Stadioneinlass erst ab 18 Uhr aufgrund des Feiertages
Am Sonntag, 01.11.2026, empfängt Alemannia Aachen um 19:30 Uhr den SC Preußen Münster zum 12. Spieltag auf dem Tivoli. Folgend gibt es organisatorische Hinweise zum Spiel.
Am Sonntag, 01.11.2026, empfängt Alemannia Aachen um 19:30 Uhr den SC Preußen Münster zum 12. Spieltag auf dem Tivoli. Aufgrund des Feiertages Allerheiligen und der damit verbundenen gesetzlichen Auflagen gilt es an diesem Spieltag einige Änderungen zu den sonstigen Heimspielen auf dem Tivoli zu beachten. So ist der Stadioneinlass erst ab 18 Uhr möglich. Folgend gibt es organisatorische Hinweise zum Spiel.
Tickets: Tageskarten sind an den gängigen Vorverkaufsstellen zu den gewohnten Öffnungszeiten, bis Sonntag um 17:30 Uhr online (bis Sonntag 17:30 Uhr als Print@Home-Tickets/ bis Freitag 18 Uhr mit Option Abholung) oder ab 17:30 Uhr an den Tageskassen Nordost, Südost und Südwest zu erwerben. An den Kassen Nordost A, Südost A und Südost B ist jeweils an einem Schalter EC-Zahlung möglich, an den restlichen Kassen nur Barzahlung. Der Vorverkauf wird empfohlen. Bis zur Halbzeitpause sind am Eingang Südost Spätkassen geöffnet. Schiedsrichterkarten gibt es am Spieltag an der Kasse Nordwest.
Hinterlegte Tageskarten für die Heimbereiche können am Spieltag von ca. 17:15 am Info-Point (Holzbude Nähe Eingang Südwest) abgeholt werden, ab Spielbeginn bis zur Halbzeitpause an der Spätkasse am Eingang Südost.
Verfügbare Blöcke: Geöffnet werden Block O1-O6, Block S1-S6, Block W1-W4, Block N6, die Rollstuhlplätze sowie der Logen- und Businessbereich. Die Blöcke S3 und S4, W1 und W2 sowie der Logen- und Businessbereich sind bereits ausverkauft.
Es werden die Eingänge Südwest, Südost, Nordost und Nordwest geöffnet. Innerhalb des Heimbereichs kann der Eingang frei gewählt werden; die Karten sind an den Drehkreuzen entsprechend freigeschaltet. Lediglich für die Blöcke W3 und W4 ist zwingend der Eingang Nordwest zu nutzen.
In den Stehplatz-Blöcken muss dringend darauf geachtet werden, dass die Treppenaufgänge aus Sicherheitsgründen freigehalten werden müssen!
In den Familienblöcken N6 und W1 gilt grundsätzlich ein Rauchverbot. Zudem sollte ein kindergerechtes Verhalten vorgelebt werden.
Fans des SC Preußen Münster: Für Gästefans werden die Blöcke N1 und N2 geöffnet. Der Eingang und Tageskasse befinden sich im Nordwesten des Stadions aus durch den Tunnel – bitte beachtet die Hinweise des Ordnungsdienstes. An der Gästekasse ist nur Barzahlung möglich. Rollstuhlfahrer aus Münster nehmen bitte den Eingang Nordwest für Rollstuhlfahrer.
Außerhalb des Gästeblockes ist das Tragen von Fankleidung des Gastvereins nicht gestattet.
Im Gästeblock muss dringend darauf geachtet werden, dass die Treppenaufgänge aus Sicherheitsgründen freigehalten werden müssen! Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass die Fluchttore in ihrer Funktion durch das Aufhängen von Zaunfahnen nicht beeinträchtigt werden.
Gästefans nutzen für die Anreise bitte folgende Route: Autobahn A4 → Ausfahrt Aachen-Zentrum passieren → nächste Ausfahrt Aachen-Laurensberg nehmen → rechts abbiegen und wieder auf die A4 Richtung Köln / Kreuz Aachen auffahren → Ausfahrt Aachen-Zentrum nehmen → rechts auf die Krefelder Straße Richtung Zentrum abbiegen → am ADAC rechts in den Eulersweg → 2. links in den Soerser Weg → links abbiegen in die Straße „Am Sportpark Soers“
Anreise mit der Bahn: Gästefans, die mit der Bahn nach Aachen reisen, finden am Aachener Hauptbahnhof Shuttlebusse vor, die bis zum Gästeeingang des Tivoli fahren. Diese Busse erreicht man, wenn man den Bahnhof über den ausgewiesenen Seiteneingang/ausgang verlässt. Dies gilt auch für die Rückfahrt nach dem Spiel. Bitte zügig in die Busse einsteigen.
