Der VfB Stuttgart II im Gegnercheck
Das Ende der Englischen Woche steht für die Alemannia an. Im morgigen Heimspiel treffen die Aachener auf die Zweitvertretung des VfB Stuttgarts. Wir haben vorab einen Blick auf die jungen Schwaben geworfen.
Vieles deutet darauf hin, dass der VfB Stuttgart seine Talente auch im dritten Jahr in Folge in der 3. Liga antreten lassen kann. Nach 32 absolvierten Spieltagen haben sie nämlich 13 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. In der vergangenen Saison mussten die Schwaben noch bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen, doch in dieser Spielzeit traten sie von Beginn an wesentlich reifer auf.
Hinzu kommen die fußballerischen Fähigkeiten der zweitjüngsten Mannschaft der Liga. Die Schwaben haben nämlich technisch starke Spieler in ihren Reihen, die Spiele durch einzelne Aktionen entscheiden können. Was passiert, wenn man sie ins Rollen kommen lässt, mussten in der Rückrunde bereits der SV Waldhof Mannheim oder Jahn Regensburg erfahren. Diese Siege haben sie aber allesamt in ihrem "heimischen" Stadion in Großaspach eingefahren. Auswärts drückt der Schuh dagegen. Die Talente konnten im neuen Jahr nämlich noch kein einziges Auswärtsspiel für sich entscheiden. Hinzu kommt, dass sie 30 ihrer 51 Gegentore auswärts kassiert haben. Unabhängig vom Standort ist allerdings der Fakt, dass der VfB Stuttgart II die zweitmeisten Gegentore in der 3. Liga in den 15 Minuten nach Wiederanpfiff der 2. Halbzeit kassiert haben – nämlich 13 Stück.
Spieler im Fokus: Noah Darvich
Dass der VfB Stuttgart II Ausnahmespieler in den eigenen Reihen hat, ist nichts Neues. Viele der Spieler könnten auch eine, wenn nicht sogar schon zwei Ligen höher zum Einsatz kommen. Einer dieser Spieler ist Noah Darvich. Der gebürtige Freiburger hat den Kaiserstädtern bereits im Hinspiel große Probleme bereitet mit seinem Antritt sowie seinen Dribblings. Gelernt hat er dies zum einen in den Jugendmannschaften des SC Freiburgs, aber auch in der Akademie des Weltklubs FC Barcelona, für die er von 2023 bis 2025 auflief.
Mittlerweile kommt Darvich in der laufenden Spielzeit auf neun Tore. Dazu hat er drei Treffer für seine Mannschaftskameraden aufgelegt. Gerade bei Distanzschüssen hat er bereits seine Präzision bewiesen – auch unter Druck. Gerne zieht er dabei von Außen ins Zentrum, um dann gefühlvoll aufs lange Eck zu zielen. Vor ihm gilt es, sich in Acht zu nehmen.
Blick in die Historie: Mersads erster Sieg mit der Alemannia
In eben jenem Hinspiel, in welchem Noah Darvich den Aachener Verteidigern das Leben schwer machte, stand Alemannias Cheftrainer Mersad Selimbegovic das erste Mal an der Seitenlinie für die Kaiserstädter. Am Ende durfte er den dritten Sieg in Serie für Schwarz-Gelb bejubeln. Die Alemannia musste aber gleich mehrere brenzlige Situationen in der Anfangsphase überstehen.
Mit einem der ersten eigenen Angriffe fiel aber das 1:0 für die Alemannia. Nachdem Mika Schroers im Strafraum gefoult worden war, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Lars Gindorf nahm sich dem Strafstoß an und ließ Florian Hellstern im Tor der Schwaben keine Abwehrchance. Wenig später war es Mika Schroers, der die Führung erhöhte. Emmanuel Elekwa verlängerte ein langes Zuspiel per Kopf in den Lauf von Schroers, der frei vor Hellstern zum 2:0 traf. Die Schwaben waren aber keinesfalls geschlagen und kamen ebenfalls kurz danach durch Nicolas Sessa zum Anschlusstreffer.
Die Alemannia verteidigte in der Folge und vor allem in der Schlussphase leidenschaftlich und wollte das Ergebnis über die Zeit bringen. Zu einer Zitterpartie bis zum Ende sollte es aber nicht kommen, denn die Kaiserstädter legten nach. Kurz vor Schluss legte der eingewechselte Marc Richter einen Ball in den Lauf von Gindorf. Der ließ einen strammen und gleichzeitig unhaltbaren Schuss folgen, der das Netz zum Zappeln und den Gästeblock zum Jubeln brachte. Es war am Ende nicht nur der dritte Sieg in Serie, sondern auch ein gelungener Einstand für Selimbegovic als Alemannia-Trainer.
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