Sichert euch eure Tickets für das letzte Heimspiel der Saison
Am Samstag, den 16.05.2026, empfängt Alemannia Aachen um 13:30 Uhr den TSV Havelse zum Saisonfinale auf dem Tivoli. Folgend gibt es organisatorische Hinweise zum Spiel.
Am Samstag, den 16.05.2026, empfängt Alemannia Aachen um 13:30 Uhr den TSV Havelse zum Saisonfinale auf dem Tivoli. Folgend gibt es organisatorische Hinweise zum Spiel.
Tickets: Tageskarten sind an den gängigen Vorverkaufsstellen zu den gewohnten Öffnungszeiten, bis Samstag um 9:30 Uhr online (bis Samstag 9:30 Uhr als Print@Home-Tickets oder bis Freitag, 18 Uhr mit Option Abholung am Info-Point) oder ab 11:30 Uhr (ab 10 Uhr im Fanshop) an den Tageskassen Nordost und Südost zu erwerben. An den Kassen Nordost A, Südost A und Südost B ist jeweils an einem Schalter EC-Zahlung möglich, an den restlichen Kassen nur Barzahlung. Der Vorverkauf wird empfohlen. Bis zur Halbzeitpause sind am Eingang Südost Spätkassen geöffnet. Schiedsrichterkarten gibt es am Spieltag an der Kasse Nordwest.
Hinterlegte Tages- und Dauerkarten für die Heimbereiche können bis Freitag, 18 Uhr im Fanshop am Tivoli sowie von ca. 11:15 Uhr am Info-Point (Holzbude Nähe Eingang Südwest) abgeholt werden, ab Spielbeginn bis zur Halbzeitpause an der Spätkasse am Eingang Südost.
Verfügbare Blöcke: Geöffnet werden alle Blöcke außer N1 bis N3. Die Blöcke S1 bis S6, W1 bis W3, O6 sowie der Logen- und Business-Bereich sind bereits ausverkauft.
Um beim erwarteten Andrang den Einlass zu entzerren, wird neben den Eingängen Südwest, Südost und Nordwest auch der Eingang Nordost geöffnet. Innerhalb des Heimbereichs kann der Eingang frei gewählt werden; die Karten sind an den Drehkreuzen entsprechend freigeschaltet. Lediglich für die Blöcke W3 und W4 ist zwingend der Eingang Nordwest zu nutzen.
In den Stehplatz-Blöcken muss dringend darauf geachtet werden, dass die Treppenaufgänge aus Sicherheitsgründen freigehalten werden!
In den Familienblöcken N6 und W1 gilt grundsätzlich ein Rauchverbot. Zudem sollte ein kindergerechtes Verhalten vorgelebt werden. Die Sektionaltore bleiben geöffnet.
Fans des TSV Havelse: Für Gästefans wird im Block N4 ein separater Bereich geöffnet. Gästefans, die bereits Tickets für den Block N2 gekauft haben, werden umgesetzt. Karten für den Gästebereich gibt es an der Tageskasse. Diese befindet sich an der Ecke Nordwest, der Eingang an der Ecke Nordost. Rollstuhlfahrer aus Havelse nehmen bitte den Eingang Nordwest für Rollstuhlfahrer.
Der Gästeparkplatz ist wie folgt zu erreichen: Autobahn A4 – Ausfahrt Aachen-Zentrum – rechts auf die Krefelder Straße Richtung Zentrum – am ADAC rechts in den Eulersweg – 2. links in den Soerser Weg – links abbiegen zur Straße „Am Sportpark Soers“. Navi-Adresse Soerser Weg 117.
Außerhalb des Gästeblockes mit Ausnahme des Blocks N 4 ist das Tragen von Fankleidung des Gastvereins nicht gestattet – der Zutritt wird entsprechend verweigert.
Im Block muss dringend darauf geachtet werden, dass die Treppenaufgänge aus Sicherheitsgründen freigehalten werden! Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass die Fluchttore in ihrer Funktion durch das Aufhängen von Zaunfahnen nicht beeinträchtigt werden.
Anreise / Parken:
An Heimspieltagen sind der Soerser Weg und die Parkflächen hinter dem Parkhaus ausschließlich den Gästefans vorbehalten. Diese Bereiche werden durch Sperrstellen und Sicherheitsdienst kontrolliert. Wir bitten dies bei der Anreiseplanung zu berücksichtigen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Mit dem ÖPNV:
Ab 11:30 Uhr setzt die ASEAG ab Hauptbahnhof und Bushof (alle 5 Minuten), ab Würselen (alle 10 Minuten) und ab Baesweiler/Alsdorf (alle 15 Minuten) zusätzliche Busse ein. Auch für die Linien 1, 25 (beide ab Stolberg), 35 (ab Breinig), 52 (ab Eschweiler) und 54 (ab Merkstein) werden zusätzliche Busse eingesetzt. Genauere Informationen zu den Abfahrtzeiten und Haltestellen sind unter www.aseag.de/alemannia-aachen zu finden.
