Do, 1. Februar 2018

Einmal Alemanne, immer Alemanne

Die zweite Wechselperiode im deutschen Fußball ist beendet. Auch etliche Ex-Alemannen haben in der Winterpause neue Herausforderungen angenommen. Ein Überblick.

Michael Frontzeck soll den 1. FC Kaiserslautern vor dem Abstieg in die Drittklassigkeit retten. Am Donnerstag wurde der frühere Alemannia-Trainer beim Letzten der 2. Bundesliga als Nachfolger von Jeff Strasser vorgestellt, der wegen Herz-Rhythmusstörungen eine längere Pause einlegen muss.

Ein Mitglied im Trainerteam von Frontzeck bei Alemannia Aachen war damals auch Dr. Jörg Jakobs. Nach Station als Chefscout bei Hannover 96 war Jakobs seit 2012 als Sportdirektor beim 1. FC Köln tätig. Auf eigenen Wunsch wurde der ursprünglich bis Sommer laufende Kontrakt des  Fußballlehrers mit Wirkung zum 31. Januar aufgehoben.

Mit der Alemannia wurde Marcus Hoffmann (30) in der Saison 2014/15 Vizemeister der Regionalliga West. In der Winterpause hat der zuletzt vereinslose Abwehrspieler eine neue Aufgabe in der 3. Liga gefunden. Beim Tabellenvorletzten unterzeichnete Hoffmann einen Vertrag bis zum Saisonende. Für Alemannia Aachen verteidigte der 30-Jährige in 49 Ligaspielen (4 Tore). 

Mit 14 Treffern in 33 Spielen war Fabian Graudenz Alemannias bester Schütze in der Spielzeit 2014/15. Insgesamt brachte es der Offensivmann auf 67 Einsätze (19 Tore) für die Schwarz-Gelben. Nach einer Saison beim FSV Frankfurt geht der zuletzt vereinslose Profi nun in die Regionalliga Nordost. Beim dortigen Tabellenführer FC Energie Cottbus unterschrieb Graudenz bis 2019. Ebenfalls neu in Cottbus ist Torhüter Kevin Rauhut, der kurz vor der Schließung des Transfensters von Wacker Nordhausen in die Lausitz transferiert wurde.

Tobias Feisthammel, 60 Zweitligaspiele für Aachen, ist in der Winterpause zu den Stuttgarter Kickers gewechselt. Zuletzt war der Verteidiger für die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart aktiv. Bei den Kickers spielt Feisthammel künftig mit Daniel Hammel zusammen.

Keinen Vereinswechsel hat der ehemalige Alemannia-Spieler Marco Neppe vollzogen. Dennoch lohnt sich ein Blick auf die Vita des früheren Mittelfeldakteurs. In der Saison 2013/14 stand Neppe noch für die Alemannia auf dem Platz. Der heute 31-Jährige hat abseits des Rasens eine unglaubliche Karriere hingelegt. Heute sichtet Marco Neppe in verantwortlicher Position Spieler für den FC Bayern München. Angefangen hatte Neppe an der Säbener Straße als Assistent des damaligen Technischen Direktors Michael Reschke. Inzwischen ist er zum Chefscout des Rekordmeisters aufgestiegen.