Anreise / Parken:
Mit dem ÖPNV:
Ab 17:00 Uhr setzt die ASEAG ab Hauptbahnhof und Bushof (alle 5-7,5 Minuten), ab Würselen (alle 10-15 Minuten) und ab Baesweiler/Alsdorf (alle 15 Minuten) zusätzliche Busse ein. Auch für die Linien 1, 25 (beide ab Stolberg), 35 (ab Breinig), 52 (ab Eschweiler) und 54 (ab Merkstein) werden zusätzliche Busse eingesetzt. Genauere Informationen zu den Abfahrtzeiten und Haltestellen sind unter www.aseag.de/alemannia-aachen zu finden.
Tages- und Dauerkarten gelten innerhalb der Städteregion Aachen kostenlos als Fahrausweis mit Bus und Bahn für die An- und Abreise. Wir empfehlen, wenn möglich, eine Anreise mit dem ÖPNV.
Mit dem PKW:
Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens rund um den Tivoli wird eine frühzeitige Anreise empfohlen. Informationen zu PKW-Parkplätzen finden Sie auf den Seiten der APAG: https://www.apag.de/de/event-parken/alemannia-heimspiele.
Die Zufahrt zur Nordeinfahrt des Parkhauses erfolgt ausschließlich über die Krefelder Straße und anschließend über die Albert-Servais-Allee. Hier weisen die Verkehrskadetten den Weg. Selbstverständlich ist das Parkhaus auch vom Süden aus zu erreichen über die Zufahrt am Hit. Zusätzlich stehen die Parkplätze Areal A (Zufahrt über Albert-Servais-Allee), Eissporthalle (Zufahrt über Albert-Servais-Allee), Finanzamt (Zufahrt über Am Gut Wolf) und Areal D (Gäste; Zufahrt über Soerser Weg) zur Verfügung. Wir empfehlen nachdrücklich die Anreise mit dem ÖPNV.
Wegen der erwarteten Besucherzahl gilt das Anwohnerschutzkonzept, d.h. insbesondere, dass einige Straßen in den umliegenden Wohngebieten nur für Anwohner befahrbar sein werden.
Achtung: Bitte beachtet, dass es aktuell bei der A4 kurz vor der Ausfahrt Aachen Zentrum zu Bauarbeiten kommt und die Ausfahrt Aachen Zentrum in Richtung Niederlande gesperrt ist. Orientiert euch an der offiziellen Umleitung über die Autobahn-Abfahrt Laurensberg oder ihr nehmt die A544 Richtung Europaplatz und nehmt die Ausfahrt Aachen Rothe Erde.
Awareness: Zur Saison 2026/27 greift das neue Awareness-Konzept der Alemannia. Das Herzstück des neuen Konzepts ist das Awareness-Team. Alle Mitglieder wurden vor ihrem Einsatz besonders geschult. Sie lernen, wie sie Menschen in schwierigen Situationen unterstützen können, welche rechtlichen Regeln wichtig sind und wie eine gute und respektvolle Kommunikation funktioniert. Damit alle Besucherinnen und Besucher das Team am Spieltag leicht erkennen können, trägt es einheitliche Kleidung mit einem eigenen Symbol. Die Mitglieder sind an festen Stellen im Stadion zu finden und gehen außerdem durch das Stadion, damit sie schnell helfen können.
Menschen, die Hilfe brauchen oder einen Vorfall melden möchten, sollen das schnell und einfach tun können. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann das Awareness-Team direkt ansprechen, eine digitale Meldeplattform nutzen, die Notfall-Hotline anrufen oder das Codewort „Wo ist Karla“ verwenden. Auch am Fan-Treff gibt es eine feste Anlaufstelle. Die verschiedenen Möglichkeiten werden im Stadion sichtbar sein.
Stadionöffnung: Aufgrund der gesetzlichen Auflagen des Feiertages ist am Sonntag die Stadionöffnung erst um 18 Uhr möglich. Der Fanshop öffnet ebenfalls um 18 Uhr, der Zutritt ist allerdings nur innerhalb des Stadions möglich.
