3. Liga - Saison 2025/2026 - 36. Spieltag - Samstag 02.05.2026  - 14:00 Uhr
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  • Hinweise zum Heimspiel gegen Hansa Rostock

    Wenige Restkarten an den Tageskassen

    Am Samstag, den 02.05.2026, empfängt Alemannia Aachen um 14:00 Uhr Hansa Rostock zum 36. Spieltag auf dem Tivoli. Folgend gibt es organisatorische Hinweise zum Spiel.

    Am Samstag, den 02.05.2026, empfängt Alemannia Aachen um 14:00 Uhr Hansa Rostock zum 36. Spieltag auf dem Tivoli. Folgend gibt es organisatorische Hinweise zum Spiel.

    Tickets: Das Spiel ist so gut wie ausverkauft. Es sind nur noch Karten für die Nordtribüne sowie für die Rollstuhlfahrerplätze verfügbar. Diese sind – solange der Vorrat reicht – an den gängigen Vorverkaufsstellen zu den gewohnten Öffnungszeiten, bis Samstag um 10:00 Uhr online (bis Samstag 10:00 Uhr als Print@Home-Tickets oder bis Donnerstag, 18 Uhr mit Option Abholung am Info-Point) oder ab 12 Uhr (ab 10 Uhr im Fanshop) an den Tageskassen Nordost und Südost zu erwerben. An den Kassen Nordost A, Südost A und Südost B ist jeweils an einem Schalter EC-Zahlung möglich, an den restlichen Kassen nur Barzahlung. Der Vorverkauf wird empfohlen. Bis zur Halbzeitpause sind am Eingang Südost Spätkassen geöffnet, falls es noch Tickets geben sollte. Schiedsrichterkarten gibt es am Spieltag an der Kasse Nordwest.

    Update: Stand Samstag 11:30 Uhr gibt es an den Tageskassen noch ca. 200 Restkarten.

    Hinterlegte Tages- und Dauerkarten für die Heimbereiche können bis Donnerstag, 18 Uhr im Fanshop am Tivoli sowie von ca. 11:45 am Info-Point (Holzbude Nähe Eingang Südwest) abgeholt werden, ab Spielbeginn bis zur Halbzeitpause an der Spätkasse am Eingang Südost.

    Verfügbare Blöcke: Geöffnet werden alle Blöcke außer N3, dieser wird als Pufferblock genutzt. Der Großteil des Tivoli ist bereits ausverkauft. Einzig für die Blöcke N4 und N5 sowie für die Rollstuhlplätze sind noch Karten verfügbar.

    Um beim erwarteten Andrang den Einlass zu entzerren, wird neben den Eingängen Südwest, Südost und Nordwest auch der Eingang Nordost geöffnet. Innerhalb des Heimbereichs kann der Eingang frei gewählt werden; die Karten sind an den Drehkreuzen entsprechend freigeschaltet. Lediglich für die Blöcke W3 und W4 ist zwingend der Eingang Nordwest zu nutzen.

    In den Stehplatz-Blöcken muss dringend darauf geachtet werden, dass die Treppenaufgänge aus Sicherheitsgründen freigehalten werden!

    In den Familienblöcken N6 und W1 gilt grundsätzlich ein Rauchverbot. Zudem sollte ein kindergerechtes Verhalten vorgelebt werden. Die Sektionaltore werden zum Anpfiff hin geschlossen.

    Fans von Hansa Rostock: Für Gästefans werden die Blöcke N1 und N2 geöffnet. Der Eingang und Tageskasse befinden sich im Nordwesten des Stadions. Der Gästeblock ist ausverkauft. Die Gästekasse ist nur als Clearingschalter geöffnet. Rollstuhlfahrer aus Rostock nehmen bitte den Eingang Nordwest für Rollstuhlfahrer.

    Der Gästeparkplatz ist wie folgt zu erreichen: Autobahn A4 – Ausfahrt Aachen-Zentrum – rechts auf die Krefelder Straße Richtung Zentrum – am ADAC rechts in den Eulersweg – 2. links in den Soerser Weg – links abbiegen zur Straße „Am Sportpark Soers“. Navi-Adresse Soerser Weg 117.

    Für Gäste, die mit der Bahn anreisen, wird am Aachener Hauptbahnhof ein Shuttle zum Tivoli angeboten. Ordnungskräfte vor Ort weisen den Weg.

    Außerhalb des Gästeblockes ist das Tragen von Fankleidung des Gastvereins nicht gestattet – der Zutritt wird entsprechend verweigert.