Tages- und Dauerkarten gelten innerhalb der Städteregion Aachen kostenlos als Fahrausweis mit Bus und Bahn für die An- und Abreise. Wir empfehlen, wenn möglich, eine Anreise mit dem ÖPNV.
Mit dem Auto:
Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens rund um den Tivoli wird eine frühzeitige Anreise empfohlen. Informationen zu PKW-Parkplätzen finden Sie auf den Seiten der APAG: https://www.apag.de/de/event-parken/alemannia-heimspiele.
Die Zufahrt zur Nordeinfahrt des Parkhauses erfolgt ausschließlich über die Krefelder Straße und anschließend über die Albert-Servais-Allee. Hier weisen die Verkehrskadetten den Weg. Selbstverständlich ist das Parkhaus auch vom Süden aus zu erreichen über die Zufahrt am Hit. Zusätzlich stehen die Parkplätze Areal A (Zufahrt über Albert-Servais-Allee), Eissporthalle (Zufahrt über Hubert-Wienen-Straße), Finanzamt (Zufahrt über Am Gut Wolf) und Areal D (Gäste; Zufahrt über Soerser Weg) stehen zur Verfügung.
Wegen der erwarteten Besucherzahl gilt das Anwohnerschutzkonzept, d.h. insbesondere, dass einige Straßen in den umliegenden Wohngebieten nur für Anwohner befahrbar sein werden.
Bitte beachtet, dass es aktuell bei der A4 kurz vor der Ausfahrt Aachen Zentrum zu Bauarbeiten kommt. Ordnet euch dementsprechend bitte rechtzeitig auf der rechten Fahrspur ein, da ihr sonst bis zur Ausfahrt Aachen Laurensberg fahren müsst.
Stadionöffnung: Das Stadion öffnet um 11:30 Uhr. Eine frühzeitige Anreise wird dringend empfohlen. Der Fanshop öffnet um 10 Uhr und ist ab Stadionöffnung nur von innen erreichbar.
Verpflegung: Für das leibliche Wohl sind im Umlauf alle Kioske in den geöffneten Blöcken sowie der Klömpchensklub geöffnet. An den Kiosken S2 und S3 wird es eine Bier-Fastlane geben, an denen lediglich Bier und Wasser ausgeschenkt wird. Außerdem wird im Raum neben dem Fantreff unter der Werner-Fuchs-Tribüne ein weiterer Stand für den Getränkeverkauf geöffnet. Zusätzlich werden wieder Bier Runner eingesetzt. Bis zur Stadionöffnung werden die Kioske O3 und S4 nach außen geöffnet. Am Kiosk S2 ist nur Kartenzahlung möglich! Wichtig: Weiterhin dürfen pro Bestellung nur noch sechs Getränke bestellt werden. Ausnahmsweise wird im Kiosk N4 ab 15 Uhr kein Essen mehr zubereitet werden. Becherpfand kann dennoch am Kiosk abgegeben werden.
Fanparty: Ab 15:30 Uhr können die Anhänger der Alemannia auf dem Vorplatz des Tivoli zur Fanparty zusammenkommen. Auch die Mannschaft wird vor Ort sein. Alle Infos zur Fanparty sind hier zu finden.
Sonstiges: Im Stadionumlauf ist das Tivoli Echo für 1 € zu erwerben.
Übertragung Das Spiel kann – außer im Liveticker und im 100‘5 Alemannia Livestream – auch als Liveübertragung bei MagentaSport verfolgt werden.
Der Vorbericht zum Saisonfinale gegen den TSV Havelse
Ein letztes Mal in dieser Spielzeit rollt der Ball auf dem Tivoli. Zum Abschluss der Saison empfängt die Alemannia den TSV Havelse. Schon jetzt steht fest, dass die Schwarz-Gelben die Spielzeit mindestens auf Rang sieben beenden werden. Mit einem Heimsieg und passenden Ergebnissen auf den anderen Plätzen könnte die Alemannia ihre starke Saison sogar noch mit einer weiteren Verbesserung in der Tabelle krönen. Anstoß aller Partien des 38. Spieltags ist am Samstag um 13:30 Uhr.