Biergarten: Auch der Biergarten auf dem Tivoli-Vorplatz muss aufgrund der gesetzlichen Auflagen des Feiertages geschlossen bleiben. Zum kommenden Heimspiel gegen Waldhof Mannheim steht der Biergarten aber wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Verpflegung: Für das leibliche Wohl sind im Umlauf alle Kioske in den geöffneten Blöcken sowie der Klömpchensklub geöffnet. Am Kiosk S2 wird es eine Bier-Fastlane geben, an denen lediglich Bier und Wasser ausgeschenkt wird. Außerdem wird im Raum neben dem Fantreff unter der Werner-Fuchs-Tribüne ein weiterer Stand für den Getränkeverkauf geöffnet. Zusätzlich werden wieder Bier Runner eingesetzt. Bis zur Stadionöffnung werden auf dem Vorplatz Kioske nach außen geöffnet. An den Kiosken O1 bis O4 sowie S2 bis S4 ist nur Kartenzahlung möglich! Wichtig: Weiterhin dürfen pro Bestellung nur noch sechs Getränke bestellt werden.
Sonstiges: Am Fantreff können Inhaber einer Auswärtsdauerkarte ihre Karten für das Spiel bei Rot-Weiss Essen abholen. Es wird kein Verkauf von Tickets für das Spiel in Essen am Fantreff geben.
Übertragung: Das Spiel kann – außer im Liveticker und im 100‘5 Alemannia Livestream – auch als Liveübertragung bei MagentaSport verfolgt werden. Darüber hinaus bietet der WDR einen Audio-Livestream an.
Der Vorbericht zum Spiel gegen Preußen Münster
Alemannia Aachen beschließt am Sonntag um 19:30 Uhr den 12. Spieltag mit dem West-Duell gegen Preußen Münster. Gegen die Westfalen soll der 3. Sieg in Serie in einer engen 3. Liga gelingen.
Wie eng es in der 3. Liga zugeht, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Zwischen dem viertplatzierten 1. FC Saarbrücken und dem VfB Stuttgart II auf Rang 14 liegen gerade einmal drei Punkte. Ein Sieg oder eine Niederlage kann für zahlreiche Mannschaften also bereits eine deutliche Veränderung in der Tabelle bedeuten. Die Alemannia befindet sich in dieser engen Konstellation aktuell auf dem fünften Platz. „Wenn man sich in Europa umschaut, findet man das nicht so oft. Das ist aber genau das, was wir von Anfang an predigen, dass zwei Siege oder auch zwei Niederlagen am Ende nicht so viel bedeuten, da sich die Tabelle schnell drehen kann. Die zwei Siege tun uns aber natürlich gut und die brauchen wir auch bei unserer jungen Mannschaft, damit sie weiter wachsen kann. Das müssen wir jetzt mitnehmen und versuchen nachzulegen. Dann können wir uns etwas absetzen. Wir sind gut beraten, bodenständig und fleißig weiterzuarbeiten“, ordnet Alemannias Cheftrainer Mersad Selimbegovic die aktuelle Tabellensituation ein.
Zuletzt stark nach ruhenden Bällen
In den beiden zuletzt erfolgreichen Spielen präsentierte sich die Alemannia vor allem bei Standardsituationen gefährlich. Während Lukas Scepanik gegen Hansa Rostock einen Freistoß aus rund 30 Metern direkt verwandelte, zeigten sich die Kaiserstädter im Duell mit dem VfB Stuttgart II nach Eckbällen eiskalt und trafen gleich doppelt.
Die aktuelle Stärke bei ruhenden Bällen kommt nicht von ungefähr. Bereits seit Saisonbeginn investiert die Alemannia viel Arbeit in Standardsituationen. Laut Selimbegovic zeichnet sich die Mannschaft dabei durch Kreativität und Entschlossenheit in den Zweikämpfen aus.
Die Standardstärke geht zudem auch auf Matti Wagner zurück. Er führte die beiden Eckbälle aus, die gegen den VfB II jeweils zum Torerfolg führten und kommt auf bereits auf vier Torvorlagen – so viele wie nie zuvor in der 3. Liga. Für Selimbegovic sind Wagners aktuelle Leistungen keine Überraschung. Vielmehr sieht der Trainer noch weiteres Potenzial: „Ich weiß, dass in ihm noch mehr drinnen steckt. Ich hoffe, dass er sich noch mehr traut und den nächsten Schritt macht. Wenn er das macht, sind wir nochmal um einiges besser.“
Preußen Münster und die typische Saison eines Zweitligaabsteigers
Mit zwei Punkten weniger als die Alemannia liegt Münster auf dem 11. Tabellenplatz – wo wir wieder bei der engen Liga wären. Nach einem starken Start blieben die Westfalen aber zuletzt fünf Spiele in Folge ohne Sieg, ehe gegen Fortuna Köln am letzten Spieltag mit einem glücklichen 1:0-Sieg der Befreiungsschlag gelang.
