Sowie Protokoll des letzten Club-Fan-Dialogs
Alemannia Aachen lädt gemeinsam mit dem Fanbeirat herzlich zum Klub-Fan-Dialog am Donnerstag, den 9. April in den Presseraum im Tivoli ein. Diesmal haben wir den Themenschwerpunkt „Sport“.
Der Klub-Fan-Dialog ist ein offizielles, offenes Austauschformat zwischen Verein und Fans. Ziel ist es, regelmäßig Meinungen, Anliegen und Interessen gemeinsam zu besprechen. Dabei können alle Themen, die Fans direkt oder indirekt betreffen, eingebracht und diskutiert werden. Die Treffen werden protokolliert und im Anschluss veröffentlicht.
Wie im vergangenen Klub-Fan-Dialog angekündigt, möchten wir die Dialogformate künftig in die Bereiche „Sport“ sowie „kaufmännische Themen (GmbH & e. V.)“ aufteilen und diese im Wechsel als offene sowie exklusive Veranstaltungen für organisierte Fanclubs und Gruppierungen anbieten. Ziel ist es, unseren organisierten Fanclubs und Gruppierungen einerseits exklusive Abende zu ermöglichen und andererseits auch regelmäßig nicht organisierte Fans einzubinden.
An diesem Abend dürfen wir folgende Klubvertreter herzlich begrüßen:
Bitte lasst unserem Fanbeauftragten Stephan Braun Themenvorschläge / Fragen gerne vorab per E-Mail (stephan.braun@alemannia-aachen.de) zukommen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wir freuen uns auf einen offenen, konstruktiven Austausch.
Begrüßung durch die Moderatoren und die Vereinsvertreter
Der Fanbeauftragte Stephan Braun begrüßt die anwesenden Fanclubvertreter, die geladenen Alemannia-Vertreter sowie den Co-Moderator Danny (Fanbeirat).
Von Verein und GmbH waren folgende Vertreter zu Gast:
Vorstellung der Teilnehmenden
Es folgt eine kurze, persönliche Vorstellung der Anwesenden und welchen Fanclub diese vertreten. Anwesend waren folgende Fanclubs / Fanvertretungen:
Wirtschaftliche und organisatorische Situation der GmbH und Ausblick bzw. weitere Planungen
Im Zuge der Lizenzierung wurde ein Zwischenabschluss des laufenden Geschäftsjahres 01.07.25 – 30.06.26 zum 31.12.25 mit einem positiven Ergebnis erstellt und einer prüferischen Durchsicht durch einen Wirtschaftsprüfer unterzogen.
Die Budgetplanung für die Saison 2026/27 ist bereits fertig gestellt und Bestandteil der beim DFB eingereichten Lizenzierungsunterlagen. Die wirtschaftliche Planung orientiert sich an den Rahmenbedingungen der aktuellen Saison. Investiert werden soll neben der ersten Mannschaft auch in die Entwicklung des Nachwuchsbereiches. Mit Beginn der kommenden Saison wird ein Anerkennungsjahr für ein Nachwuchsleistungszentrum angestrebt.
Darüber hinaus planen wir auch eine Weiterentwicklung der Ressourcen auf der Geschäftsstelle. Die Planungen erfolgen wie gewohnt mit der erforderlichen hohen Sorgfalt und Augenmaß. Gemäß DFB-Vorgabe müssen und werden wir zur nächsten Saison eine/n hauptamtlichen Sicherheitsbeauftragte/n fest anstellen. Aktuell arbeiten wir in diesem Bereich mit externen Dienstleistern zusammen. Auch im Bereich Marketing/Kommunikation und Sponsoring sind weitere Einstellungen geplant.
Die im Stadion angezeigten Zuschauerzahlen sind die tatsächlich verkauften Karten. Es folgt eine Diskussion zum Dauer- und Tageskartenverkauf.
Zur neuen Saison wird mit einem Zuschauerschnitt von etwas über 22.000 Zuschauern geplant. Eine Preiserhöhung der Ticktes zur neuen Saison ist nicht vorgesehen.
Ein akutes Problem ist der Missbrauch von Kinderkarten. Hier finden aktuell verstärkte Kontrollen statt. Diesem Kartenmissbrauch werden wir stringent entgegenwirken und weiterhin Kontrollen durchführen.
Status Lizenzierungsaktivitäten
Die Lizenzierungsunterlagen für die 3. Liga haben wir form- und fristgerecht bis zum 3. März 2026 abgeben. Mitte April wird es einen ersten Zwischenbescheid mit ggf. Rückfragen geben.
Auch für die 2. Bundesliga wurden die Lizenzierungsunterlagen ebenfalls bis zum 3. März 2026 fristgerecht eingereicht. In erster Linie als Lernprozess für kommende Lizenzierungen, um u. a. die wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Planungen einmal für die DFL durchzuführen. Darüber hinaus sollte auch der rechnerisch noch mögliche Fall eines sportlichen Aufstiegs in dieser Saison mit der Lizenzierung abgesichert werden.
