Do, 22. Januar 2026

Zwischen Furore und Umbruch

Die TSG Hoffenheim II im Gegnercheck

Das erste Auswärtsspiel des Jahres 2026 steht für die Alemannia an. Die Reise führt zu den jungen Hoffenheimern, die sich als Aufsteiger bislang bestens in der 3. Liga zurechtfinden und in der Hinrunde mehrfach für Furore sorgten. Wir haben den kommenden Gegner der Alemannia genauer unter die Lupe genommen.

4:1 gegen Energie Cottbus, 5:1 beim TSV 1860 München, 4:0 beim VfL Osnabrück und 4:1 gegen den MSV Duisburg – es sind deutliche Ausrufezeichen, die die TSG Hoffenheim II in der Hinrunde der 3. Liga gesetzt hat. Der Aufsteiger aus der Regionalliga Südwest wusste früh in der Saison zu überzeugen und ist aktuell im oberen Tabellendrittel zu finden. Ein wesentlicher Grund dafür ist auch die starke Bilanz in den jüngsten Heimspielen. Zwar rangiert die TSG im Ranking der besten Heimmannschaften der Liga „nur“ auf Platz sechs, doch die letzten vier Partien im Dietmar-Hopp-Stadion konnten allesamt gewonnen werden.

Viele Beobachter gingen zu Beginn der Rückrunde aus diesen Gründen davon aus, dass die Hoffenheimer Zweitvertretung direkt das nächste Ausrufezeichen setzen würde. Das tat sie zwar auch – allerdings in negativer Hinsicht. Mit 0:4 unterlag die Mannschaft von Cheftrainer Stefan Kleineheismann beim TSV Havelse. Im Anschluss fand der Übungsleiter deutliche Worte. Laut Kleineheismann habe man im Verein wie auch innerhalb der Mannschaft hohe Ziele und Ambitionen. Diesen müsse man jedoch auch gerecht werden, was gegen Havelse nicht der Fall gewesen sei.

Drei schmerzhafte Winterabgänge

Gegen die Alemannia dürfte die TSG Hoffenheim II nun auf Wiedergutmachung aus sein. Dabei müssen die Kraichgauer jedoch auf mehrere Akteure verzichten, die in der Hinrunde noch eine wichtige Rolle spielten. In der Winterpause musste die TSG drei schmerzhafte Abgänge verkraften. Hinzu kommt der langfristige Ausfall von Innenverteidiger Kleven Frees, der sich im Verlauf der Hinrunde einen Bruch des linken Außenknöchels zuzog.

Besonders schwer wiegt der Abgang von Topscorer Ayoube Amaimouni-Echghouyab. Der dribbelstarke Offensivspieler erzielte neun Treffer und bereitete sechs weitere vor, ehe es ihn zu Eintracht Frankfurt zog. Auch Ruben Reisig hat den Kraichgau verlassen. Der defensive Mittelfeldspieler war eine feste Größe in der Defensivarbeit der Hoffenheimer und stand nahezu in jeder Partie über die volle Distanz auf dem Platz. Er läuft nun für Rot-Weiss Essen auf.

Zudem schloss sich Stürmer David Mokwa der SV Elversberg an. Der Angreifer absolvierte 69 Pflichtspiele für die TSG Hoffenheim II, erzielte dabei 29 Tore und schaffte gelegentlich den Sprung in denSpieltagskader der Profimannschaft. Für diese traf er unter anderem in der Europa League gegen Tottenham Hotspur. Trotz dieser schmerzhaften Abgänge zeigt ein Blick auf den Marktwert des jüngsten Kaders der Liga allerdings, dass weiterhin viel Qualität vorhanden ist. Mit einem Gesamtmarktwert von 8,9 Millionen Euro stellt die TSG Hoffenheim II den dritthöchsten der gesamten 3. Liga.

Spieler im Fokus: Luka Duric

Zwar führte der nach Frankfurt abgewanderte Amaimouni-Echghouyab mit 15 Torbeteiligungen die interne Scorerliste der TSG an, doch direkt hinter ihm rangierte Luka Duric. Fünf Tore und sieben Assists steuerte der 23-Jährige in der laufenden Spielzeit bereits bei – zwei dieser Vorlagen erzielte er zum Leidwesen der Alemannia im Hinspiel.

In 19 Partien lief der zentrale Mittelfeldspieler bislang für die Zweitvertretung in der 3. Liga auf und das mehrheitlich über die volle Distanz. Einzig im ersten Saisonspiel musste Trainer Kleineheismann auf ihn verzichten, da Duric zu diesem Zeitpunkt noch mit der ersten Mannschaft der TSG im Sommertrainingslager in Seefeld (Tirol) weilte. Besonders in den letzten drei Begegnungen vor der Winterpause wusste er seine Erfolgsbilanz nochmals deutlich nach oben zu schrauben und kam dabei auf fünf Torbeteiligungen.

Blick in die Historie: Eine unschöne Erinnerung  

Das Rückspiel im Kraichgau markiert erst das zweite Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften und bietet den Kaiserstädtern zugleich die Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Anfang August gastierte die TSG Hoffenheim II auf dem Tivoli und ging früh mit zwei Treffern in Führung. Lukas Scepanik verkürzte kurz vor dem Pausenpfiff für die Schwarz-Gelben und erzielte damit zugleich das erste Alemannia-Tor der Saison.

In der zweiten Halbzeit musste die Alemannia zudem einen umstrittenen Platzverweis hinnehmen, als Schiedsrichter Koki Nagamine ein vermeintliches Foulspiel von Lamar Yarbrough ahndete. Am Ende stand eine bittere 2:4-Heimniederlage – ein Ergebnis, das im Rückspiel nun korrigiert werden soll.

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