Viktoria Köln im Gegnercheck
Mit Viktoria Köln gastiert eines der formstärksten Teams der 3. Liga auf dem Tivoli. Die rechtsrheinischen Kölner sind – wie gewohnt – stark in die Saison gestartet und thront derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Alemannia-Redaktion hat den kommenden Gegner genauer unter die Lupe genommen.
Die Länderspielpause kam für die Mannschaft von Trainer Marian Wilhelm zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Zuvor feierte seine Mannschaft nämlich in der Englischen Wochen drei Siege in Serie: 4:0 gegen Hansa Rostock, 3:1 beim SV Meppen und 3:0 gegen den FC Ingolstadt. Die Viktoria ist in einer beeindruckenden Form und konnte fünf der bisherigen sieben Ligaspiele für sich entscheiden. Dabei glänzen die Höhenberger vor allem durch ihre fußballerische Qualität, denn das Spiel der Kölner gehört zu dem Besten, was die 3. Liga zu bieten hat. Es beginnt bereits bei Keeper Arne Schulz, der mit seinen Pässen das Pressing der gegnerischen Mannschaften überspielen soll. Die beiden Sechser Taylan Duman und Niklas Swider sollen schließlich mit scharfen Vertikalpässen auf die drei Offensivspieler der Viktoria die gegnerische Abwehr aushebeln und somit den Weg zum Torerfolg ebnen. Wie gut dies bisher funktioniert, belegen 19 erzielte Tore – geteilter Ligabestwert mit Duisburg und Saarbrücken.
David Otto und Niklas Castelle haben sich warm geschossen
Für zehn dieser Tore sind David Otto (sechs Tore) und Niklas Castelle (vier Tore) direkt verantwortlich gewesen. Während der ehemalige Aachener eine Position hinter dem Sturmzentrum positioniert ist, fühlt sich Otto am wohlsten in der Sturmspitze. Vor allem im Spiel gegen Zweitligaabsteiger Preußen Münster brillierte Otto: Mit zwei Toren und zwei Assists war er an allen Kölner Toren beim 4:1-Erfolg verantwortlich.
Besonders gefährlich sind die Kölner übrigens nach Anpfiff. In den ersten 15 Minuten der 1. Halbzeit haben sie bereits vier Tore erzielt – der zweitbeste Wert der Liga nach der Alemannia. Hinzu kommen fünf weitere Tore in der Anfangsphase der 2. Halbzeit. Kein anderer Verein der Liga kann in diesen beiden Zeiträumen zusammengefasst mehr als die neun Tore der Viktoria vorweisen.
Spieler im Fokus: Lucas Wolf
Es gibt noch einen dritten im Bund der Kölner Offensivspieler und das ist Lucas Wolf. Ähnlich wie die Viktoria blickt er auf eine starke Englische Woche zurück. So erzielte er alle seine vier Saisontore bei den Siegen gegen Rostock, Meppen und Ingolstadt. Hinzu kommt eine Vorlage aus dem 3:0-Erfolg gegen Ingolstadt. Damit hat er in der laufenden Saison bereits mehr Tore erzielt als in jeder Saison zuvor.
Die Viktoria hatte Wolf 2025 vom SV Sandhausen verpflichtet. Während er in seiner ersten Saison in Köln Höhenberg noch als defensiver Mittelfeldspieler agierte, wurde er nun von seinem Trainer Marian Wilhelm weiter in die Offensive geschoben. Von seinem Trainer bekam er zuletzt sogar ein Sonderlob, da er große Schritte nach vorn gemacht hat. Und so bildet er zusammen nach sieben Spieltagen mit seinen Kollegen Castelle und Otto das gefährlichste Trio der 3. Liga – und ist ein Grund für den starken Saisonstart der Viktoria, der sie bis auf den 2. Tabellenplatz geführt hat.
Blick in die Historie: Erfolg im Landespokal
Als Regionalligist traf Alemannia Aachen im Viertelfinale des Bitburger-Pokals 2023/24 auf den Drittligisten Viktoria Köln. Die Kaiserstädter pressten von Beginn an hoch und zeigten sowohl spielerisch als auch kämpferisch eine beeindruckende Leistung. Bastian Müller war es schließlich, der das 1:0 nach einem Freistoß für die Alemannia erzielte. Die Viktoria war zwar um eine Antwort bemüht, doch die größte Chance auf den möglichen Ausgleich vergab Simon Handle, der freistehend an der Fußabwehr von Torhüter Marcel Johnen scheiterte.
In der 2. Halbzeit drückten die Kaiserstädter immer weiter auf das zweite Tor, welches schließlich durch Freddy Baum auch fiel. In der Folge ergaben sich noch weitere Möglichkeiten, um das Ergebnis in die Höhe zu treiben, aber diese wussten die Aachener nicht mehr für sich zu nutzen. Dennoch stand am Ende am Aschermittwoch ein völlig verdienter 2:0-Erfolg auf der Anzeigetafel. Am Ende der Saison stieg die Alemannia in die 3. Liga auf und feierte zudem im Sportpark Höhenberg den Sieg des Bitburger-Pokals.
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