Jahn Regensburg im Gegnercheck
Das vorletzte Auswärtsspiel der Saison führt die Alemannia nach Regensburg. Der Jahn hat nach seinem Abstieg aus der 2. Bundesliga eine herausfordernde Spielzeit hinter sich, wusste sich aber im Laufe der Saison zu stabilisieren und steuert auf den sicheren Klassenerhalt zu. Wir haben vorab einen Blick auf den kommenden Gegner der Alemannia geworfen.
Auf dem Weg zum Klassenerhalt wird allerdings nicht mehr Michael Wimmer an der Seitenlinie stehen. Der Cheftrainer verließ den Verein im März überraschend in Richtung Holstein Kiel, wo er nun als Co-Trainer von Tim Walter fungiert.
Als Nachfolger präsentierte der Jahn mit Sascha Hildmann eine erfahrene Lösung. Der 54-Jährige war zuvor über fünf Jahre Cheftrainer bei Preußen Münster und führte den Verein von der Regionalliga West in die 2. Bundesliga. Seine Aufgaben beim bayrischen Club sind vorsichtiger formuliert, gehen aber in eine ähnliche Richtung: Er soll mit Jahn Regensburg nachhaltig erfolgreich sein sowie nachhaltig eine Mannschaft entwickeln.
Hildmann selbst sprach von einem „perfect Match“. Der Verein habe ihn sofort überzeugt – insbesondere die Spielidee, die stark auf Mentalität, Intensität und konsequente Arbeit gegen den Ball ausgerichtet ist.
Torgefahr auf vielen Schultern verteilt
Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga lief zunächst nicht alles rund für die Bayern. Zum Ende der Hinrunde betrug der Vorsprung auf die Abstiegsplätze lediglich drei Punkte. Mittlerweile hat sich die Situation deutlich verbessert: Der Abstand ist auf 13 Zähler angewachsen – auch, weil der Jahn gegen direkte Konkurrenten wichtige Punkte sammeln konnte.
Ein Blick auf die Torschützen zeigt dabei eine interessante Entwicklung: Noel Eichinger, Eric Hottmann und Kapitän Christian Kühlwetter gehören zu den treffsichersten Akteuren im Kader. Ein großer Teil ihrer Tore fiel jedoch in der Hinrunde.
Umso bemerkenswerter ist dafür die breite Verteilung der Treffer: Nahezu der gesamte Kader konnte sich im Laufe der Saison bereits in die Torschützenliste eintragen – lediglich vier eingesetzte Feldspieler warten noch auf ihren ersten Treffer. Eine besondere Stärke zeigt der Jahn dazu in der Schlussphase von Spielen: Neun Tore erzielten die Regensburger in der Nachspielzeit – Ligabestwert.
Klar ist jedoch auch: Top-Scorer Noel Eichinger wird in der kommenden Saison nicht mehr für den Jahn auflaufen. Der Offensivspieler schließt sich im Sommer dem Karlsruher SC an.
Spieler im Fokus: Adrian Fein
Ein weiterer Jahnspieler aus dieser torgefährlichen Mannschaft ist Adrian Fein. Er wurde in der Jugend des FC Bayern München ausgebildet und spielte sich dort bis in die zweite Mannschaft hoch. Im Sommer 2018 unterschrieb er schließlich seinen ersten Profivertrag, ehe der Mittelfeldakteur in den folgenden Jahren über mehrere Leihstationen Spielpraxis im deutschen sowie internationalen Profifußball sammelte. Bereits in der Saison 2018/19 lief Fein für den SSV Jahn Regensburg auf und traf dabei auf den damaligen Co-Trainer sowie heutigen Alemannia-Coach Mersad Selimbegovic.
Im August 2025 kehrte der mittlerweile 27-Jährige nach Regensburg zurück und hat sich seitdem als feste Größe im Mittelfeld etabliert. Am letzten Wochenende zeigte er seine Qualitäten im Spiel gegen 1860 München, als er das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 vorbereitete. Damit kommt der gebürtige Münchener in dieser Saison bereits auf fünf Vorlagen – Landespokal mit eingeschlossen. Kein anderer Jahnspieler hat mehr.
Blick in die Historie: Einzige Auswärtsfahrt an die Donau
Das einzige Auswärtsspiel in Regensburg bestritt Alemannia Aachen am neunten Spieltag in der Saison 2003/04 und feierte einen knappen, aber verdienten Erfolg gegen die Jahnelf. Die Gäste traten von Beginn an offensiv auf und erspielten sich erste Chancen durch Quido Lanzaat und Dennis Brinkmann, zudem vergab Karlheinz Pflipsen einen Elfmeter. Kurz darauf brachte Alexander Klitzpera die Kaiserstädter nach einer Ecke in Führung, doch Stefan Binder glich fast im Gegenzug aus.
Nach der Pause erhöhte die Alemannia den Druck, ließ mehrere gute Möglichkeiten liegen und bekam einen klaren Handelfmeter nicht zugesprochen. Die Hausherren blieben offensiv ungefährlich, während Schwarz-Gelb das Spiel bestimmte. In der 88. Minute traf erneut Klitzpera zum 2:1-Endstand. Mit diesem Erfolg feierten die Kaiserstädter den vierten Sieg in Folge und kletterten erstmals seit der Saison 1999/2000 wieder auf einen Aufstiegsplatz.
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