    Im Block muss dringend darauf geachtet werden, dass die Treppenaufgänge aus Sicherheitsgründen freigehalten werden! Darüber hinaus muss darauf geachtet werden, dass die Fluchttore in ihrer Funktion durch das Aufhängen von Zaunfahnen nicht beeinträchtigt werden.

    Anreise / Parken:                  

    An Heimspieltagen sind der Soerser Weg und die Parkflächen hinter dem Parkhaus ausschließlich den Gästefans vorbehalten. Diese Bereiche werden durch Sperrstellen und Sicherheitsdienst kontrolliert. Wir bitten dies bei der Anreiseplanung zu berücksichtigen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

    Mit dem ÖPNV: 

    Ab 11:30 Uhr setzt die ASEAG ab Hauptbahnhof und Bushof (alle 5 Minuten), ab Würselen (alle 10 Minuten) und ab Baesweiler/Alsdorf (alle 15 Minuten) zusätzliche Busse ein. Auch für die Linien 1, 25 (beide ab Stolberg), 35 (ab Breinig), 52 (ab Eschweiler) und 54 (ab Merkstein) werden zusätzliche Busse eingesetzt. Genauere Informationen zu den Abfahrtzeiten und Haltestellen sind unter www.aseag.de/alemannia-aachen zu finden.

    Tages- und Dauerkarten gelten innerhalb der Städteregion Aachen kostenlos als Fahrausweis mit Bus und Bahn für die An- und Abreise. Wir empfehlen, wenn möglich, eine Anreise mit dem ÖPNV.

    Mit dem Auto:

    Aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens rund um den Tivoli wird eine frühzeitige Anreise empfohlen. Informationen zu PKW-Parkplätzen finden Sie auf den Seiten der APAG: https://www.apag.de/de/event-parken/alemannia-heimspiele.

    Die Zufahrt zur Nordeinfahrt des Parkhauses erfolgt ausschließlich über die Krefelder Straße und anschließend über die Albert-Servais-Allee. Hier weisen die Verkehrskadetten den Weg. Selbstverständlich ist das Parkhaus auch vom Süden aus zu erreichen über die Zufahrt am Hit. Zusätzlich stehen die Parkplätze Areal A (Zufahrt über Albert-Servais-Allee), Eissporthalle (Zufahrt über Hubert-Wienen-Straße), Finanzamt (Zufahrt über Am Gut Wolf) und Areal D (Gäste; Zufahrt über Soerser Weg) stehen zur Verfügung.

    Wegen der erwarteten Besucherzahl gilt das Anwohnerschutzkonzept, d.h. insbesondere, dass einige Straßen in den umliegenden Wohngebieten nur für Anwohner befahrbar sein werden.

    Bitte beachtet, dass es aktuell bei der A4 kurz vor der Ausfahrt Aachen Zentrum zu Bauarbeiten kommt. Ordnet euch dementsprechend bitte rechtzeitig auf der rechten Fahrspur ein, da ihr sonst bis zur Ausfahrt Aachen Laurensberg fahren müsst.

    Stadionöffung: Das Stadion öffnet um 12:00 Uhr. Eine frühzeitige Anreise wird dringend empfohlen. Der Fanshop öffnet um 10 Uhr und ist ab Stadionöffnung nur von innen erreichbar. 

    Verpflegung: Für das leibliche Wohl sind im Umlauf alle Kioske in den geöffneten Blöcken sowie der Klömpchensklub geöffnet. An den Kiosken S2 und S3 wird es eine Bier-Fastlane geben, an denen lediglich Bier und Wasser ausgeschenkt wird. Außerdem wird im Raum neben dem Fantreff unter der Werner-Fuchs-Tribüne ein weiterer Stand für den Getränkeverkauf geöffnet. Zusätzlich werden wieder Bier Runner eingesetzt. Bis zur Stadionöffnung werden die Kioske O3 und S4 nach außen geöffnet. Am Kiosk S2 ist nur Kartenzahlung möglich! Wichtig: Weiterhin dürfen pro Bestellung nur noch sechs Getränke bestellt werden.

    Sonstiges: Im Stadionumlauf ist das Tivoli Echo für 1 € zu erwerben. Am Fantreff können die Fans ihre reservierten Tickets für das Spiel bei Viktoria Köln abholen. Zudem können auch Tickets für das Spiel dort gekauft werden.

    Übertragung Das Spiel kann – außer im Liveticker und im 100‘5 Alemannia Livestream – auch als Liveübertragung bei MagentaSport verfolgt werden. Dazu wird die Partie live im NDR sowie dem WDR übertragen.