Es ist somit die klassische Saison eines Vereins, der den Weg aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga angetreten ist. Die meisten Vereine tun sich mit dem Neuanfang in der 3. Liga schwer – manche treten sogar den direkten Weg in die Regionalliga an. Ein solches Horrorszenario ist bei den Preußen aber unwahrscheinlich. Die Münsteraner verfügen schließlich über einen starken Kader. „Sie haben viele gute Spieler mit Zweitliga-, teilweise sogar Erstligaerfahrung, die Spiele entscheiden können“, betont auch Selimbegovic. Viele von eben diesen Spielern sind aber verletzt und werden im Spiel gegen die Alemannia nicht mitwirken können.
Die Rahmenbedingungen und das Personal
Auch bei der Alemannia werden drei Spieler das kommende Spiel verletzungsbedingt verpassen. Dennoch gibt es bei Gideon Jung, Jonas Oehmichen und Marius Wegmann gute Nachrichten. Jung konnte wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. Oehmichen darf ab kommender Woche wieder mit auf den Platz. Bei Marius Wegmann sehen die Untersuchungen ebenfalls gut aus. Er soll in Kürze wieder mit individuellem Training auf dem Platz beginnen. Bei Gideon Jung und Jonas Oehmichen hofft man auf Einsätze nach der Länderspielpause im November.
Alemannia Aachen rechnet am Sonntag mit 22.000 Fans auf dem Tivoli. Darunter sind auch 1.800 Fans aus Münster.
Wer nicht im Stadion dabei sein kann, hat wie gewohnt mehrere Möglichkeiten, die Partie live zu verfolgen: über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia-Livestream oder bei MagentaSport. Der WDR bietet ebenfalls einen Audio-Livestream an.
Alemannia Aachen und Preußen Münster – ein echtes Traditionsduell im Westen. 78 Mal trafen beide Vereine aufeinander, häufiger mit dem besseren Ende für die Alemannia. 31 Mal gingen die Kaiserstädter als Sieger vom Platz, 26 Mal die Münsteraner. 21 weitere Spiele endeten in einer Punkteteilung.
Das Spiel am Sonntagabend wird von Tom Bauer geleitet. Der 30-jährige Schiedsrichter ist zumeist in der 2. Bundeliga im Einsatz. Nun folgt sein zweiter Drittligaeinsatz in dieser Saison. Unterstützt wird er an den Linien durch Luca Schlosser sowie Julian Bergmann. Vierter Offizieller ist Jan Peter Weßels.
Alemannia Aachen: Riemann – da Silva Kiala, Leonard, Bagkalianis – Scepanik (90+1. Koscierski), Wiebe, Loune (90+1. Wäschenbach), Wagner – Köster (73. Torsiello), Ermolaev (73. von der Hitz) – Schroers (84. Bitumazala) / Trainer: Mersad Selimbegović
Preußen Münster: Harsman – Knulis, Dietrich, Rösch (77. Paetow) – Kolbe, Adeh (73. Batmaz), Maier, Varelmann – Makridis, Mees (66. Ndikom) – Higl (73. Schulz) / Trainer: Thomas Wörle
1:0 Schroers (14.), 2:0 da Silva Kiala (43.), 2:1 Ndikom (90.)
(66.), Makridis (71.), Dietrich (76.), Bagkalianis (77.), Maier (77.), Dietrich (82.)
4 / 6
Tom Bauer (Mainz) – Luca Schlosser, Julian Bergmann
22.313 (davon ca. 1.850 aus Münster)
8 Grad, bewölkt
Gelbe Karte für Münsteraner Bank (66.)
Joel da Silva Kiala erzielt traumhaftes erstes Profitor
Alemannia Aachen feiert zum Abschluss des 12. Spieltags einen 2:1-Heimsieg gegen den SC Preußen Münster. Mika Schroers (15.) und Joel da Silva Kiala mit einem sehenswerten Dribbling (43.) brachten die Alemannia bereits in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße. Die Gäste kamen nach einer Gelb-Roten Karte für Tim-Justin Dietrich (82.) zwar noch durch Montell Ndikom zum Anschlusstreffer (90.), konnten den Aachener Heimsieg aber nicht mehr verhindern.
