Mi, 25. Juni 2025

Neuankömmlinge, eine Überraschung und ein Jubilar

Gegnercheck – Teil 1: Die 3. Liga 2025/26

Das Teilnehmerfeld für die 3. Liga-Saison 2025/26 ist komplett. Grund genug, dass wir einen Blick auf die kommenden Gegner der Alemannia werfen. Den Auftakt machen die beiden Neuankömmlinge aus der 2. Bundesliga, drei Vereine, die lange um den Aufstieg mitgekämpft haben sowie das Überraschungsteam der abgelaufenen Saison.

SSV Ulm 1846 Fußball

Platzierung im Vorjahr: 17. (2. Bundesliga) / Trainer: Robert Lechleiter / Stadion: Donaustadion

Hinter dem SSV Ulm liegen drei ereignisreiche Spielzeiten: Nach 22 Jahren folgte die Rückkehr in den Profifußball. Es folgte die sensationelle Meisterschaft in der 3. Liga sowie ein Jahr in der 2. Bundesliga. Dort durften sich die Spatzen mit Traditionsmannschaften wie dem 1. FC Köln, dem HSV oder dem 1. FC Kaiserslautern messen. Nun ist der Club von der Donau wieder in der 3. Liga angekommen. Für den Verein wird die Spielzeit ein Neuanfang sein, denn er befindet sich im Umbruch. Nachdem das Team in der abgelaufenen Zweitligasaison mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren die zweitälteste Mannschaft der Liga stellte, soll nun vermehrt auf jüngere Spieler gesetzt werden. Getrennt haben sich die Spatzen unter anderem bereits vom Trio Lennart Stoll, Andreas Ludwig und Thomas Geyer. Die drei Spieler kommen zusammen auf 16 Jahre und 398 Spiele für die Ulmer. Veränderungen gibt es auch im Trainerteam: Chefcoach Robert Lechleiter bleibt zwar an Bord, doch seine bisherigen Assistenten Jonas Imkamp und Christian Demirtas verlassen den Klub.

Jahn Regensburg

Platzierung im Vorjahr: 18. (2. Bundesliga) / Trainer: Michael Wimmer / Stadion: Jahnstadion Regensburg

Der zweite Neuzugang aus der 2. Bundesliga ist der SSV Jahn Regensburg. Ähnlich wie bei Ulm sollte es nur eine Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse werden. Grund dafür war vor allem die Auswärtsschwäche der Donaustädter: Aus 16 Begegnungen sprangen nur zwei Punkte heraus – durch die beiden Unentschieden bei Eintracht Braunschweig und beim 1. FC Köln. Deutlich besser sah es dagegen im heimischen Stadion aus. Vor den eigenen Fans holte der Jahn 22 Punkte und blieb an den letzten sechs Spieltagen sogar zuhause ungeschlagen. Den Regensburgern dürfte dies durchaus Mut machen für die neue Saison in der 3. Liga, vor der der Geschäftsführer Sport Achim Beierlorzer ankündigte, dass es ein „Weiter so“ nicht geben werde – und ließ seinen Worten gleich Taten folgen: 18 Spieler verließen den Verein nach Saisonende. Zudem wurde mit Michael Wimmer ein neuer Cheftrainer verpflichtet. Der 45-Jährige stand zuletzt beim schottischen Erstligisten Motherwell FC an der Seitenlinie.

1. FC Saarbrücken

Platzierung im Vorjahr: 3. / Trainer: Alois Schwartz / Stadion: Ludwigsparkstadion

Denkbar knapp ist der 1. FC Saarbrücken am Aufstieg in die 2. Bundesliga gescheitert. Am letzten Spieltag sicherte sich das Team von Trainer Alois Schwartz durch einen 2:1-Erfolg gegen die U23 von Borussia Dortmund noch den Relegationsplatz – und ließ damit Energie Cottbus hinter sich. In den beiden Entscheidungsspielen trafen die Saarländer auf Eintracht Braunschweig. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel gelang im Rückspiel zunächst das erhoffte Comeback: Saarbrücken glich die Partie aus und schien auf dem Weg zum Aufstieg. Doch in der Nachspielzeit sah Anthony Rizzuto die Gelb-Rote Karte. In der anschließenden Verlängerung in Unterzahl erzielte Braunschweig zwei weitere Treffer und sicherte sich damit den Klassenerhalt. Trotz der Enttäuschung dürfte der Blick der Saarländer wieder nach oben gerichtet sein. Alles andere als ein erneuter Angriff auf die Spitze wäre verwunderlich. Ein entscheidender Faktor dabei könnte Florian Krüger sein. Der Stürmer schloss sich in der Rückrunde als Leihspieler dem FCS an. In 17 Spielen erzielte er acht Tore und bereitete drei weitere vor. Die Saarländer würden den Leihspieler gerne halten, mittlerweile sind aber auch Vereine aus der 2. Bundesliga auf ihn aufmerksam geworden.

