So, 13. September 2026

Der Neuling aus der Regionalliga Bayern

Die Würzburger Kickers im Gegnercheck

Die Würzburger Kickers sind wieder zurück in der 3. Liga. Der Verein aus Unterfranken hat in den letzten Jahren viele Höhen und Tiefen erlebt. Der Wunsch nach einer ruhigen Saison ist am Würzburger Dallenberg daher groß. Die Alemannia-Redaktion hat vor dem kommenden Spiel einen genauen Blick auf den Gegner der Alemannia geworfen.

Der Aufstieg der Würzburger Kickers in die 3. Liga war zugegebenermaßen ein wenig kurios. Die Mannschaft von Trainer Michael Schiele hat die letztjährige Saison in der Regionalliga Bayern zwar lediglich auf dem zweiten Platz beendet, trat aber dennoch in der Aufstiegsrelegation gegen Lok Leipzig an. Grund dafür war, dass die Zweitvertretung des 1. FC Nürnbergs, die sich die Meisterschaft sichern konnte, auf einen möglichen Aufstieg verzichtete. So ging es also schließlich für die Unterfranken in die Relegation, welche sie – auf diese beiden Spiele bezogen – verdient für sich entschieden.

Somit treten die Kickers nun wieder in der 3. Liga an. Zum insgesamt sechsten Mal seit der Saison 2015/16. Zwei Mal schafften die Kickers auch den Sprung in die 2. Bundesliga, es folgte jedoch jedes Mal der direkte Wiederabstieg. Beim letzten Abstieg konnten sie sich auch in der Folgesaison in der 3. Liga nicht mehr stabilisieren und mussten den direkten Gang in die Viertklassigkeit antreten. Vier Jahre waren sie zuletzt in der Regionalliga Bayern, ehe Michael Schiele den Verein zurück in den Profifußball führte.

Die Kickers lernen die Härte der 3. Liga kennen

Der Start in die 3. Liga ist den Kickers durchaus gelungen. In Ingolstadt erkämpften sie sich zum Auftakt ein 2:2. Eine Woche später durften sie nach dem überzeugenden 4:0-Sieg gegen den SV Wehen Wiesbaden zum ersten Mal seit Jahren einen Sieg im Profifußball feiern. Die letzten drei Spiele mussten sie allerdings allesamt verloren geben. Vor allem der letzte Auftritt bei Rot-Weiss Essen hat seine Spuren hinterlassen. Trainer Schiele warnte vor dem Spiel noch ein wenig dramatisiert, dass zu viele Fehler in Essen das Verderben bedeuten würden. So ist es am Ende allerdings auch gekommen: Eine vor allem zu Beginn stark verunsicherte Würzburger Mannschaft ging mit 6:2 unter. Dabei zeigte sich der Aufsteiger vor allem bei Flanken extrem anfällig. Gleich vier hohe Hereingaben führten zu Toren.

Im Tor schenkte Schiele dem 26-jährigen Marko Rajkovacic das Vertrauen. Der Torhüterwechsel sollte sich allerdings nicht bezahlt machen. So erwischte Rajkovacic einen gebrauchten Nachmittag und strahlte vor allem im Spielaufbau keine Sicherheit aus. Es ist durchaus möglich, dass in der Partie gegen die Alemannia wieder Keeper Johann Hipper ins Tor zurückkehrt.

Nach fünf absolvierten Partien stehen die Kickers nun auf dem vorletzten Platz und stellen mit 13 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga. Gegen die Alemannia werden sie allerdings – gerade vor heimischen Publikum – ein anderes Gesicht zeigen wollen und hochmotiviert ins Spiel gehen, um den berühmten Bock umzustoßen.

Spieler im Fokus: Tarsis Bonga

Tarsis Bonga ist im wahrsten Sinne des Wortes eine feste Größe in der Offensive der Kickers. Der 1.96 Meter großgewachsene Offensivspieler kommt bislang auf zwei Tore sowie zwei Vorlagen in der 3. Liga. Auch im letzten Spiel bei Rot-Weiss Essen bereitete er mit einer scharfen Hereingabe von Außen einen Treffer vor. Die Stärken des 29-Jährigen, der mit dem VfL Bochum auch schon in der Bundesliga gespielt hat, liegen vor allem in der Ballkontrolle. Bonga hat ein gutes Spielverständnis, kann den Ball vor seinen Gegenspielern abschirmen, ihn gut weiterleiten und macht mit langen Schritten schnell Meter in Richtung des gegnerischen Sechzehners.

Bereits in der Aufstiegssaison der Unterfranken hat er eindrucksvoll gezeigt, was in ihm steckt. In 32 Spielen erzielte er 15 Toren und acht Vorlagen. Zwei weitere Assists kamen in der Aufstiegsrelegation hinzu.

Das erste Aufeinandertreffen beider Vereine

Noch nie haben Alemannia Aachen und die Würzburger Kickers sich in einem Pflichtspiel miteinander gemessen. Die Fans der Schwarz-Gelben dürfen sich somit mit der AKON Arena – oder auch Dallenberg genannt – auf ein neues Stadion freuen und auf einen neuen Verein, den sie noch nicht kennen.

Einzig in einem Testspiel sind beide Mannschaften vor über 100 Jahren aufeinandergetroffen. Im März 1924 setzten sich die Kickers damals mit 4:2 durch.

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