Domprobst Cremer seine Predigt hielt. Auch Kapitän Mika Hanraths war Teil des Gottesdienstes und trug die erste Fürbitte vor. „Wir bitten darum, dass es den Spielern immer gelingt, ein gutes Miteinander zu finden“, sagte er. Weitere Fürbitten galten den Gremien, der Jugendabteilung sowie den Fans.
Einen besonders emotionalen Moment schuf Stadionsprecher Robert Moonen. Er bat um eine Schweigeminute für alle Alemannen, die nicht mehr unter uns sind und entzündete im Anschluss eine Alemannia-Kerze im Dom. Diese bleibt im Aachener Dom stehen, bis sie komplett abgebrannt ist.
Den Abschluss dieses bewegenden Gottesdienstes bildeten der Segen des Domprobstes sowie das gemeinsame Lied „Aber eins, aber eins“. Ein echtes Highlight, bei dem knapp 1.000 Schals im Dom in die Höhe gehalten wurden und lautstark mitgesungen wurde.
Nach dem feierlichen Moment im Dom ging es hinaus auf den Katschhof. Dort setzte sich schließlich der Fanmarsch in Richtung Tivoli in Bewegung.
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