Energie Cottbus

Platzierung im Vorjahr: 4. / Trainer: Claus-Dieter „Pele“ Wollitz / Stadion: LEAG Energie Stadion

Energie Cottbus wird im kommenden Jahr 60 alt und beinahe hätten die Lausitzer diesen Geburtstag in der 2. Bundesliga feiern können. Denn lange sah es so aus, als würde die 3. Liga den nächsten Durchmarsch eines Regionalligisten miterleben. Bis zum 24. Spieltag marschierte der FC Energie durch die Liga, doch dann ging den Cottbusern im letzten Saisondrittel die Luft aus – die Leichtigkeit war verschwunden. In den letzten 14 Spielen gab es nur noch vier Siege zu feiern, dagegen stehen acht Niederlagen sowie zwei Unentschieden. Doch durch einen 3:1-Sieg beim FC Hansa Rostock am vorletzten Spieltag hatte die Mannschaft von „Pele“ Wollitz die Zügel des Handels wieder in den eigenen Händen. Im letzten Spiel der Saison setzte es allerdings eine 1:4-Niederlage im heimischen Stadion gegen den FC Ingolstadt, wodurch die Relegation verfehlt wurde. Die Enttäuschung in Cottbus war nach dem verfehlten Ziel riesig, doch trotz aller Trauer dürfen die Cottbuser auch stolz auf eine starke Saison als Aufsteiger sein. 

Hansa Rostock

Platzierung im Vorjahr: 5. / Trainer: Daniel Brinkmann / Stadion: Ostseestadion

Auch in der kommenden Saison werden die Fans der Alemannia wieder die weite Fahrt an die Ostseeküste auf sich nehmen dürfen. Mit dem FC Hansa Rostock wartet dort ein Verein, dessen Mannschaft bereits fast vollständig ist. Der einzige Wermutstropfen dürfte der Abgang von Stürmer Sigurd Haugen sein, der in der vergangenen Saison zehn Tore in der Liga sowie zehn weitere im Landespokal erzielte. Die Norddeutschen hätten die Leihe mit ihm gerne verlängert, konnten aber keine Einigung mit seinem Verein Aarhus GF aus Dänemark erzielen. Ausgezeichnet hat die Mannschaft von Daniel Brinkmann in der letzten Saison vor allem ihre starke Defensive. In 14 Spielen stand die Null und wenn wir die Aufsteiger ausklammern, hatte der FCH mit 46 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga – nach der Alemannia. Grund dafür waren unter anderem die physischen und kopfballstarken Innenverteidiger Franz Pfanne und Ahmet Gürleyen. Auch in der kommenden Saison wird mit dem FCH zu rechnen sein.

FC Viktoria Köln

Platzierung im Vorjahr: 6. / Trainer: Marian Wilhelm / Stadion: Sportpark Höhenberg

Kommen wir zum letztjährigen Abstiegskandidaten Nummer 1 – so wurde die Viktoria zumindest vor der Saison von fast allen Experten der 3. Liga betitelt. Was folgte, hatten wohl die wenigsten auf dem Schirm. Die Viktoria spielte die beste Drittligasaison ihrer Historie: Am Ende grüßten die Höhenberger von Platz 6 mit 59 Punkten auf dem Konto. Mit Blick auf die kommende Spielzeit lässt sich jedoch festhalten, dass wieder ein größerer Umbruch bevorsteht. Der Etat wird um weitere zehn Prozent gekürzt und Trainer Olaf Janßen hat den Verein nach vier erfolgreichen Jahren verlassen. Für ihn übernimmt sein ehemaligen Co-Trainer Marian Wilhelm. Auch in der Mannschaft tut sich einiges: Leistungsträger wie Zouma Keita und Sidny Lopes Cabral wechseln ins Ausland. Donny Bogicevic sowie Niklas May bleiben in der Liga und spielen künftig für den SV Wehen Wiesbaden. Auf der anderen Seite hat Kapitän Christoph Greger seinen Vertrag verlängert und spielt auch künftig auf der rechten Kölner Rheinseite. Wie in der abgelaufenen Spielzeit werden die Kölner wieder einen Kader mit vielen jungen und entwicklungsfähigen Spielern präsentieren, mit denen sie wieder überraschen wollen. 

Teil 2 des Gegnerchecks mit den Plätzen 7 bis 13 gibt es hier. Den letzten Teil mit den Mannschaften auf den Plätzen 14 bis 16 sowie den vier Aufsteigern aus den Regionalligen gibt es hier

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