Fortuna Düsseldorf im Gegnercheck
Eines der Highlight-Spiele der Saison steht an: Am Samstagmittag trifft Alemannia Aachen um 14:00 Uhr vor ausverkauftem Haus auf Fortuna Düsseldorf. Der Klub aus der Landeshauptstadt ist mit Schwierigkeiten in die 3. Liga gestartet – nicht das erste Mal, dass sich ein Absteiger aus der 2. Bundesliga in der 3. Liga schwertut – nun aber den Turnaround geschafft. Die Alemannia-Redaktion hat den kommenden Gegner der Kaiserstädter genauer unter die Lupe genommen.
Zwei Niederlagen, ein Unentschieden sowie ein Sieg standen für die Düsseldorfer vor dem 5. Spieltag auf der Habenseite. Zu wenig für die ambitionierten Fortunen, für die der Abstieg in die 3. Liga ein großer Schock war. Die Fortuna wollte nämlich den Sprung zurück in die Bundesliga schaffen und hat sich dementsprechend sportlich wie infrastrukturell aufgestellt. Mit den beiden Heimspielen gegen die Zweitvertretungen von Hoffenheim sowie vom VfB Stuttgart lernte man den Alltag in der 3. Liga kennen. Doch es gibt auch diese anderen Momente. Momente, die den Wendepunkt in einer Saison darstellen können. Und genau so ein Moment kam am 5. Spieltag.
Eric Hottmann bringt die Fortuna in Schwung
Die Fortuna empfing im sogenannten „Straßenbahn-Derby“ den MSV Duisburg. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit nutzte Neuzugang Eric Hottmann einen Fehler im Spielaufbau der Meidericher eiskalt aus und ließ die Arena im Düsseldorfer Norden beben. Vor über 49.000 Zuschauern – zweithöchster Zuschauerwert der 3. Liga-Historie – erzielte er den 2:1-Siegtreffer.
Ein Ergebnis, das die Düsseldorfer wenige Tage später in Regensburg wiederholten. Die Mannschaft von Trainer Alexander Ende bewies dabei Nehmerqualitäten, lag sie doch in beiden Spielen zurück. So konnte die Fortuna – einschließlich des Landespokals – vier der letzten fünf Partien gewinnen. Der Sieg in Regensburg war zudem der erste Sieg in der Fremde seit des 1:0-Erfolges am 7. März beim 1. FC Nürnberg.
Die Fortuna ist wieder gefährlich in der Offensive
Auf einmal fällt der Fortuna auch das Toreschießen einfacher. Hatten sie in den ersten vier Spielen nur zwei Treffer erzielen können, folgten an den letzten beiden Spieltagen gleich doppelt so viele Tore. Dies lag nicht daran, dass sich die Fortuna keine Chancen erspielte, vielmehr, dass sie ihre Möglichkeiten oftmals nicht zu nutzen wusste. Dies änderte sich allerdings an den letzten beiden Spieltagen.
Und hinter dem Sturm der Rot-Weißen warten mit Philipp Förster, Andreas Müller, Yassine Bouchama und Jorrit Hendrix Mittelfeldspieler mit hoher spielerischer Qualität, die sowohl den Ball laufen lassen können, als auch die Räume für den Gegner minimieren können.
Spieler im Fokus: Anas Slimani
Der Doppelsturm ist bei Trainer Alexander Ende in den letzten Jahren ein fester Bestandteil seiner taktischen Formationen gewesen. Neben einem klaren Stoßstürmer schenkte der Trainer aber am liebsten einem schnellen Spieler das Vertrauen, der auch auf dem Flügel hätte spielen können. Ein Spieler mit niedrigem Körperschwerpunkt und viel Tempo. Genau so ein Spieler ist Anas Slimani, der von seinem Trainer auch liebevoll als „Freigeist“ betitelt wird.
Immer wieder haben die Düsseldorfer in den letzten Spielen versucht, schnell und direkt auf den 19-Jährigen zu spielen, der mit seiner Beweglichkeit und Geschwindigkeit die Abwehrspieler der Liga vor Herausforderungen stellt. Einzig beim Torabschluss will es bei ihm noch nicht richtig klappen.
Blick in die Historie: Ein echtes Traditionsduell
Alemannia Aachen gegen Fortuna Düsseldorf. Insgesamt kam es schon zu 50 Aufeinandertreffen zwischen den beiden Vereinen im Ligabetrieb. Sowohl die Schwarz-Gelben als auch die Rot-Weißen haben in ihren jeweiligen bewegten Historien schon die ein oder andere Liga kennengelernt. Und so kam es in der Oberliga-Saison 2002/03 zum Aufeinandertreffen auf dem Tivoli. Dort traf die 1. Mannschaft der Fortuna auf die Amateure der Alemannia. Zehn Jahre davor war es genau andersherum und die Alemannia traf auf die Reserve der Düsseldorfer.
Das Spiel war gerade gestartet, da musste die 2. Mannschaft der Alemannia schon einen Platzverweis hinnehmen – Mitch Kniat setzte zur Notbremse an. Aber in Unterzahl entwickelte sich ein bemerkenswertes Spiel. Die Alemannia ging nämlich in Führung durch ein Tor von Dirk Caspers. Drei weitere Tore folgten noch in der ersten Halbzeit, allerdings nur eines für die Alemannia. Und so stand es 2:2 zum Pausenpfiff. Die Fortuna konnte sich am Ende zwar mit 4:2 auf dem alten Tivoli durchsetzen, dennoch schlugen sich die Amateure der Alemannia achtbar. Nun, 24 Jahre später kommt es wieder zu einem Duell zwischen der Alemannia und der Fortuna. Dieses Mal aber zwischen den beiden ersten Mannschaft – und dieses Mal auf dem neuen Tivoli.
Diese Seite nutzt Cookies für Google-Analytics. Sie können Cookies akzeptieren oder ablehnen und Ihre Entscheidung jederzeit ändern.