Die schwarz-gelbe Welt war nach dem Hinspiel gegen den TSV Havelse noch eine andere. Das 1:1 war sowohl für die Mannschaft als auch für die nach Hannover mitgereisten Fans enttäuschend. So musste die Alemannia die Winterpause unter dem Strich verbringen. Was anschließend folgte, entwickelte sich jedoch zu einer der beeindruckendsten Rückrunden der Vereinsgeschichte. „Das Ziel für uns war klar. Wir wollten über den Strich kommen und in den letzten fünf Spielen möglichst nicht mehr auf die Konkurrenz schauen müssen. Ich bin ein sehr optimistischer Mensch und immer voller Tatendrang und Energie. Ich habe immer an die Mannschaft geglaubt. Aber wenn ich behaupten würde, dass ich mit so einer Entwicklung gerechnet habe, würde ich rot werden.“
Mit zwölf Siegen und insgesamt 40 Punkten ist die Alemannia das zweitbeste Rückrundenteam der Liga. Die Mannschaft arbeitete sich von Tabellenplatz 17 bis in die obere Tabellenhälfte vor und sorgte damit für große Euphorie rund um den Tivoli. „Die Rückrunde ist ein riesiger Erfolg“, betont Selimbegović deshalb vor dem Saisonfinale. „Die Mannschaft hat sich die bestmögliche Unterstützung und Verabschiedung verdient.“
Für einige Spieler wird die Partie gegen Havelse zugleich der letzte Auftritt im Alemannia-Trikot sein. Verabschiedet werden Sasa Strujic, Nils Winter, Bentley Baxter Bahn, Lamar Yarbrough sowie Felix Meyer. Auch die Leihspieler werden vor dem Saisonende verabschiedet. Möglichst viele der Spieler sollen dabei noch einmal auf dem Platz stehen – einzig Lamar Yarbrough wird verletzungsbedingt nicht mitwirken können.
Entsprechend emotional verlief auch die Trainingswoche. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich gemischte Gefühle habe“, erklärt Selimbegović. „Ich weiß ja, dass die Mannschaft, die die Rückrunde in dieser Konstellation gerockt hat, auseinandergehen wird. Trotzdem sind die Jungs fokussiert und bereit. Wir wollen es bis zum Ende durchziehen.“ Gleichzeitig betont der Cheftrainer, dass in den vergangenen Monaten rund um den Tivoli etwas Besonderes entstanden sei – sportlich wie auch zwischen Mannschaft und Fans.
Mersad Selimbegovic warnt vor der Effektivität des TSV Havelse
Und dieses Besondere soll auch morgen noch einmal im Heimspiel gegen den TSV Havelse gezeigt werden. Der kommende Gegner der Alemannia steht bereits als Absteiger fest, kann dadurch aber auch befreit aufspielen. Die Niedersachsen werden die Atmosphäre des Tivoli sicher auch für sich nutzen wollen.
„Havelse ist ein guter Gegner, der in der Rückrunde 22 Punkte geholt hat und auch in Duisburg unentschieden gespielt hat. Gegen Verl haben sie in Unterzahl 2:2 gespielt. Sie machen aus ihren Möglichkeiten sehr viel, haben einen guten Trainer und Spieler, die mitziehen“, erklärt Selimbegovic mit Blick auf das letzte Heimspiel. Dabei betont er auch, dass Havelse eine der laufintensivsten Mannschaften der Liga sei. Dazu bringe die Mannschaft von Trainer Samir Ferchichi eine große Effektivität mit. Gerade bei Standardsituationen seien sie sehr kaltschnäuzig.
Personal und Rahmenbedingungen
Personell muss die Alemannia im Saisonfinale weiterhin auf einige Spieler verzichten. Joel da Silva Kiala fehlt aufgrund einer Gelbsperre. Zudem werden bei mehreren angeschlagenen beziehungsweise verletzten Spielern keine Risiken eingegangen. Lamar Yarbrough, Marius Wegmann, Gianluca Gaudino, Gideon Jung, Emmanuel Elekwa und Florian Heister stehen daher nicht zur Verfügung.
Dafür dürfen sich die Fans nach seinem Comeback in Köln erneut auf einen Einsatz von Kapitän Mika Hanraths freuen. Wie lange der Innenverteidiger spielen wird, ist zwar noch offen, eingeplant ist sein Einsatz aber in jedem Fall.