„Die Wucht des Stadions muss unser Vorteil sein“

Der Vorbericht zum Heimspiel gegen Hansa Rostock

Drei Punkte trennen die Alemannia aktuell vom kommenden Gegner von der Ostseeküste. Dieser Abstand könnte am Samstag auf Null gestellt werden. Die Kaiserstädter streben gegen die Rostocker Kogge nämlich den siebten Heimsieg in Serie an. Der Anpfiff erfolgt um 14:00 Uhr.

Die Saison neigt sich mehr und mehr ihrem Ende entgegen. Die Alemannia möchte die letzten drei Spiele nutzen, um noch weiter in der Tabelle zu klettern. Die Stimmung ist vor der ersten dieser letzten drei Herausforderungen zumindest schonmal ausgezeichnet – was auch am Geburtstag von Cheftrainer Mersad Selimbegovic liegt, der in den Tagen vor der Partie lag. Am Samstag soll es gegen Hansa Rostock dann ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk in Form von drei Punkten geben. Einfach wird dieses Unterfangen aber nicht. Zwar hat Rostock die letzten beiden Ligaspiele nicht gewinnen können, aber genau hiervon dürfe man sich nicht täuschen lassen. „Ich glaube, dass es eine packende Partie wird. Für Rostock steht viel auf dem Spiel. Sie haben auch gerade nicht die beste Phase, weswegen sie mit Wut auftreten werden. Wir müssen deswegen über unsere Grenzen hinweggehen, wenn wir dieses Spiel gewinnen wollen“, betont Selimbegovic.

Ein Sieg gegen Hansa Rostock würde den siebten Heimsieg in Serie bedeuten. Von der Heimschwäche der Hinrunde ist nichts mehr in Aachen zu spüren. Längst ist der Tivoli wieder eine Festung geworden. „Spieltage sind hier Fußballfeste. Das wollen wir spielerisch unterstützen“, erklärt der Cheftrainer der Alemannia. Generell sei es laut Selimbegovic interessant zu sehen, wie Aufstiegsanwärter mittlerweile auf dem Tivoli auftreten. „Sie stehen tief in der eigenen Hälfte und lauern auf Konter. Wir müssen dann das Spiel machen, aber das ist auch genau das, was wir machen wollen. Wir müssen aber auch aufpassen, dass wir nicht die Balance verlieren und in unnötige Konter laufen.“

Mit reichlich Selbstvertrauen geht es in die letzten Spiele

An dieser Entwicklung trage die Mannschaft ihren Anteil – aber auch die Fans. „Wir freuen uns darüber, dass wir auch mit unseren Leistungen dafür sorgen konnten, wie gut die Stimmung ist. Die Wucht dieses Stadions muss für uns ein Vorteil sein.“

Die Alemannia geht dabei mit viel Selbstvertrauen in die Partie, ist sich der Aufgabe aber bewusst. Auch Selimbegovic erwartet ein Spiel auf hohem Niveau und warnt vor der Qualität des Gegners: „Neben ihrer Wucht bringt Rostock auch enorme Qualität und Flexibilität mit. Mit Blick auf die Schlussphase der Saison zeigt sich der Trainer insgesamt optimistisch, bleibt aber klar in der Erwartungshaltung: „Ich bin guter Dinge, dass wir wieder ein gutes Spiel abliefern werden. Wenn wir unsere Aufgaben konsequent erledigen und mit voller Überzeugung auftreten, dann habe ich da null Zweifel.“

Personal und Rahmenbedingungen

Personell muss die Alemannia allerdings einige Ausfälle verkraften. Lamar Yarbrough ist gesperrt, Gianluca Gaudino fehlt mit einem Muskelfaserriss. Gideon Jung laboriert weiterhin an seiner Verletzung aus dem Spiel beim 1. FC Saarbrücken, auch Florian Heister fällt mit Problemen an der Achillessehne aus. Hinter Lukas Scepanik steht aufgrund der bevorstehenden Geburt seines Kindes ein Fragezeichen. Manuel Riemann befindet sich hingegen wieder im Training.

Der Tivoli ist wohl auch gegen Hansa Rostock so gut wie ausverkauft. Zurzeit sind nur noch einige Karten auf der Nordtribüne zu erwerben. Auch die Gäste aus Rostocker werden mit 3.000 mitgereisten Fans den Gästeblock vollständig füllen. Wer nicht im Stadion sein kann, hat wie gewohnt mehrere Möglichkeiten, die Partie live zu verfolgen: über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia Livestream oder bei MagentaSport. Auch der NDR sowie der WDR übertragen die Begegnung.