Für den dritten Sieg in Serie vertraute Cheftrainer Mersad Selimbegovic zum ebenfalls dritten Mal in Folge auf dieselbe Startaufstellung. Eine Entscheidung, die sich als richtig erweisen sollte. Die Kaiserstädter bestimmten über weite Strecken der ersten Halbzeit das Spielgeschehen, ließen den Ball durch die eigenen Reihen laufen und hielten die Gäste weitgehend vom eigenen Tor fern. Bereits nach wenigen Minuten hätte die Alemannia in Führung gehen können. Erneut sorgte Matti Wagner mit einer scharfen Hereingabe von der linken Seite für Gefahr. Louis Köster erreichte das flache Zuspiel, traf allerdings nur die Latte (5.). Doch auch die Gäste erspielten sich in der Folge ihre erste gute Möglichkeit und schafften es, die ansonsten aufmerksame Aachener Defensive zu überwinden. So kam Haralambos Makridis im Sechzehner zum Abschluss, doch Routinier Manuel Riemann verkürzte geschickt den Winkel und parierte mit der Brust (13.).
Mika Schroers und Joel da Silva Kiala treffen vor der Pause
Der dritte Abschluss der Partie fand schließlich seinen Weg ins Tor. Danilo Wiebe hatte den Blick für den durchstartenden Schroers. Der Offensivspieler hatte in der vergangenen Woche gegen den VfB Stuttgart II immer wieder seinen Meister im Keeper Marius Funk gefunden. Diesmal blieb er eiskalt vor dem Tor: Mit seinem Schuss ließ Schroers Münsters Torhüter Matthis Harsmann keine Abwehrchance und brachte die Alemannia in Führung (15.).
Die Führung war aus Aachener Sicht trotz der vorherigen Chance von Makridis verdient. Die Kaiserstädter hätten das Ergebnis in der Folge weiter in die Höhe schrauben können, spielten vor dem gegnerischen Sechzehner aber teilweise zu ungenau und ließen so die eine oder andere Möglichkeit ungenutzt. Wenige Minuten vor dem Pausenpfiff bot sich den Kaiserstädtern dann sogar eine Dreifachchance: Zunächst wurde ein Schuss von Georg Ermolaev am Ende eines Konters im Sechzehner noch geblockt. Wagner machte den Ball anschließend wieder scharf für Schroers, der die Kugel allerdings nicht in Richtung Tor bringen konnte. Stattdessen legte er im zweiten Versuch für Lukas Scepanik auf. Der kam einige Meter vor dem Tor zwar frei zum Abschluss, schoss im Fallen aber über den Kasten (41.).
Das zweite Tor war allerdings nur aufgeschoben und nicht aufgehoben. Dafür sorgte Joel da Silva Kiala. Der Innenverteidiger schnappte sich den Ball kurz vor der Mittellinie und setzte zum Dribbling an. Vor dem Sechzehner der Westfalen ließ er gleich drei Gegenspieler stehen, drang in den Strafraum ein und vollendete sicher ins linke untere Eck (43.). Sein erstes Tor für die Alemannia in einem Pflichtspiel war direkt ein besonders sehenswertes und sorgte zudem für eine komfortable Halbzeitführung.
Preußen Münster kommt mit Dampf aus der Kabine
Nach dem Seitenwechsel waren aber zunächst die Gäste das druckvollere Team und erspielten sich Möglichkeiten auf einen Anschlusstreffer. Makridis fand mit seiner Hereingabe Romario Rösch, der per Kopf allerdings an Manuel Riemann scheiterte (50.). Nur zwei Minuten später war es erneut Rösch. Diesmal suchte er nicht direkt den Abschluss, sondern nahm eine Hereingabe von der rechten Seite zunächst an, ehe er den Ball in Richtung Tor jagte, dieses aber knapp verfehlte (52.).
In der Folge fanden die Kaiserstädter jedoch immer besser in den zweiten Durchgang. Die Alemannia gewann wieder vermehrt Zweikämpfe, hielt den Ball in den eigenen Reihen und suchte den Weg nach vorne. Eigene Torchancen blieben im zweiten Durchgang allerdings eher die Ausnahme. Stattdessen feierte sich Schwarz-Gelb für jeden gewonnenen Zweikampf und ganz besonders für einen zwischen Fabio Torsiello und Dietrich kurz vor Schluss. Der eingewechselte Torsiello luchste dem Münsteraner Abwehrspieler den Ball ab und wurde im nächsten Augenblick vom bereits verwarnten Dietrich zu Fall gebracht. Es folgte die Gelb-Rote Karte und damit die Überzahl für die Alemannia (82.).
