Der 1. FC Schweinfurt 05 im Gegnercheck
Das vorletzte Spiel zweier Englischer Wochen in Serie steht für die Kaiserstädter an. Am heutigen Mittwoch gastiert der 1. FC Schweinfurt 05 auf dem Tivoli. Die Unterfranken reisen mit einem neuen Mann an der Seitenlinie nach Aachen: Jermaine Jones hat vor wenigen Wochen das Traineramt übernommen. Wir haben den kommenden Gegner der Alemannia genauer unter die Lupe genommen.
Die Lage beim Aufsteiger ist ernst. Nach 26 Spieltagen stehen elf Punkte zu Buche, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits 18 Zähler. Vieles deutet darauf hin, dass der Gang zurück in die Regionalliga Bayern kaum noch zu vermeiden ist. Es wird ein sportliches Wunder brauchen, damit die „Schnüdel“ den Klassenerhalt doch noch realisieren.
Immerhin: In diesem Kalenderjahr sammelte Schweinfurt vier Punkte – einen mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Hinrunde. Die Entwicklung zeigt also zumindest leichte Fortschritte, auch wenn sich diese bislang kaum in der Tabelle widerspiegeln.
Jermaine Jones übernimmt
Den möglichen Abstieg wird allerdings nicht mehr Victor Kleinhenz begleiten. Der 34-Jährige, der den Verein in die 3. Liga geführt hatte, wurde nach dem 1:1 gegen den FC Ingolstadt freigestellt. Seitdem steht Jermaine Jones an der Seitenlinie – ein klangvoller Name im deutschen Profifußball. 165 Bundesligaspiele absolvierte er, den Großteil davon für den FC Schalke 04. Hinzu kommen 69 Länderspiele für die USA. Für Jones ist es die erste Station als Cheftrainer im Profibereich.
Nach einer 1:3-Niederlage in seinem ersten Spiel beim MSV Duisburg wären ihm und seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende aber beinahe ein Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken gelungen. Bis kurz vor Schluss führten die Unterfranken mit 2:0, mussten sich am Ende dann aber doch mit einem 2:2 zufriedengeben.
Probleme in der Fremde
Ein Grund für die Platzierung auf dem letzten Tabellenplatz ist auch die Schwäche bei Auswärtsspielen. Zwar feierten sie am fünften Spieltag mit einem 3:2-Sieg – in Unterzahl – beim FC Ingolstadt ihren ersten Sieg in der Saison, doch es blieb zugleich auch der letzte Punktgewinn in den Stadien ihrer Gegner.
So stellen sie mit neun erzielten Toren in der Fremde sowie 35 Gegentoren die sowohl schlechteste Offensive als auch Defensive bei Auswärtsspielen aller Vereine der 3. Liga.
Spieler im Fokus: Erik Shuranov
Bislang hatte Shuranov erst einen Treffer für die Schnüdel in dieser Saison in der 3. Liga erzielt. Am vergangenen Spieltag schien jedoch der Knoten zu platzen: Gegen Saarbrücken traf der Stürmer gleich doppelt. Bereits in der ersten Halbzeit schnürte Shuranov seinen ersten Doppelpack in der 3. Liga und brachte die Schweinfurter im ersten Heimspiel ihres neuen Trainers Jermaine Jones zunächst auf Kurs – ehe der FC Saarbrücken noch zwei Mal zuschlug.
Shuranov wuchs in Franken auf und durchlief sämtliche Jugendmannschaften des 1. FC Nürnberg. Mit 18 Jahren feierte er sein Debüt in der 2. Bundesliga und schaffte den Sprung in den Profikader. Zur Saison 23/24 wechselte der heute 24-Jährige zum israelischen Verein Maccabi Haifa. Mit dem Klub sammelte er internationale Erfahrung in der Qualifikation der Champions League und Europa League. Im letzten Sommer kehrte der Angreifer nach Deutschland zurück und schloss sich dem 1. FC Schweinfurt an.
Blick in die Historie: Knapper Heimsieg gegen die Schnüdel
Das bisher einzige Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt fand am 25. Spieltag der Saison 2001/02 in der 2. Bundesliga statt. Beide Teams begannen nervös, wobei die Gäste die besseren Chancen hatten. Zwei Mal rettete der Pfosten nach Schüssen von Gehardt und verhinderte so einen frühen Rückstand der Alemannia. Auch die Aachener versuchten, durch Konter zu treffen, doch Daun und Bayrock scheiterten jeweils. Mit einem 0:0 ging es schließlich in die Halbzeit.
Nach der Pause steigerte sich die Alemannia. Nach einer Ecke von Pflipsen landete der Ball bei Rosin, der auf Schmidt weiterköpfte. Dieser hielt den Fuß hin und erzielte das 1:0. Nach dem Führungstreffer spielte die Alemannia selbstbewusster, hatte jedoch auch Glück, dass Sprecakovic freistehend übers Tor schoss. Danach verteidigten die Schwarz-Gelben die Führung souverän und machten Dank des Sieges einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt.
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