Seit 2005 kommt es zu Duellen zwischen der Alemannia und Hansa Rostock. Die Bilanz ist dabei relativ ausgeglichen. Vier Siege gehen auf das Konto der Kaiserstädter. Vier weitere Begegnungen endeten in einer Punkteteilung. Hansa setzte sich wiederum in fünf Begegnungen durch. Die letzten drei Aufeinandertreffen boten zudem einiges an Nervenkitzel – Last-Minute-Tore, wichtige Punkte für den Klassenerhalt sowie ein Unentschieden entgegen aller Widrigkeiten in der Hinrunde.

Schiedsrichter des Spiels ist Eric Weisbach. Der 29-jährige Hallenser leitete in dieser Spielzeit bislang eine Partie der Kaiserstädter – den 4:1-Heimsieg gegen Energie Cottbus. An den Linien wird er durch seine beiden Assistenten Oliver Lossius und Stefan Zielsdorf unterstützt. Vierter Offizieller ist Jonah Besong.

Spieldaten

Aufstellung

Alemannia Aachen: Pseftis – da Silva Kiala, Bagkalianis, Wagner – Nadjombe, Ademi (88. Castelle), Wiebe, Oehmichen – Gindorf, Loune – Schroers (88. Sillah) / Trainer: Mersad Selimbegović

FC Hansa Rostock: Uphoff – Pfanne, Gürleyen, Wallner – Neidhart (64. Dietze), Schuster, Dirkner (64. Kinsombi), Bergh (78. Voglsammer) – Kunze (83. Fatkic), Krauß – Hummel (64. Holten) / Trainer: Daniel Brinkmann

Tore

0:1 Krauß (42.), 1:1 Gindorf (58.)

Verwarnungen

  Schuster (1.),   Bagkalianis (20.),   da Silva Kiala (20.),   Neidhart (46.),   Dirkner (55.),   Dietze (66.),   Holten (90.+1),   Krauß (90.+3)

Ecken

4 / 3

Schiedsrichter:

Eric Weisbach (Halle) – Oliver Lossius, Stefan Zielsdorf

Zuschauer:

30.474 (davon ca. 3.100 aus Rostock)

Wetter:

21 Grad, Gewitter

Besondere Vorkommnisse:

9 Minuten Unterbrechung nach 40 Spielminuten wegen Gewitter

Kein Sieger auf dem Tivoli - dafür ein Rekord

Alemannia und Rostock trennen sich 1:1 im Spitzenspiel

Alemannia Aachen bleibt auch im zehnten Spiel in Serie ungeschlagen. Nach einer dominanten ersten Halbzeit ohne große eigene Chancen gingen jedoch die Gäste nach einer Spielunterbrechung aufgrund eines Gewitters durch Maximilian Krauß in Führung (45.+6). Lars Gindorf erzielte nach dem Seitenwechsel per Foulelfmeter den Ausgleich (59.).

Alemannias Cheftrainer Mersad Selimbegovic musste seine Mannschaft im Vergleich zum letzten Spiel gegen den MSV Duisburg auf zwei Positionen umstellen. Da sowohl Lamar Yarbrough (verletzt und gesperrt) als auch Marius Wegmann (Handverletzung) nicht zur Verfügung standen, rückte Matti Wagner in die Startelf. Faton Ademi begann zudem für Gianluca Gaudino, der aufgrund eines Muskelfaserrisses passen musste.

Trotz der Umstellungen in der Defensive stand die Alemannia stabil und ließ über weite Strecken der ersten Halbzeit kaum etwas zu. Das galt allerdings auch für die Gäste: Hansa Rostock, die zweitbeste Defensive der Liga, verteidigte ebenso konsequent. Dennoch waren es die Kaiserstädter, bei denen der Ball flüssiger lief und die sich erste Möglichkeiten erspielten – allerdings erst nach rund einer halben Stunde.

In dieser Phase kamen auch die Gäste zu einer guten Gelegenheit: Joel da Silva Kiala schirmte den Ball zunächst für Torhüter Fotios Pseftis ab, doch Krauß spitzelte dazwischen, scheiterte im Anschluss aber an Pseftis (33.). Kurz darauf versuchte es Mehdi Loune aus der Distanz, sein Schuss aus rund 35 Metern strich knapp über die Latte (36.).

Rostock geht nach Spielunterbrechung in Führung

Der in der ersten Halbzeit einsetzende Regen wurde in den Minuten vor der Halbzeitpause immer stärker, weswegen ein Spielfluss kaum noch aufkommen wollte. Zu groß waren die Pfützen, die den Lauf des Spielgeräts verlangsamten. Als dann noch Blitz und Donner dazukamen, unterbrach Schiedsrichter Eric Weisbach zwischenzeitlich die Partie aus Sicherheitsgründen.