Zum letzten Heimspiel der Saison werden rund 25.500 Zuschauer auf dem Tivoli erwartet. „Das spricht für die Mannschaft, den Verein und die Stadt“, sagt Selimbegović mit Blick auf die Unterstützung der Fans. „Unsere Anhänger haben einen großen Anteil daran, wie sich die Saison entwickelt hat. Gerade auswärts war das außergewöhnlich. Genau für solche Momente spielt man Fußball.“
Wer nicht vor Ort im Stadion sein kann, hat wie gewohnt mehrere Möglichkeiten, die Partie live zu verfolgen: über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia-Livestream oder bei MagentaSport.
Bislang gab es ausschließlich ein Aufeinandertreffen zwischen der Alemannia und dem TSV Havelse. Im letzten Spiel der Hinrunde trennten sich beide Mannschaften im Eilenriedestadion mit 1:1.
Das Saisonfinale der Alemannia wird von Luca Jürgensen geleitet. Dabei wird der gebürtige Hamburger an den Linien durch seine beiden Assistenten Fabian Porsch und Gerhard Alexander Ludolph. Vierter Offizieller ist Cengiz Kabalakli.
Alemannia Aachen: Riemann – Winter (59. Scepanik), Hanraths (70. Torsiello), Bagkalianis (46. Wagner), Strujic (83. Castelle) – Wiebe – Oehmichen, Loune (46. Ademi), Bahn, Gindorf – Schroers / Trainer: Mersad Selimbegović
TSV Havelse: Quindt (90+1. Dlugaiczyk) – Behrens, Belkahia, Duah – Sommer, Berger, Ilic (90+1. Özdemir) – Schepp (61. Müller), Düker, Boujellab (75. Jaeschke) – Rexhepi (61. Paldino) / Trainer: Samir Ferchichi
1:0 Gindorf (7.), 2:0 Schroers (46.), 2:1 Ilic (52.), 3:1 Gindorf (54.), 4:1 Schroers (55.), 5:1 Wiebe (74.), 6:1 Gindorf (89.)
Loune (9.), Behrens (21.), Quindt (45.+1), Boujellab (61.)
4 / 3
Luca Jürgensen (Hamburg) – Fabian Porsch, Gerhard Alexander Ludolph
25.409 (davon ca. 50 aus Havelse)
11 Grad, bewölkt
Riemann hält Foulelfmeter von Berger (32.).
Alemannia beendet die Saison mit einem 6:1 gegen den TSV Havelse
Was für eine Spielzeit liegt hinter der Alemannia. Im Winter noch auf einem Abstiegsplatz positioniert, beenden die Kaiserstädter die Saison 2025/26 auf dem 7. Tabellenplatz mit wahnsinnigen 64 Punkten. Im letzten Spiel gegen den TSV Havelse verabschiedeten sich die Kaiserstädter mit einem Schützenfest von den eigenen Fans. Lars Gindorf brachte die Alemannia früh in Führung (7.). Manuel Riemann rettete diese dank eines parierten Elfmeters (32.). In der zweiten Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst erhöhte Mika Schroers (46.), dann verkürzte Marko Ilic (52.). Erneut Gindorf (54.) sowie Schroers (55.) trieben mit der Hilfe von Danilo Wiebe (74.) das Ergebnis weiter nach oben. Den Schlusspunkt setzte natürlich Gindorf und schrieb mit dem letzten Tor der Aachener Saison Geschichte (89.).
Cheftrainer Mersad Selimbegovic kündigte bereits in der Spieltagspressekonferenz an, dass es Veränderungen in der Startelf geben würde. Sasa Strujic, Nils Winter und Bentley Baxter Bahn kamen von Beginn an zum Einsatz und bei ihrem Abschied auf dem Tivoli. Auch Kapitän Mika Hanraths feierte sein Pflichtspieldebüt vor heimischer Kulisse.
Havelse stand bereits vor dem Spiel als Absteiger fest und spielte befreit auf. Immer wieder kamen die Gäste in der ersten Hälfte durch schnelle und direkte Zuspiele zu aussichtsreichen Möglichkeiten und so gehörte auch die erste Aktion des Spiels den Niedersachsen. Ein Zuspiel von Arlind Rexhepi ins Zentrum wurde von Petros Bagkalianis unglücklich scharf gemacht, aber Riemann konnte parieren (5.). Direkt im Gegenzug ging die Alemannia aber in Führung. Bahn chippte einen Ball aus dem Mittelfeld in den Sechzehner. Gindorf kam als erstes an das Spielgerät, umkurvte Keeper Norman Quindt und schob sicher ein (7.). Zu diesem Zeitpunkt fehlten Gindorf noch zwei Tore für den alleinigen Rekord für die meisten Tore in einer Drittligasaison seit ihrer Gründung.