In den Schlussminuten wollte die Alemannia die Partie eigentlich in Ruhe zu Ende spielen, erlaubte sich jedoch einige Ungenauigkeiten in der eigenen Hälfte und brachte die Preußen dadurch noch einmal in aussichtsreiche Abschlusspositionen. Zunächst kam Malik Batmaz im Sechzehner zum Schuss, setzte den Ball aber rechts am Tor vorbei (89.). Nur eine Zeigerumdrehung später folgte dann die Schrecksekunde: Montell Ndikom zog von der Sechzehnerkante ab. Riemann konnte den verdeckten Schuss nicht mehr parieren (90.).
In den verbleibenden Minuten mussten die Kaiserstädter noch einmal zittern, ließen jedoch keine weiteren gefährlichen Chancen der Gäste zu und brachten den Heimsieg über die Zeit. Damit feiert die Alemannia den dritten Sieg in Folge. Nach zwölf absolvierten Spieltagen stehen nun bereits 20 Punkte auf dem Konto der Schwarz-Gelben, die damit den fünften Tabellenplatz belegen. Jetzt richtet sich der Blick auf den Westschlager gegen Rot-Weiss Essen.
Mersad Selimbegovic: „Es war ein Spiel, in dem du die Momente auf deiner Seite gebraucht hast. Wir hätte in der ersten Halbzeit noch mehr Gelegenheiten nutzen können, wenn ich auf manche Umschaltsituationen gucke. Zum Beispiel der Schuss von Gigi, der im Sechzehner geblockt wurde, oder Scepi, der aus sechs Metern über das Tor schießt.
In der zweiten Halbzeit hatten wir das Gefühl, dass wir etwas verlieren könnten. Wir hätten hier noch mutiger und entschlossener auf das dritte Tor gehen können. In der Folge hatten wir dann auch immer mal wieder diese Momente, dass Manu auch zwei Dinger richtig gut gehalten hat. Wir haben zu viele Flanken zugelassen und im Sechzehner war immer mal wieder zu viel los. Die langen Einwürfe waren auch nicht leicht zu verteidigen, aber wir sind immer wieder dazwischen gekommen.
Mit dem Wechsel auf einen schnellen Spieler wie Fabio Torsiello haben wir unser Ziel dann beinahe erreicht. Fabio hat die Gelb-Rote Karte mit seiner Entschlossenheit erzwungen. Wir müssen hier den Schritt machen, dass wir das Spiel endgültig entscheiden. Wir müssen im Ballbesitz zielstrebiger sein, auch wenn wir einer mehr sind. Du darfst dem Gegner nicht erlauben, dass er dich 30 Meter vor deinem Tor unter Druck setzen kann. Hier haben wir ein paar Entscheidungen nicht gut getroffen und wollten manche Sachen zu schön lösen. Wir müssen das Spiel in die gegnerische Halbzeit verlagern. Dazu gehört, dass du auch mal zur Eckfahne spielen musst, um dich dort zu behaupten. Wenn du da den Ball verlierst, kann es nicht gefährlich werden.
Die letzten drei Minuten war es dann doch wieder etwas spannender. Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt, der gut organisiert ist und auch gut auf uns eingestellt war. Münster hat auch kompakt verteidigt. Es war sehr schwierig dort durchzukommen, ohne Ballverluste zu haben. In Umschaltsituationen sind sie eine der gefährlichsten Mannschaften der Liga.“
Joel da Silva Kiala: „Ich bin schon sehr zufrieden. Es war wieder ein Arbeitssieg, aber was mich nervt, ist das Gegentor, da es komplett unnötig gewesen ist. Das Wichtigste ist aber, dass die drei Punkte hier geblieben sind. Uns macht unsere Geschlossenheit stark. Man merkt von Spiel zu Spiel, wie wir zusammenwachsen. Jeder ist für jeden da in den Zweikämpfen. Wenn einer seinen man nicht gewinnt, ist direkt der nächste da.
Wir wollten in der 2. Halbzeit genau da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Das hat leider nicht so gut geklappt, aber trotzdem haben wir am Ende konsequent verteidigt.“
Video: 2:1-Heimsieg I Alemannia Aachen - SC Preußen Münster
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