Fr, 20. März 2026

Die Rollen haben sich gedreht

Der FC Ingolstadt 04 im Gegnercheck

Ein letztes Spiel steht vor der kommenden Länderspielpause noch an. In diesem trifft Alemannia Aachen auf den FC Ingolstadt 04. Wir haben vorab einen Blick auf den Gegner der Kaiserstädter geworfen. 

Zum Ende der Hinrunde hatte der FC Ingolstadt noch einen Punkt mehr auf dem Konto als die Alemannia, die zu diesem Zeitpunkt auf dem ersten Abstiegsplatz stand. Nach 29. Spieltagen lässt sich festhalten, dass sich das Bild gedreht hat: Mittlerweile sind es die Schwarz-Gelben, die einen Punkt mehr innehaben. Im Gegensatz zur Differenz bei der jeweiligen Punkteanzahl einte beide Vereine aber eines: Sie haben sich in der Rückrunde ein solides Polster auf die Abstiegsränge aufgebaut.

Die Ingolstädter gehören zu den stärkeren Teams der zweiten Saisonhälfte. Als sechstbestes Rückrundenteam starteten die Schanzer fulminant ins neue Kalenderjahr: Einem 3:0-Auswärtssieg beim SSV Jahn Regensburg folgte ein 2:1-Heimerfolg gegen VfB Stuttgart II. Besonders eindrucksvoll war anschließend der 3:0-Erfolg beim Hansa Rostock – aus Sicht der Ingolstädter die bislang beste Saisonleistung.

Zuletzt vermeintlich mit Sand im Getriebe

Zuletzt geriet der Lauf jedoch ins Stocken. Aus den vergangenen sieben Spielen holten die Schanzer nur noch zwei Siege: ein 3:2 gegen den TSV Havelse sowie ein 3:1 am vergangenen Spieltag beim SSV Ulm 1846. Der Erfolg in Ulm, bei dem sich Ingolstadt äußerst effizient präsentierte, beendete zugleich eine Serie von drei Spielen ohne Sieg.

Dabei lohnt sich allerdings ein genauer Blick auf das Programm der vergangenen Wochen: Die Ingolstädter trafen überwiegend auf Teams aus der oberen Tabellenhälfte – die Ausnahme, die in diesem Fall die Regel bestätigt, war der 1. FC Schweinfurt 05. Sowohl gegen Energie Cottbus als auch gegen den MSV Duisburg spielten sie im heimischen Audi-Sportpark 0:0. Zwar mussten sie sich gegen den SC Verl und den SV Wehen Wiesbaden geschlagen geben, doch jeweils nur knapp mit 1:2. Man sollte also nicht davon ausgehen, dass der FCI sich derzeit in einer Schwächephase befinde. Zwar folgten auf die drei Siege zu Beginn der Rückrunde nur noch zwei weitere Erfolgserlebnisse, dennoch zeigten die Schanzer über weite Strecken solide Leistungen.

Gesperrte Mittelfeldspieler kehren zurück zur Mannschaft

Personell kann Trainerin Sabrina Wittmann im Heimspiel gegen die Alemannia wieder auf zwei wichtige Säulen im Mittelfeld zurückgreifen. Der 22-jährige Max Plath kehrt nach abgesessener Gelbsperre zurück und ist im defensiven Mittelfeld eine feste Größe. Ebenfalls wieder zur Verfügung steht Frederik Carlsen, der nach seiner Rotsperre aus dem Spiel beim SV Wehen Wiesbaden zuletzt pausieren musste. Der zentrale Mittelfeldspieler kommt in dieser Saison bereits auf zehn Torbeteiligungen.

Beide Spieler tragen ihren Teil zur stabilen Defensive der Schanzer bei. Mit bislang 39 Gegentoren stellt Ingolstadt eine der besseren Abwehrreihen der Liga – nur sechs Teams haben weniger Treffer kassiert. Damit liegen die Schanzer in dieser Statistik sogar vor mehreren Mannschaften aus den oberen Tabellenregionen.

Übrigens: Es gibt eine Statistik, in welcher die Ingolstädter besser sind als jeder andere Verein in der Liga. Kein Team erzielte mehr Kopfballtore als der FCI – 14 Stück.

Spieler im Fokus: Dennis Kaygin

Die Alemannia musste im Hinspiel schmerzlich erfahren, was passiert, wenn man Dennis Kaygin zu viel Platz lässt. Kurz vor Ende der Begegnung kam der eingewechselte Offensivspieler an den Ball und schweißte diesen von außerhalb des Sechzehner in den Winkel. Nur einen Spieltag später sorgte er mit einem ebenso wuchtigen Schuss für das nächste Traumtor gegen den 1. FC Saarbrücken.

Insgesamt kommt der 21-Järhige auf bislang sieben Tore und eine Vorlage. Mit Blick darauf, dass es seine erste Saison im deutschen Profifußball ist, ist es eine beeindruckende Bilanz. Er war mit zwei Toren in der Rückrunde ebenfalls schon erfolgreich. Bevor sich Kaygin dem FCI anschloss sammelte er darüber hinaus bereits internationale Erfahrung. Er kommt auf 23 Spiele für Rapid Wien sowie auf 13 für Willem II Tilburg.

Blick in die Historie: Die Wende in der Rückrunde

In der vergangenen Saison trafen die beiden Teams am 28. Spieltag aufeinander. Die Alemannia reiste mit einer Serie von sieben sieglosen Spielen in den Audi-Sportpark und stand nur aufgrund des besseren Torverhältnisses über den Strich. Und eben dieses Torverhältnis sollte sich im Duell gegen die Schanzer deutlich verbessern.

Die Kaiserstädter setzen von Beginn an auf hohes Pressing und störten früh. In der 12. Minute landete der Ball bereits im Ingolstädter Kasten, das Tor wurde jedoch wegen Abseits aberkannt. Die Schwarz-Gelben blieben aber weiter am Drücker und nach einer Flanke von Florian Heister köpfte Anton Heinz zur verdienten Führung ein.

Niklas Castelle legte nach dem Seitenwechsel für Danilo Wiebe auf, der aus 18 Metern zum 2:0 traf. In den Minuten nach dem Treffer erspielten sich die Alemannen weitere Großchancen, welche sie aber noch nicht nutzen konnten. Wenige Minuten vor dem Schluss erzielte Sasa Strujic mit einem Knaller dann das 3:0.

Der Sieg gegen den FCI stellte in der letzten Saison die Wende in der Rückrunde dar. Auch die beiden folgenden Spiele gewannen die Kaiserstädter und ebneten so den Weg für den Klassenerhalt.

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