Das Spiel blieb aber auch in der Folge ausgeglichen und Havelse hatte die XXL-Chance auf den Ausgleich, doch Nassim Boujellab brachte einen Querpass nicht im Tor unter, sondern traf nur den Pfosten (27.). Wenig später folgte die nächste große Chance für die Gäste, nachdem Nils Winter Ilic im Sechzehner zu Boden zerrte. Es gab Strafstoß, aber Johann Berger konnte Riemann mit seinem Schuss nicht überwinden (32.). Am Ende ging es mit der knappen Führung in die Pause.
Verrückte Minuten nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine Halbzeit, die sinnbildlich für die Rückrunde dieser aufopferungsvollen und spielstarken Alemannia Truppe stand – nämlich eine wahnsinnige.
Schroers eröffnete die zweiten 45 Minuten mit einem Blitztor. Nach gerade einmal 35 Sekunden setzte er sich links im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durch und hämmerte den Ball aufs Tor. Quindt konnte den Einschlag nicht mehr verhindern (46.).
Havelse spielte aber – zu dieser Phase – weiter nach vorne und kam auch zum schnellen Anschlusstreffer. Leon Sommer war nach einem langen Ball durch und fand mit seinem Zuspiel Ilic, der sicher verwertete (52.). Das Tor für die Gäste ging aufgrund der Anzahl ihrer Chancen auch in Ordnung. In der Folge spielte jedoch nur noch die Alemannia.
Wer aber dachte, dass sich nun ein enges Spiel entwickeln würde, der sah sich getäuscht. Es entwickelte sich nämlich ein Sturmlauf der Alemannia. Nachdem Winter sich in den Strafraum vorkämpfte, wurde er von Dennis Duah zu Boden gerissen – auch hier gab es zurecht einen Strafstoß. Natürlich nahm sich erneut Gindorf der Sache an und drosch den Ball links in die Maschen (54.). Zu diesem Zeitpunkt hatte die Leihgabe aus Hannover genauso viele Tore erzielt wie einst Dominik Stroh-Engel, mit dem er sich nun den Rekord teilte. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff erzielte dann auch Schroers sein zweites Tor des Tages. Gindorf rettete eine zu lange Flanke und legte per Kopf ab auf Bahn. Der machte den Ball mit dem Rücken zum Tor fest und legte ab auf Schroers. Der Aachener versenkte das Spielgerät im Anschluss kompromisslos im Tor (55.).
Wiebe-Knaller und Abschiede von Nils Winter und Sasa Strujic
Der Tivoli konnte sich vor Emotionen kaum noch retten. Nach den vielen Toren nach dem Seitenwechsel erhob sich nun das Aachener Publikum zur Auswechslung von Nils Winter. Unter Standing Ovations verließ er den Platz für Lukas Scepanik (59.).
Die Aachener rennten auch in der Folge wie die Verrückten an und schnürten Havelse am eigenen Sechzehner ein. Nach einem Steckpass von Bahn auf Gindorf wäre es beinahe schon soweit gewesen mit dem Rekord, aber Quindt parierte zur Ecke. Nach der folgenden Hereingabe kam der Ball aber an der Sechzehnerkante zu Wiebe, der volley abzog und trocken verwandelte – Marke Traumtor (74.).
In der 83. Minute war es dann auch bei Sasa Strujic der Zeitpunkt seiner Auswechslung gekommen. Der Doublesieger und Aufstiegsheld verließ ähnlich wie zuvor Winter den Platz unter dem Applaus des Publikums sowie den Umarmungen seiner Mitspieler.
Der Rekord ist gebrochen
In den letzten Minuten war das Spiel der Alemannia ausschließlich auf ein drittes Tor von Lars Gindorf ausgelegt Alle wollten, dass sich der gebürtige Saarländer mit dem Rekord belohnt – und so sollte es auch geschehen!
Schroers – der geniale Partner von Gindorf – wurde auf der rechten Seite steil geschickt und lief seinen Bewachern davon. Er blickte Richtung Strafraum, sah Gindorf und brachte die Kugel scharf vor das Tor. Gindorf musste schließlich nur noch einschieben (89.).
Was folgte war eine pure Explosion des Tivoli. Sämtliche Spieler auf dem Platz sowie die gesamte Bank machte sich im Vollsprint auf den Weg zu Gindorf, der sich vor der Werner-Fuchs-Tribüne für seinen Rekord feiern ließ. Mit dem Schlusspfiff endete damit eine Saison, die am Tivoli wohl niemand so schnell vergessen wird – eine Spielzeit, die mit Rückschlägen begann, mit einer verrückten Aufholjagd weiterging und mit einer Mannschaft endet, die sich in die Herzen der schwarz-gelben Fans gespielt hat.