Nach einer knapp zehnminütigen Pause konnte es weitergehen – mit einem bitteren Moment für die Alemannia: Jonas Dirkner gewann in der Aachener Hälfte den Ball und schickte Krauß auf die Reise. Dieser blieb vor dem herauseilenden Pseftis eiskalt und traf zur Führung (45.+6). Beinahe hätte Rostock noch vor der Pause nachgelegt, doch Krauß verzog nach einem Ballverlust von Wagner knapp (45.+10).

Gindorf gleicht aus und schreibt Geschichte

Es war den Schwarz-Gelben nach dem Seitenwechsel anzumerken, dass sie den Ausgleich erzielen wollten. Petros Bagkalianis verpasste nach einer Freistoßflanke von Oehmichen noch knapp (57.). Ein Rostocker war aber noch am Ball, weswegen es Eckball gab und nach diesem entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß. Jonas Dirkner hatte zuvor zu lange gegen Petros Bagkalianis geklammert (57.). Gindorf übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1 (59.). Es war bereits die 42. Torbeteiligung des Duos Gindorf und Mika Schroers – kein Duo hat seit Gründung der 3. Liga mehr Treffer in einer Saison erzielt.

In der Folge entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten, allerdings ohne große Durchschlagskraft. Der eingewechselte Emil Holten kam nach einer Ecke zum Kopfball, doch Pseftis parierte stark (75.). Auf der anderen Seite setzte Gindorf einen Abschluss aus guter Position knapp links am Pfosten vorbei (79.).

Kurz vor dem Ende musste die Alemannia noch einmal zittern: da Silva Kiala rutschte im Aufbauspiel weg, wodurch Holten in Ballbesitz kam. Dieser legte auf den eingewechselten Andreas Voglsammer quer, der den Ball jedoch nicht sauber kontrollieren konnte. So klärten Wagner, Pseftis und Loune gemeinsam in höchster Not (90.).

Beide Mannschaften wollten am Ende den Sieg für sich verbuchen, doch die beiden Abwehrreihen standen sicher, sodass es zu keinen weiteren Chancen mehr kam. Das 1:1 ist das zehnte Spiel in Folge, in dem die Alemannia ungeschlagen bleibt. Nächste Woche Sonntag geht es für die Alemannia dann weiter bei Viktoria Köln, wo sie die Serie weiter ausbauen können.

Zum Spiel

Mersad Selimbegovic: „Die Wetterbedingungen haben das Spiel nicht nur unterbrochen, sondern auch unser Spiel gekillt. Das kam unserer Spielweise nicht entgegen und wir haben das leider zu spät angenommen. Vor dem Gegentor wollten wir den Ball zurückspielen, doch der blieb hängen – dadurch entstand ein Einwurf und anschließend ein langer Ball. Nach einigem Hin und Her sind wir dann 0:1 hinten. Das hat den Spielverlauf bis dahin eigentlich nicht widergespiegelt. Bis zu Unterbrechung waren wir gut im Spiel.

Wir waren auf einen sehr robusten Gegner eingestellt, der viele Zweikämpfe sucht und vorne schnelle Leute hat. Sie haben oft lange Bälle hinter unsere Kette gespielt, das hatten wir aber bis dahin im Griff – dann machen wir aber den Fehler.

In der zweiten Halbzeit haben wir die Bedingungen endlich angenommen und so gespielt, wie man unter diesen Umständen spielen muss. Unser Spieler des Tages, Jonas Oehmichen, hat viele Bälle verlängert und zahlreiche Zweikämpfe gewonnen. Er hat das heute stark gemacht.

Am Ende hatten wir Glück, das unsere Fehler nicht bestraft wurden. Joel da Silva Kiala wollte nach hinten spielen und rutscht aus – bei so einem großgewachsenen Spieler mit den langen Beinen auf dem Platz kann das Passieren. Bezeichnend für die Mannschaft war auch, wie Mehdi Loune nach hinten gearbeitet hat. Man darf nicht vergessen, dass er eigentlich ein Zehner bzw. Stürmer ist und dann so mitverteidigt.

Auch wenn viele sagen, es geht um nichts mehr und der letzte Biss wird fehlen. Ich kann da nur sagen, Hut ab vor dem, was die Mannschaft heute abgerissen hat. Ich glaub, es ist am Ende ein gerechtes 1:1. Es geht jetzt darum, sich gut zu erholen und diesen Flow, den wir uns erarbeitet haben, in die nächste Woche mitzunehmen. Wir wollen die letzten beiden Spiele gut gestalten und bis zum Schluss auf Sieg spielen.“

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