Der guten Ordnung halber wird auch für die Regionalliga eine Lizenz beantragt. Die Abgabe der Unterlagen erfolgt bis zum 31.03.2026.
(Organisatorische und wirtschaftliche) Planungen NLZ
e.V. und GmbH haben gemeinsam entschieden, dass wir in der Saison 2026/27 ein freiwilliges Anerkennungsjahr als Nachwuchsleistungszentrum durchlaufen. Die dazu erforderlichen Unterlagen wurden entsprechend der Vorgaben beim DFB eingereicht. Ab der 2. Bundesliga ist ein Nachwuchsleistungszentrum Pflicht.
Es gibt bei den Nachwuchsleistungszentren drei Kategorien. Als Drittligist kann man sich für die unterste Kategorie freiwillig bewerben und muss ab dem 1. Juli des Anerkennungsjahres alle Anforderungen (Personal, Infrastruktur, Prozesse) erfüllen. Bei der Infrastruktur sieht der Ist-Zustand gut aus, investiert werden muss im ersten Schritt in vorgeschriebenes zusätzliches Personal.
Bezüglich einer zweiten Seniorenmannschaft gibt es keine Planung mit einem anderen Verein zu fusionieren oder die Lizenz eines anderen Vereins zu übernehmen. Es gibt aber gem. Statuten die Möglichkeit, eine Mannschaft in einer höheren Liga zu melden. Dies ist aktuell und im geplanten Anerkennungsjahr jedoch kein Thema. Weiteres zum Sportlichen gibt es dann am 09.04. beim Klub-Fan-Dialog mit u. a. Rachid Azzouzi.
Status und Ausblick Planung größere Dienstleistungsverträge (Ausrüster, Caterer, Merchandising etc.)
Der Vertrag mit Capelli wurde bereits von der vorherigen Geschäftsführung im Dezember 2024 verlängert und gem. Vereinbarung kommuniziert.
Die Zusammenarbeit mit dem Fanshop / VIA läuft sehr partnerschaftlich. Hier haben wir keinerlei Kosten und die Ergebnisse sind im Ligavergleich gut, aber entwicklungsfähig. Vor allem der Online-Shop (Alemannia/Via) soll gemeinschaftlich ausgeweitet werden. Hierzu stehen Gespräche an.
Beim Caterer gibt es eine Änderung. Das Unternehmen Feinkosten Kersten ist in die Stölting Stadion Catering GmbH aufgegangen. Die Verträge mit der Alemannia wurden entsprechend überführt. Unsere Ansprechpartner bleiben bestehen und sind ebenfalls in das neue Unternehmen überführt worden.
Beim Catering haben wir ein paar Themen, die verbesserungswürdig sind, diese gehen wir auch an. Zudem gibt es Ideen, das Gastronomieangebot im Außenbereich zu erweitern. Die Umsetzung befindet sich in Prüfung.
Nach jedem Heimspiel gibt es mit allen internen Beteiligten und den externen Dienstleistern ein Debriefing, bei dem der vergangene Spieltag nachbetrachtet wird. Jede Beschwerde, die wir erhalten, nehmen wir ernst und wird auch intern mit den Dienstleistern besprochen und gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet.
e. V.: Aktuelles, Ausblick bzw. weitere Planungen
Aufgrund der Einbringung von Markenrechten in die GmbH hat der e.V. kürzlich rd. 500.000 € Steuern bezahlt.
Die Jahreshauptversammlung ist auf den 10.06.2026 terminiert. Der Verwaltungsrat wird komplett neu gewählt, der Ehrenrat wird nachbesetzt. Die JHV findet wieder im Einhard Gymnasium statt, ca. 750 Mitglieder passen rein. Eine JHV im Stadion soll es künftig nicht mehr geben. Elektronische Stimmauszählungen sind in Prüfung.
Wir werden als e.V. eine Inklusionsmannschaft im Fußball gründen. Das sind Projekte, die mit Blick auf unsere gesellschaftliche Verantwortung sehr wichtig sind. Auch mit der Frauenfußballabteilung steht man in einem guten Austausch. Der auf der JHV abgelehnte Antrag zur Frauenfußballabteilung soll auf der kommenden JHV noch nicht zur erneuten Abstimmung gestellt werden.
Was wirtschaftlich kritische Vorgänge von Vorgängergremien betrifft läuft die Aufarbeitung. Identifizierte Geschäftsvorfälle werden von den Wirtschaftsprüfern geprüft und, sollte es Erkenntnisse geben, den Mitgliedern auf der JHV vorgestellt.
Wir werden uns nach wie vor dafür einsetzen, dass Pyrotechnik in legaler Form ermöglicht wird, da es zu einer Fankultur dazugehört. Hierfür sollten alle Beteiligten an einer Lösung arbeiten.
