Alemannia trifft auf noch ungeschlagene Schanzer
Alemannia Aachen eröffnet den 4. Spieltag mit einem Auswärtsspiel beim FC Ingolstadt 04. Die Schanzer sind mit fünf Punkten in die neue Saison gestartet, müssen gegen die Alemannia allerdings auf mehrere Stammspieler verzichten. Die Alemannia-Redaktion hat den kommenden Gegner der Kaiserstädter vorab genauer unter die Lupe genommen.
Der FC Ingolstadt 04 steht für Konstanz in der 3. Liga. In acht der vergangenen neun Jahre spielte der FCI in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, nun geht es bereits in die fünfte Saison in Folge. Auch auf der Trainerposition setzen die Schanzer auf Kontinuität: Sabrina Wittmann steht seit der Saison 2023/24 an der Seitenlinie der Profimannschaft und ist damit die viertdienstälteste Trainerin der Liga.
Diese Konstanz soll sich auch im Kader widerspiegeln. Zwar mussten die Ingolstädter Marcel Costly und Yann Sturm in höhere Ligen ziehen lassen, der Kern der Mannschaft konnte jedoch zusammengehalten werden. Allerdings gehört zur Bilanz der vergangenen Jahre auch, dass der FCI seit dem letzten Abstieg aus der 2. Bundesliga stets auf einem zweistelligen Tabellenplatz am Ende landete.
Noch ungeschlagen in der neuen Spielzeit
Nach drei Spieltagen sind die Schanzer noch ungeschlagen. Zum Auftakt gegen die Würzburger Kickers und am zweiten Spieltag gegen Zweitliga-Absteiger Preußen Münster mussten sich die Ingolstädter jeweils mit einem Unentschieden begnügen. Am vergangenen Wochenende folgte beim Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach schließlich der erste Saisonsieg. Mit 2:0 setzte sich die Mannschaft von Sabrina Wittmann durch.
Dabei zeigte sich der FCI effizient, profitierte allerdings auch von der schwachen Chancenverwertung der Gastgeber. Insbesondere Torhüter David Klein bewahrte seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden vor einem Gegentreffer. Mit fünf Punkten aus drei Spielen steht Ingolstadt damit weiterhin ohne Niederlage da – genauso wie der MSV Duisburg und Hansa Rostock.
Verletzungspech rund um den Audi Sportpark
Den ersten Saisonsieg mussten die Schanzer allerdings teuer bezahlen. Kapitän und Innenverteidiger Simon Lorenz, der in der Ingolstädter Startformation fest gesetzt ist, verletzte sich am Oberschenkel und wird gegen die Alemannia fehlen. Auch Obed Ugondu wird nicht zur Verfügung stehen. Der Offensivspieler, der mit drei Torbeteiligungen stark in die Saison gestartet war, verletzte sich in Großaspach an der Hand.
Zur Ausfallliste gehören zudem die beiden Langzeitverletzten Mason Toye und Dennis Kaygin. Ebenfalls nicht einsatzbereit sind Rechtsverteidiger Davide-Danilo Sekulovic, der ebenfalls mit einer Oberschenkelverletzung ausfällt, sowie der offensive Mittelfeldspieler Benjamin Kanuric aufgrund von Trainingsrückstand.
Zusätzlich fehlt Linksverteidiger Keanan Bennetts. Der 27-Jährige sah am vergangenen Wochenende die Gelb-Rote Karte und ist für das Duell mit der Alemannia gesperrt.
Spieler im Fokus: Emre Gül
Emre Gül wird dagegen wohl gegen die Kaiserstädter zum Einsatz kommen. Der 21-Jährige ist ein echtes Ingolstädter Eigengewächs. Bereits seit der U14 trägt er das Trikot der Schanzer und hat damit einen großen Teil seiner fußballerischen Entwicklung beim FC Ingolstadt durchlaufen. Im Mai verlängerte der Verein den Vertrag mit Gül und setzt damit auch weiterhin auf das Talent aus den eigenen Reihen.
In dieser Saison konnte der Mittelfeldakteur bereits mehrfach auf sich aufmerksam machen. Im Bayernpokal erzielte er drei Treffer, zuletzt gleich zweimal gegen Wacker Burghausen. Auch in der 3. Liga bewies Gül seinen Torriecher und traf gegen Preußen Münster zum 1:1-Ausgleich. Dabei gelang ihm auch ein echtes Traumtor aus 20 Metern ins rechte obere Eck.
Blick in die Historie: Schroers Traumtor zum vierten Sieg in Folge
Am 30. Spieltag der vergangenen Saison traf die Alemannia auf den Tabellennachbarn aus Ingolstadt und reiste mit ordentlich Rückenwind an. Zuvor hatte Schwarz-Gelb bereits drei Siege in Folge eingefahren. Trotz der damaligen Ausfälle von Lars Gindorf und Petros Bagkalianis spielte die Alemannia wie gewohnt mutig und zielstrebig nach vorne – was den FCI vor große Probleme stellte. Die Führung für die Alemannia fiel folgerichtig – allerdings auf kuriose Art und Weise: Ingolstadts Torwart Kai Eisele wollte eine abgefälschte Flanke noch vor dem Toraus retten, um einen Eckball zu verhindern. Dabei ließ er den Ball jedoch vor die Füße von Faton Ademi fallen, der die Situation eiskalt ausnutze und zur Führung einschob. Die Antwort der Gastgeber ließ aber nicht lange auf sich warten. Marcel Costly traf noch vor der Pause zum Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel legte Mika Schroers nach. Mit viel Platz zog er aus rund 25 Metern fast aus dem Stand ab und setzte den Ball sehenswert in den linken oberen Winkel. Ingolstadt fand darauf keine Antwort mehr. Stattdessen hatte Schwarz-Gelb gleich mehrfach die Chance, den Deckel draufzumachen. Am Ende blieb es beim 2:1-Auswärtssieg – dem damals vierten Erfolg in Serie.
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