Der MSV Duisburg im Gegnercheck
Alemannia Aachen mischt im Saisonendspurt kräftig mit und bekommt es dabei mit zwei direkten Aufstiegskandidaten zu tun. Mit dem MSV Duisburg und dem F.C. Hansa Rostock gastieren an den nächsten beiden Spieltagen gleich zwei Topteams auf dem Tivoli. Den Auftakt machen die Zebras von der Wedau, die sich mitten im Aufstiegsrennen befinden. Wir haben vor dem Aufeinandertreffen einen Blick auf den morgigen Gegner geworfen.
Dem MSV Duisburg winkt der ganz große Wurf: Nach dem direkten Wiederaufstieg aus der Regionalliga West peilen die Blau-Weißen den Durchmarsch in die 2. Bundesliga an. Vier Spieltage vor Schluss ist die Ausgangslage vielversprechend, aber eng. Mit 63 Punkten und einer Tordifferenz von +18 rangiert der MSV aktuell punkt- und torgleich mit Energie Cottbus auf Rang vier. Zuletzt präsentierten sich die Duisburger mit drei Siegen in Serie in starker Form – genau zur richtigen Zeit.
Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen
Diese Form werden sie nämlich benötigen, denn das Restprogramm hat es in sich. Unter anderem wartet noch das direkte Duell mit Cottbus. Auffällig: Während der MSV zu Hause eine Macht ist, tat er sich in der Fremde lange schwer. Fünf der letzten sieben Auswärtsspiele wurden nicht gewonnen, darunter deutliche Niederlagen in Wiesbaden (1:6) und Rostock (1:5). Zuletzt gelang jedoch mit dem 4:1 beim SV Waldhof Mannheim ein wichtiges Ausrufezeichen.
Dass Duisburg trotz dieser Auswärtsschwankungen so aussichtsreich im Rennen liegt, hat zwei Hauptgründe: Zum einen legten die Zebras mit 18 Punkten aus den ersten sechs Spielen einen Rekordstart in der 3. Liga hin. Zum anderen sind sie zu Hause das Maß aller Dinge. 13 Siege und vier Unentschieden aus 17 Spielen machen den MSV zum besten Heimteam im deutschen Profifußball. Dazu sind sie in der heimischen Schauinsland-Reisen-Arena noch ungeschlagen.
Feinjustierung zum Jahreswechsel
Im Winter wurde der ohnehin starke Kader nochmals verstärkt. Mit Dominik Kother und Lex-Tyger Lobinger kamen zusätzliche Optionen für die Offensive. Gerade Lobinger überzeugt: Der gebürtige Bonner steht bereits bei 17 Saisontoren und traf zuletzt doppelt. Auffällig ist zudem, dass der MSV jedes einzelne Spiel gewinnen konnte, in dem Lobinger das Netz zum Zappeln brachte.
Mit Blick auf die Spielweise der Duisburger fällt folgendes auf: intensives Pressing, viele Zweikämpfe, hohe Ballgewinne und ein großes Maß an Leidenschaft. Für Hirsch zählt in dieser Phase ohnehin vor allem eines: „Jetzt geht es nicht mehr um Inhalte, sondern um Emotionen und Ergebnisse.“
Spieler im Fokus: Tobias Fleckstein
Seit 2020 trägt Tobias Fleckstein das Trikot des MSV Duisburg – und ist längst zu einer festen Größe geworden. 182 Pflichtspiele hat der Innenverteidiger bereits für den Verein absolviert und dabei Höhen wie Tiefen erlebt: vom Abstieg bis zum direkten Wiederaufstieg.
In der laufenden Saison ist der 26-Jährige unverzichtbar. Als einziger Feldspieler der Liga stand er bislang in jeder Minute auf dem Platz. Auch offensiv setzt er Akzente: Drei Tore und eine Vorlage unterstreichen seine Bedeutung. Kein Wunder also, dass der MSV seinen Vertrag im Januar verlängerte.
Blick in die Historie: Der letzte Heimsieg
Wir werfen einen Blick auf den sechsten Spieltag der Saison 2003/04. An diesem setzte sich Schwarz-Gelb mit 2:1 gegen Blau-Weiß durch.
Damals brachte Erik Meijer die Alemannia früh per Kopf in Führung, ehe Alexander Klitzpera kurz vor der Pause auf 2:0 erhöhte. Duisburg kam nach dem Seitenwechsel zwar durch Alexander Bugera noch einmal heran, doch die Aachener verteidigten den Vorsprung mit großem Einsatz bis zum Schlusspfiff.
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