Mi, 25. Februar 2026

Fortuna Köln im Gegnercheck

Der effiziente Tabellenführer der Regionalliga West

Das Viertelfinale des Bitburger-Pokals steht an. Gegner der Alemannia ist die Kölner Fortuna, die von der Tabellenspitze der Regionalliga West grüßt. Wir haben vor der kommenden Begegnung einen Blick auf den Gegner der Schwarz-Gelben geworfen.

Der Tabellenführer der Regionalliga West geht gut erholt in das kommende Pokalspiel. Am vergangenen Wochenende sollten sie eigentlich gegen die zweite Mannschaft von Fortuna Düsseldorf spielen, doch die Partie wurde aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes in der Landeshauptstadt abgesagt. Dabei hätten die Kölner am vergangenen Wochenende eigentlich noch einmal im Ligaalltag gefordert werden sollen. Die Partie bei der U23 von Fortuna Düsseldorf fiel jedoch der Witterung zum Opfer. So liegen nun zwölf spielfreie Tage zwischen dem letzten Pflichtspiel und dem Pokalduell. Eine ungewohnte Pause für eine Mannschaft, die gerne in ihrem Flow geblieben wäre. Denn im neuen Jahr gewann die Fortuna bislang jedes Regionalligaspiel – darunter auch die richtungsweisenden Duelle gegen Rot-Weiß Oberhausen und den FC Gütersloh. Schritt für Schritt bauten die Südstädter so ihre Tabellenführung aus und dürfen nach dem Abstieg aus der 3. Liga im Jahr 2019 wieder vom Profifußball träumen.

Dass die Fortuna ganz oben steht, kommt nicht von ungefähr. Mit 52 Treffern stellen die Kölner die beste Offensive der Liga, gleichzeitig kassierten sie erst 17 Gegentore – ebenfalls Ligabestwert. Diese Mischung aus Durchschlagskraft und defensiver Stabilität macht sie so gefährlich. Besonders bemerkenswert ist dabei ihre Effizienz: Die Fortuna benötigt oft nur wenige klare Gelegenheiten, um ein Spiel in ihre Richtung zu lenken. Gerade in den Spitzenspielen gegen Oberhausen und Gütersloh zeigte sich, wie konsequent sie ihre Chancen nutzen und wie gnadenlos sie kleine Unachtsamkeiten bestrafen.

Erst eine Saisonniederlage für die Fortuna

Auch im eigenen Stadion ist die Mannschaft nur schwer zu bezwingen. Im Südstadion holte sie in zwölf Partien 28 Punkte und blieb dabei ungeschlagen. Überhaupt musste die Fortuna in der gesamten Saison erst eine Niederlage hinnehmen – am 3. Spieltag. Seit dem 17. Spieltag reiht sich zudem Sieg an Sieg. Entsprechend groß ist das Selbstverständnis, mit dem die Kölner auftreten.

Im Landespokal ließen die Südstädter ebenfalls nichts anbrennen. Gegen klassentiefere Gegner präsentierten sie sich torhungrig und souverän, meisterten jede Runde ohne größere Schwierigkeiten und untermauerten ihren Anspruch, auch im Pokal weit kommen zu wollen.

Spieler im Fokus: Rafael Garcia

Mit Rafael Garcia steht im Kader der Fortuna ein Spieler, der in Aachen bestens bekannt ist und hier seine fußballerischen Wurzeln hat. Der gebürtige Aachener trug in 92 Pflichtspielen das Trikot der Alemannia und lief sowohl für die erste als auch für die zweite Mannschaft der Schwarz-Gelben auf.

Nach seinem Weggang von der Alemannia war der 32-Jährige für insgesamt sechs weitere Vereine aktiv, ehe er zu Beginn der laufenden Spielzeit bei der Fortuna anheuerte. Ein Wechsel, der sich bislang für beide Seiten bezahlt macht. In 22 Regionalligaspielen kommt Garcia auf drei Tore und 13 Vorlagen, hinzu kommen zwei weitere Torbeteiligungen im Landespokal.

Mit seinen 13 Assists ist er zudem nicht nur der beste Vorlagengeber seiner Mannschaft, sondern ligaweit mit Abstand die Nummer eins in dieser Kategorie. Auch ins neue Jahr startete er stark und sammelte bereits drei weitere Torbeteiligungen.

Blick in die Historie: Triumpf im Regenschauer der Südstadt

Bereits in der vorherigen Saison gastierte Alemannia Aachen im Kölner Südstadion. Damals fand die Partie im Halbfinale des Landespokals statt. Freie Plätze suchte man an diesem Abend vergeblich – die Heimspielstätte der Kölner Fortuna war zum vierten Mal in ihrer Historie ausverkauft. Es entwickelte sich ein verrückter Pokalabend.

Die Fortuna kam damals deutlich besser in die Partie als die Alemannia. Die Kölner erspielten sich eine ganze Reihe an Chancen, welche sie allerdings nicht für sich nutzen können. Das hätte sich nach gut 40 Minuten ändern können, aber Jan-Luca Rumpf verhinderte mit einer Notbremse den Kölner Durchbruch – und sah zurecht die Rote Karte. Doch in Unterzahl entwickelte die Alemannia eine besondere Widerstandskraft. Trotz weiterer Großchancen der Gastgeber – inklusive eines verschossenen Elfmeters – blieb das Tor der Schwarz-Gelben wie vernagelt.

In der Verlängerung, bei strömendem Regen, fiel schließlich die Entscheidung: Eine Hereingabe von Soufiane El-Faouzi wurde nicht konsequent geklärt, Charlison Benschop reagierte am schnellsten und traf zur umjubelten Führung. Mit großem Einsatz verteidigte die Alemannia den Vorsprung bis zum Abpfiff und zog trotz 80-minütiger Unterzahl ins Finale ein.

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