Aber auch wirtschaftliche Schäden, die Gästefans in fremden Stadien anrichten, müssen wirtschaftlich ausgeglichen werden. Dafür wird man sich weiter beim Verband einsetzen. Diese Thematik muss angestoßen und gelöst werden und darf nicht vom Verband totgeschwiegen werden. Die Schäden sind so hoch, dass man schon von einer wirtschaftlichen Wettbewerbsverzerrung sprechen kann. Zudem muss zwischen Pyrostrafen und Sachschäden durch Gästefans differenziert werden.
Die zweite Mannschaft (Fußball) darf, sofern es sportlich gelingt, aufsteigen und wird weiter unterstützt. Trotzdem wird man im Rahmen des NLZ ggf. zu gegebener Zeit eine höhere Ligaeinstufung prüfen.
Unter Federführung der Arbeitsgruppe „nie wieder“ ist eine Wanderausstellung „Alemannia während der NS-Zeit“ in Planung. Weitere Infos dazu folgen.
Rückblick Erzgebirge Aue
Nach den feigen Übergriffen im Hinspiel auf Fans von Erzgebirge Aue hat Alemannia Aachen die aktive Aufarbeitung der Geschehnisse fortgesetzt. Vom Spieltag bis heute gibt es einen aktiven Austausch. Es kam im Vorfeld des Auswärtsspiels in Aue zu einem persönlichen Austausch mit den Betroffenen sowie Vertretern beider Vereine.
Dabei entschuldigte sich die Alemannia erneut ausdrücklich für die Vorfälle und stellte klar, dass derartige Übergriffe in keiner Weise den Werten des Vereins entsprechen und nicht toleriert werden. Als Zeichen des Bedauerns wurde den betroffenen Fans zudem ein Präsent überreicht.
Die Sachschäden wurden soweit über Versicherungen / Spenden ausgeglichen, trotzdem bleiben noch die seelischen Nachwehen.
An dem Gespräch nahmen neben den Betroffenen Auer Fans auf Seiten der Alemannia der Aufsichtsratsvorsitzende Ralph Gillessen, Präsidiums- und Aufsichtsratsmitglied Christian Schmidt sowie Fanbeauftragter Stephan Braun teil. Den Verein Erzgebirge Aue vertraten Sportvorstand Jens Haustein und Fanbeauftragter Heiko Hambeck.
Unsere Geste ist sehr positiv aufgenommen worden.
Aktuelle Themen / Anliegen aus den Fanclubs
Zu Beginn des Abends gibt es eine kritische Betrachtung auf das Pokalspiel bei Fortuna Köln und der liegengelassenen Chance auf den DFB-Pokal und damit verbundene Einnahmen. Hierzu folgt eine Diskussion. Zudem wird hierzu ergänzend auf den Klub-Fan-Dialog Sport am 09.04. verwiesen.
In der Sommervorbereitung ist ein Trainingslager in Planung. Zudem ist im Rahmen des Vereinsjubiläums ein internationales Testspiel im Ausland in Planung. Genaue Ziele und ein Datum stehen jedoch noch nicht fest.
Auch ein Wintertrainingslager wird es wieder geben. Voraussichtlich wieder in Belek in Zusammenarbeit mit Ramazan.
Vorschlag aus der Runde: Ein von Fans organisierter Tivoli-Tag, bei dem das Gelände rund um u. a. den Trainingsplätzen auf Vordermann gebracht werden soll. Die Idee findet anklang und wird geprüft.
Es wird geprüft, dem MSV Duisburg ein erhöhtes Kartenkontingent zur Verfügung zu stellen, da sie auch uns gegenüber im Hinspiel sehr fair waren.
Die Musikauswahl und die musikalischen Abläufe bei den Heimspielen sind in der Fanszene ebenfalls ein akutes Thema. Hierzu findet zeitnah ein Austausch mit Robert Moonen statt.
Im Dezember soll es wieder einen Alemannia-Weihnachtsbasar geben. Hierzu wird gemeinsam zwischen Verein, Fans, Aachener Engel e.V. und Fanprojekt wieder ein Konzept ausgearbeitet und eine Arbeitsgruppe gegründet.
Gemeinsam mit dem Bündnis Werner Fuchs Tribüne und der ASB haben wir unter dem Dach eine große Zaunfahne genehmigt bekommen. Dieses Projekt wird zeitnah, federführend durch das Bündnis Werner Fuchs Tribüne umgesetzt.
Über eigene Sonderzüge hat man sich gemeinsam mit der aktiven Fanszene bereits Gedanken gemacht. Gerne würden wir ein solches Projekt auch in Aachen einmal umsetzen, bisher wurde dieses jedoch aufgrund hoher Kosten und aus Haftungsgründen nicht umgesetzt. Trotzdem bleiben wir hier mit der Fanszene im Austausch und wollen einen Sonderzug möglichst in der neuen Saison einmal umsetzen.
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