Der SV Wehen Wiesbaden im Gegnercheck
Die Alemannia beendet am Sonntagabend den 31. Spieltag mit einem Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden. Die Hessen eilten in der Rückrunde lange Zeit von Erfolg zu Erfolg, zuletzt geriet die Aufholjagd auf die vorderen Tabellenplätze jedoch ins Stocken. Wir haben den kommenden Gegner der Kaiserstädter vor der Partie unter die Lupe genommen.
Seit dem Hinspielsieg der Alemannia beim SV Wehen Wiesbaden hat sich bei den Hessen einiges verändert. Nach der Partie kam es zu einem Wechsel auf der Trainerposition: Für Nils Döring übernahm der erfahrene Daniel Scherning. Unter seiner Leitung sammelte die Mannschaft seither 34 Punkte und hat sich auf den 8. Tabellenplatz vorgeschoben.
Der 42-Jährige stabilisierte das Team und formte es insbesondere zu einer der stärksten Heimmannschaften der Liga. Zuletzt feierte der SVWW sieben Heimsiege in Serie, ehe die Serie am vergangenen Spieltag mit einer 0:1-Niederlage gegen den F.C. Hansa Rostock riss – ein achter Erfolg hätte den Vereinsrekord bedeutet.
Starker Start ins Jahr – zuletzt weniger Konstanz
Bis dahin ließen die Wiesbadener im Jahr 2026 ausschließlich auswärts Punkte liegen. Mit 13 von 15 möglichen Zählern starteten sie bärenstark ins neue Kalenderjahr und galten für viele Beobachter als ernstzunehmender Aufstiegskandidat. Besonders der fulminante 6:1-Erfolg gegen den MSV Duisburg unterstrich diese Ambitionen.
In den vergangenen Wochen lief es jedoch nicht mehr ganz so rund. Aus den letzten sechs Spielen gelangen nur noch zwei Siege, wodurch der Rückstand auf den Relegationsplatz auf sechs Punkte anwuchs. Dennoch können die Hessen aus der Verfolgerrolle auf die oberen Tabellenplätze schielen. Wollen sie diese noch erreichen, müssen sie aber wieder zu der Konstanz aus den ersten Wochen des Jahres zurückfinden.
Die Qualität dafür ist zweifellos vorhanden. Im Tor steht mit dem erst 20-jährigen Noah Brdar ein großes Talent, das bereits zu den stärksten Keepern der Liga zählt. In der Defensive zieht Innenverteidiger Jordy Gillekens die Fäden, der bis auf eine Sperre nahezu durchgehend zum Einsatz kam. Zudem sorgen mit Sascha Mockenhaupt und Florian Hübner zwei erfahrene Akteure für Stabilität, die beide bereits Aufstiege feiern konnten.
Spieler im Fokus: Fatih Kaya
Ein weiterer Schlüsselspieler ist Stürmer Fatih Kaya. Der Kapitän setzte direkt zu Saisonbeginn ein Ausrufezeichen, als er in der ersten Pokalrunde beim 2:3 gegen den FC Bayern München doppelt traf und den SVWW zwischenzeitlich von einer Sensation träumen ließ.
Auch in der Liga knüpft Kaya an seine starken Leistungen an. Mit neun Toren und vier Vorlagen gehört er zu den wichtigsten Offensivspielern der Hessen. Ein besonderes Highlight gelang ihm am 24. Spieltag, als er beim 6:1 gegen den MSV Duisburg gleich vier Treffer erzielte. Seitdem wartet der Angreifer jedoch auf ein weiteres Tor und konnte lediglich noch eine Vorlage verbuchen. Dennoch gilt: Die Aachener Defensive sollte den Torjäger jederzeit im Blick behalten.
Blick in die Historie: Heimsieg zum Auftakt
Am ersten Spieltag der Zweitligasaison 2008/09 trafen beide Teams bereits aufeinander. Die Alemannia erwischte im heimischen Stadion den besseren Start und ging früh in Führung: Nach einer Ecke legte Seyi Olajengbesi für Benjamin Auer auf, der aus kurzer Distanz einschob.
Im weiteren Verlauf stabilisierte sich der SVWW, blieb offensiv jedoch lange ungefährlich – umso überraschender fiel der Ausgleich. Nach einem missglückten Kopfball landete der Ball bei Sanibal Orahovac, der schnell reagierte und zum 1:1 traf.
Nach der Pause zogen sich die Hessen zurück und setzten auf Konter, während die Alemannia vor allem bei Standards gefährlich blieb. Genau daraus entstand auch das 2:1: Nach einer Ecke von Timo Achenbach setzte sich Lukasz Szukala im Luftduell durch und köpfte den Ball ins linke untere Eck. In einer offenen Schlussphase mit Chancen auf beiden Seiten brachte die Alemannia die Führung schließlich über die Zeit und sicherte sich einen verdienten Heimsieg.
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