3. Liga - Saison 2026/2027 - 1. Spieltag - Sonntag 09.08.2026  - 19:30 Uhr
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„Wir können es kaum erwarten“

Der Vorbericht zum Saisonauftakt gegen den SC Verl

Bald geht es endlich wieder los: Am Sonntagabend startet Alemannia Aachen in die Spielzeit 2026/27. Zum Abschluss des 1. Spieltags empfangen die Kaiserstädter um 19:30 Uhr den SC Verl auf dem Tivoli. Das Ziel ist klar: Mit einem Heimsieg soll der Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt werden.

85 Tage liegen zwischen dem letzten Heimspiel der vergangenen und dem ersten Heimspiel der neuen Saison. Kein Wunder also, dass Cheftrainer Mersad Selimbegovic sowie die Mannschaft dem Auftakt entgegenfiebern. „Wir brauchen als Sportler diesen Druck und diesen Wettbewerb“, erklärt der Coach. Bis dahin sei der Ablauf klar: „Frühstück, Training, Frühstück, Training, Aktivierung und dann Vollgasfußball.“

Die Alemannia blickt auf eine lange Vorbereitung zurück. Auch in der neuen Saison wollen die Schwarz-Gelben wieder mutigen, intensiven und attraktiven Fußball spielen. Umso wichtiger war es, die Vorbereitung nahezu ohne größere Verletzungen absolvieren zu können. Lediglich Marius Wegmann und Ken Izekor stehen zum Saisonauftakt nicht zur Verfügung. Während Wegmann seine Handverletzung aus der vergangenen Saison auskuriert, arbeitet Izekor nach einer kleineren Verletzung bereits wieder mit Athletiktrainer Amine Abouer-Raja auf dem Platz. Besonders die Neuzugänge wurden in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt an das hohe Intensitätsniveau der Mannschaft herangeführt.

Stefan Bajic wird im Tor stehen

Mit Stefan Bajic wird einer dieser Neuzugänge am Sonntag direkt in der Startelf stehen. „Wir haben uns dafür entschieden, dass Stefan starten wird“, erklärte Selimbegovic auf der Spieltagspressekonferenz.

„Stefan ist ein junger und sehr spannender Torwart, der bei uns den nächsten Schritt gehen soll.“ Dabei werde er von Manuel Riemann unterstützt. Beide Keeper zeichnen sich laut Selimbegovic durch ihre fußballerischen Fähigkeiten aus und könnten der Mannschaft helfen, auch unter Druck spielerische Lösungen zu finden. „Stefan bekommt von uns alles, um sich weiterzuentwickeln. Und ich weiß, dass er uns das zurückgeben wird.“

Auch ein Startelfeinsatz von Kapitän Mika Hanraths gilt als wahrscheinlich. Nach seiner schweren Muskelverletzung in der Vorbereitung der vergangenen Saison konnte der Innenverteidiger die diesjährige Vorbereitung ohne Beschwerden absolvieren und stand beim Testspiel gegen Roda Kerkrade bereits über die volle Distanz auf dem Platz. „Wir hoffen, dass er auch am Wochenende über die volle Länge gehen kann“, sagt Selimbegovic.

„Sie haben einen klaren Plan“

Mit dem SC Verl wartet zum Saisonauftakt ein Gegner, der sich seit Jahren als spielstarke Mannschaft in der 3. Liga etabliert hat. Allerdings musste der Sportclub im Sommer erneut zahlreiche personelle Veränderungen verkraften. Neben Cheftrainer Tobias Strobl verließen auch mehrere Leistungsträger den Verein – darunter Topscorer Berkan Taz, einer der herausragenden Spieler der vergangenen Drittligasaison.

An der Qualität des Gegners ändert das für Selimbegovic allerdings wenig. „Alles, was sie machen, ist genau auf das ausgelegt, was sie brauchen. Sie haben einen klaren Plan und das ist in jeder Phase zu erkennen. Natürlich sieht man von außen, welche Spieler Verl verloren hat. Aber wir haben ebenfalls wichtige Spieler abgegeben. Wir werden genauso wenig anfangen zu jammern wie Verl. Mit ihren Möglichkeiten schaffen sie es gefühlt jedes Jahr, neue Rekorde zu brechen. Sie arbeiten sehr präzise und scouten hervorragend. Deshalb bin ich überzeugt, dass auch ihr neuer Trainer gut zu ihnen passt. Ihre Abläufe sind geblieben und sie werden wieder eine wichtige Rolle in der Liga spielen. Es wird ein hart umkämpftes Spiel. Entscheidend wird sein, wer sich mehr aufdrängt und den ersten Schlag setzt. Ich hoffe, dass wir das mit unseren Fans im Rücken sein werden.“

Die Rahmenbedingungen

Zum ersten Heimspiel der neuen Saison werden mehr als 22.000 Zuschauer auf dem Tivoli erwartet. Rund 150 Fans begleiten den SC Verl nach Aachen.

Wer nicht im Stadion dabei sein kann, hat wie gewohnt mehrere Möglichkeiten, die Partie live zu verfolgen: über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia-Livestream, bei MagentaSport oder im Audio-Stream des WDR.

Ein Blick auf die Bilanz spricht leicht für die Schwarz-Gelben: Von bislang 27 Pflichtspielen gewann die Alemannia zehn, neun Begegnungen endeten unentschieden und achtmal setzte sich der SC Verl durch. Das bislang letzte Duell auf dem Tivoli entschieden die Kaiserstädter ebenfalls für sich.

Geleitet wird die Partie von Schiedsrichter Justin Hasmann. In der vergangenen Saison pfiff er bereits den 3:2-Auswärtssieg der Alemannia bei der TSG Hoffenheim II. Unterstützt wird er von seinen Assistenten Oliver Lossius und Max Kluge. Vierter Offizieller ist Jan Peter Weßels.

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