Der SSV Jahn Regensburg im Gegnercheck
Das nächste Heimspiel für die Alemannia steht auf dem Programm. Am Samstag um 16:30 Uhr empfangen die Kaiserstädter den SSV Jahn Regensburg. Die Alemannia-Redaktion hat vorab einen genauen Blick auf die Gäste aus Bayern geworfen.
Der Saisonstart verlief für Jahn Regensburg alles andere als nach Plan – dabei fing es so gut an. Bei der gewohnt auftaktstarken Viktoria aus Köln erzielte die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann gleich fünf Tore und feierte am 1. Spieltag einen souveränen Sieg. Danach folgten allerdings Niederlagen gegen den 1. FC Saarbrücken, bei der TSG Hoffenheim II sowie zuletzt im Heimspiel gegen den MSV Duisburg.
Das Auftaktprogramm des Jahn war zugegebenermaßen anspruchsvoll, doch die Niederlagen gegen Saarbrücken und Duisburg wären durchaus vermeidbar gewesen. Gegen den 1. FC Saarbrücken setzte es tief in der Nachspielzeit den späten Nackenschlag durch Kai Brünker, dessen Kopfball die 0:1-Heimniederlage besiegelte. Bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim gingen die Bayern mit 1:5 unter. Gegen den MSV Duisburg agierte der Jahn dagegen lange Zeit in Überzahl, erzielte die Führung und musste am Ende dennoch mit 1:2 den Kürzeren ziehen. Zurecht ärgerten sich im Anschluss sowohl der Trainer als auch die Spieler, da sie die Partie lange Zeit unter Kontrolle hatten.
Defensiv noch nicht sattelfest
So steht der SSV Jahn Regensburg nach vier Spieltagen auf dem 18. Tabellenplatz. Dabei spiegelt die aktuelle Platzierung nicht unbedingt die Leistungen der Regensburger wider. Die Art und Weise, wie die Mannschaft Fußball spielt, ist durchaus ansprechend. Ein Problem bleibt allerdings die Defensive: Saisonübergreifend spielt der Jahn seit zehn Spielen in der 3. Liga nicht mehr zu Null. Mit bislang zehn kassierten Gegentoren stellt Regensburg gemeinsam mit dem SC Verl die schwächste Defensive der Liga. Hinzu kommen zwei weitere Gegentore im Landespokal Bayern, in dem sie die ersten drei Pokalrunden erfolgreich meisterten.
Mit Blick zurück auf die 3. Liga fällt auf, dass der Jahn sich vor allem in der zweiten Halbzeit anfällig präsentiert: Acht der zehn Gegentore fielen nach dem Seitenwechsel – der zweitschlechteste Wert der Liga.
Spieler im Fokus: Lucas Hermes
Auf der anderen Seite waren sie bereits sieben Mal vor dem gegnerischen Tor erfolgreich und damit häufiger als zehn andere Mannschaften in der 3. Liga. Großen Anteil daran hat Stürmer Lucas Hermes, der in der aktuellen Saison bereits vier Treffer erzielt hat und damit der torgefährlichste Spieler der Liga bislang ist.
Der SSV Jahn Regensburg hat Hermes zu Beginn der vergangenen Saison an die Donau gelotst, nachdem er zuvor für den FSV Frankfurt in der Regionalliga Südwest aktiv war. Mit Blick auf die Statistik zeigt sich, dass der Stürmer zwar eine Saison lang Anlauf nehmen musste, nun aber voll in der 3. Liga einzuschlagen scheint. Während er in seinem ersten Jahr in Regensburg zwei Tore sowie zwei Vorlagen erzielte, kommt er nach vier Spielen in dieser Saison bereits auf fünf Torbeteiligungen – hinzu kommt nämlich noch eine Torvorlage aus dem Spiel bei Viktoria Köln.
Blick in die Historie: Knapper Heimsieg im März 2004
15.859 Zuschauer pilgerten Ende März 2004 auf den alten Tivoli – es war das erste Heimspiel der Alemannia seit dem sensationellen Finaleinzug im DFB-Pokal. Die Kaiserstädter machten direkt zu Beginn der Partie mächtig Alarm. Die Schüsse von Kai Michalke und Emmanuel Krontiris fanden aber nicht ihren Weg ins Tor. Die Alemannia erspielte sich zwar weitere Chancen, wusste ihre Überlegenheit aber vor der Pause nicht zu nutzen.
Im zweiten Durchgang entschied der Schiedsrichter nach einem Zusammenprall zwischen Daniel Gomez und Mario Stieglmair auf Elfmeter für Schwarz-Gelb. Ivica Grlic trat an, scheiterte allerdings am Regensburger Torhüter Peter Martin. Kurios: Auch Karlheinz Pflipsen vergab im Hinspiel in Regensburg vom Punkt aus. Erik Meijer erlöste in der 75. Minute schließlich die Fans auf dem Tivoli und köpfte nach einer Flanke zum 1:0 ein. Regensburg blies in der Folge zur Schlussoffensive, doch Stephan Straub hielt seinen Kasten sauber. So stand am Ende ein 1:0-Heimsieg auf der Anzeigetafel.
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